(Neue) Arbeitswelt

Gerüchteküche – Personaler haben Vorurteile

Lange habe ich nichts mehr über meine Gerüchteküche-Reihe geschrieben. Dabei gibt es immer noch genügend Geschichten und Kuriositäten zu erzählen, die sich um den „Mythos-Beruf“ Personaler ranken. Heute geht’s mal um die Vorurteile.

Zu sagen, man ist vorurteilsfrei birgt eine gewisse Gefahr. Niemand ist wirklich ohne Vorurteile. Gern spricht man dann über Stereotype und nicht mehr über Vorurteile. Welchen Namen man dem Kind auch gibt, feststeht: Vorurteile, Klischees und Stereotype sind wichtig. Denn sie sorgen dafür, dass unser komplexes Leben mit all seinen Informationen gefiltert, sortiert und kategorisiert wird. Damit sind wir in der Lage Entscheidungen zu treffen, Vergleiche anzustellen und gut von böse zu unterscheiden.

Wichtig ist halt, dass man nicht pauschalisiert und alle Menschen über einen Kamm schert. Man kann gewisse Eigenschaften eines Menschen in bestimmte Kategorien einordnen und sich damit ein Bild über diesen Menschen machen. Man sollte aber immer im Hinterkopf behalten, dass er trotzdem individuell einzigartig ist.

Als Personaler muss man diesem Anspruch in besonderer Weise gerecht werden. Beim ersten Blick auf die Bewerung ertappe ich mich auch das ein oder ander Mal dabei, dass ich denke „Oha ein typischer Nerd-Informatiker“ oder „Was ist denn das für ein Möchtegern-BWLer“. Von solchen Eindrücken lasse ich mich aber nicht leiten, denn ich wurde schon sehr oft eines besseren belehrt. Und außerdem: Was ist denn ein typischer Nerd-Informatiker? Und was ein Möchtegern-BWLer?

Die Professionalität eines Personalers zeichnet sich also meines Erachtens dadurch aus, unvoreingenommen und möglichst wertfrei an eine Bewebung heranzugehen. Das ist nicht einfach. Aber ich habe ja auch schon mal gesagt: Personaler kann auch nicht jeder 😉

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3 Kommentare

  • Das Problem ist, dass Personaler auch nur Menschen sind, die sich von Gefühlen und ihren Eindrücken leiten lassen. Deshalb kann ich Dir mit diesem Beitrag nur Recht geben: Unvoreingenommen zu sein, das ist die wichtigste Eigenschaft eines professionellen Personalers.

  • Sobald ich das Wort “ Personaler “ lese, weiß ich das der Schreibende von Personalarbeit nichts versteht. Aber es kingt einfach furchtbar chic u. intellektuell. Man könnte meinen das etwas von der alltäglichen Personalarbeit
    verstanden wird. Es schreibt ein „Wissender“ also fast ein menschlicher Personalsachbearbeiter, Personalleiter etc.

  • Keine Sorge, wir verstehen etwas von Personalarbeit. Wir machen uns nur nicht allzuviele Gedanken um Begriffe, sondern eher um Inhalte und Menschen.

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