Bewerbung & Interview

Chef, das Zepter bitte!

Wir haben uns mit Euch ja schon häufiger über den Wert eines unersetzbaren Spezialisten ausgetauscht. Dass ein Senior-Softwareentwickler nicht auf dem Amt hockt und darauf wartet einen Job zu bekommen, ist klar. Ebenso selbstverständlich sollte es auch sein, dass sich ein Unternehmen um neue Mitarbeiter bemüht und sich als attraktiver Arbeitgeber präsentiert.

Eines bleibt allerdings offen: Wer sitzt am längeren Hebel? Wer braucht wen dringender und wo sind die Grenzen? Was können richtig gute Fachkräfte noch fordern und wann ist der Bogen überspannt?

Wir sind bekanntlich große Verfechter selbstbewusster Arbeitnehmer und stehen auch dem Sinneswandel in Puncto Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis positiv gegenüber. Trotzdem gilt hier, wie so oft im Leben: Maß halten! Denn wer als Spezialist aus der Mitarbeiternot eines Unternehmens Kapital zu schlagen versucht, indem er überhöhte Gehaltsforderungen stellt, sollte vorsichtig sein.

Auch wenn der Bedarf an Fachkräften groß ist, wird ein Unternehmen einem fordernden Bewerber meistens skeptisch gegenüberstehen. Denn wer seine gute Verhandlungsposition derart ausspielt, wird voraussichtlich außer der monetären, keine weitere Motivationsgrundlage mitbringen. Und ein Mitarbeiter der bei einem fetteren Köder beim nächsten Angler anbeißt, ist nicht zuverlässig und verliert ganz schnell an Attraktivität.

Trotz aller Paradigmenwechsel. Chef bleibt Chef und man sollte im Vorstellungsgespräch nicht nach seinem Zepter greifen.

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