Bewerbung & Interview

Hilfe, der Personaler ruft an

Also ich kann das total nachvollziehen. Man ist im Bewerbungsprozess, hat gerade eben die Bewerbung an Firma XY abgeschickt und nach ein paar Stunden oder am nächsten Tag ruft jemand mit einer unbekannten Nummer an. Ach herrje, wer wird das denn sein? Man geht also ran, meldet sich mit seinem Namen und dann schwups, ist es der Personaler aus der einen wichtigen und interessanten Firma. Aber was nun?

Ruhe bewahren sagt sich immer so leicht, aber das ist auch das erste, was man raten kann. Man möchte natürlich nicht total unvorbereitet erwischt werden, das baut schließlich zusätzlichen Druck auf. Bedenkt aber immer, dass auch der Personaler „nur“ ein Mensch ist. Ist man total auf dem falschen Fuß erwischt worden, oder ist vielleicht gerade unterwegs und hat seine Unterlagen und die Aufzeichnungen zur Stelle und Firma nicht parat, ist es ratsam, nach einem Ausweichtermin für ein Telefonat zu bitten. Vor allem in dem Falle, wenn aus dem Gespräch eine Art Interview am Telefon werden soll.

Das wird der Personaler in der Regel ankündigen und beim ersten telefonischen Kontakt erst einmal nur die ganz wichtigen Informationen zur Person erfahren wollen (und die sollte man auch ohne große Vorbereitung wissen und erzählen können) und während dieses Telefonats vielleicht nach einem Termin fragen, an dem mal länger gesprochen werden kann. Ich frage bei solch einem Telefonat als erstes, ob der Bewerber vielleicht fünf Minuten Zeit hat und das hat bisher immer super geklappt. Es kam sogar schon mal vor, dass sich aus einem Kurztelefonat ein richtiges Telefoninterview entwickelte, weil der Bewerber einfach gut ins Reden kam, Zeit hatte und sich die Dinge einfach gut entwickelten. Das ist allerdings eher die Ausnahme. Ich muss auch sagen, dass es einem kein Personaler krumm nimmt, wenn man um einen Ausweichtermin bittet. Der Personaler kann schließlich nicht davon ausgehen, dass der Bewerber nur auf den einen Anruf wartet und den lieben langen Tag nichts zu tun hat. Viele Kandidaten sind dazu auch noch in einem festen Job und können schon allein deswegen nicht ständig am Telefon sein, oder gar frei sprechen, wenn es gerade sein muss. In solchen Fällen kann ich den Bewerbern nur raten, gleich im Anschreiben oder der E-Mail zu vermerken, wann und wie eine Kontaktaufnahme am Besten wäre.

Generell gilt: Sich nicht verstellen, ehrlich sein, Ruhe bewahren und wenn notwendig nach einem gesonderten Termin fragen. Manchmal reicht es ja schon zu sagen, dass man in einer Stunde zurückruft, weil man gerade unterwegs ist. Dann hat man noch gut Zeit, sich kurz zu sammeln, die für einen selbst notwendigen Unterlagen zusammen zu suchen und dann zurückzurufen.

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