Bewerbung & Interview

Sie erreichen mich jederzeit unter der folgenden Telefonnummer

Guerilla-Bewerbung, Quelle: pexels.com
Geschrieben von Gastautor

Ja, nee, is klar. Das denke ich mir ganz oft, wenn ich zum gefühlt hundertsten Mal versuche, die gleiche Nummer anzurufen, derjenige aber einfach nicht mit mir sprechen will. Zugegeben passiert mir das nicht ganz so oft, aber es kann schon auch mal anstrengend werden, wenn man es immer und immer wieder bei der gleichen Nummer probieren muss.

Gerade im Bewerbungsprozess ist das so eine Sache mit dem Telefonieren. Man schreibt eine Bewerbung und (ich denke da an meine Bewerbungsphase) überlegt hin und her welche Telefonnummer man angibt. Reicht die Festnetznummer? Sollte ich vielleicht doch lieber meine Handynummer mit angeben? Was ist, wenn ich noch in einem Job  und nicht den ganzen Tag erreichbar bin? Das sind alles Fragen, deren Beantwortung jeder für sich selbst treffen muss.

Fakt ist allerdings, dass wenn ich ausschließlich meine Festnetznummer angebe, sollte ich gegebenenfalls dazu schreiben, wann ich unter dieser Nummer erreichbar bin. (Für Kandidaten, deren Anrufe automatisch auf dem Handy ankommen, ist das wiederum eine etwas andere Situation) Und da wiederum gut abwägen, welche Zeiten noch zumutbar sind. Auch Personaler oder Geschäftsführer oder wer eben auch immer in der jeweiligen Firma das Personalthema inne hat, arbeiten nicht rund um die Uhr. Das heißt, dass für gewöhnlich ab 18.00 Uhr niemand mehr im Haus ist und auch dann eher selten noch Telefoninterviews geführt werden. Also bringt die Zeitangabe à la: Montag bis Freitag ab 20.00 Uhr erreichbar wahrscheinlich nicht viel. Klar verstehe ich es, wenn jemand vielleicht pendelt und dadurch wirklich erst sehr spät zuhause ist. Aber dann wäre es vielleicht doch angebracht die Handy Nummer anzugeben und für derartige Telefonate Zeiten wie die Mittagspause zu wählen.

Was auch nicht geht, ist, wenn die Handynummer da steht, man aber auch nach mehrmaligem Anrufen und diversen Nachrichten auf der Mailbox niemanden erreicht beziehungsweise keinen Rückruf erhält. Dann katapultiert sich der Kandidat schnell vonn allein aus dem Rennen. Klar könnte man jetzt argumentieren: Wie man es macht, macht man es falsch. Dem ist allerdings nicht so. Ist man tagsüber nicht gut erreichbar, wäre ja vielleicht die Notiz im Anschreiben gut: Sie erreichen mich am Besten per E-Mail, für ein eventuelles Telefonat würde ich Sie dann gern zurückrufen.

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