(Neue) Arbeitswelt

Ver-XING-en um jeden Preis?

XING, Quelle: SuzyLu/pixabay.com
Geschrieben von Gastautor

Das Businessnetzwerk Xing ist eine feine Sache. Man kann sich mit seinen ehemaligen Studienkollegen, seinen Arbeitskollegen, Kunden oder manchmal sogar mit Bewerbern vernetzen. So kann man neue Projekte auf die Beine stellen, bleibt mit alten Bekannten in Kontakt, findet vielleicht sogar einen neuen Job. Dafür ist ja Xing auch gedacht.

Wofür es meiner Meinung nach nicht gedacht ist, ist die Anfrage von wildfremden Menschen, die einfach nur auf Kontaktefang sind. Auf ihren Profilen steht dann immer, dass Netzwerken total wichtig ist und dass viele Kontakte das Business erfolgreicher machen und all sowas. Richtig blöd wird’s dann aber, wenn diese Leute mir Ihre 20.000 Kontakte verkaufen wollen. Das geht dann schon fast in Richtung ominöser Adressverkäufer, die man hin und wieder im Spamfach seines E-Mail-Accounts findet.

Ich finde, wenn man sich „verxingen“ möchte, sollte man schon wenigstens einen plausiblen Grund dafür haben. Denn was verspricht man sich denn von dieser „Sammelleidenschaft“? Ich kenne niemanden von diesen Kontakten und sehe auch nicht, wie sich dadurch eine fruchtbare Zusammenarbeit ergeben könnte. Ich für meinen Teil lehne solche Kontakte dann gern auch mal ab.

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3 Kommentare

  • Es geht hier ganz klar um Quantität vs. Qualität und ich denke beides kann zum Ziel führen.
    Ansatz der Qualität: Ich kenne mein Netzwerk, weiß wer mit wem kann oder schon einmal zusammengearbeitet hat und versuche es vielleicht so zu optimieren, dass ich für jeden Bereich mindestens einen Ansprechpartner habe. Wenn ich etwas brauche, dann spreche ich denjenigen an ob er mir weiterhelfen oder mich guten Herzens weitervermitteln kann. Die Qualitätseinschätzung und vielleicht auch Insiderinformationen bekomme ich frei Haus und es ist eine „relativ warme Akquise“, weil sie auf einer sehr persönlichen Basis statt findet. Diese Variante braucht pflege in die Kontakte.

    Ansatz der Quantität: Da die persönliche Basis nicht wichtig ist, kann ich hier volle Optimierung dahingehend schaffen, dass ich wirklich für jeden Bereich jemanden habe, der sich gut auskennt. Bei ausreichend großer Masse wird sich immer jemand finden, der das Problem, das ich habe, gegen eine gewisse Entlohnung lösen will. Dann jedoch muss man erst einmal feststellen, wer der gegenüber so ist, was er für eine Qualität und Ziele hat. Diese Variante macht Aufwand, den Überblick nicht zu verlieren und ist von weniger Vertrauen geprägt.

    Ich persönlich verfolge den Ansatz der Qualität, da ich nicht so viele oder verschiedenartige Probleme habe, die ein Networken in der Breite gut erscheinen lassen.

  • Ich hatte neulich auch so eine Anfrage. Auf die Frage wie er mich denn gefunden habe und was er sich unter der Vernetzung vorstellt, konnte er mir nicht beantworten bzw. ist überhaupt nicht drauf eingegangen. Er hat was mit Selbständigkeit zu tun und würde mir daher gar nichts bringen, weil ich so etwas nicht in Betracht ziehe. Dies habe ich auch geschrieben, aber auch hier ist er nicht drauf eingegangen. Ich habe die Anfrage noch nicht bestätigt und werde dies auch nicht. Hier ziehe auch die Qualität vor.

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