(Neue) Arbeitswelt

Netzwerken – wer’s kann, hat’s leichter!

Manche verdrehen beim Stichwort Network die Augen, wie Leute an deren Tür gerade der Amway-Vertreter klingelt, um Scrub Buds oder Ofenreiniger zu verkaufen. Netzwerken jedoch kann uns alle wirklich weiterbringen – wir Menschen sind nun mal soziale Tiere, meistens zumindest. Wenn wir unser Potential nutzen, können wir von wertvollen Verbindungen zu Menschen in unserer Arbeits-, Lebens-, Freizeit-, Interessen – Umgebung profitieren.

Ich hatte mal eine Kollegin – nennen wir sie Sabine. Von der wusste ich nur, dass sie beim Marathon die Brustwarzen mit Tape zuklebte und keine echten Freunde zu hatte. Auf den Münchner XING – Regionaltreffen aber war sie immer vertreten. Ob da nur so brustwarzenzuklebende Leute ohne echte Freunde rumlaufen, fragte ich mich damals. Wahrscheinlich nicht, denn ich kenne mittlerweile noch zwei andere Exemplare Mensch, die solch ähnliche Treffen, Foren, Barcamps – was auch immer – organisieren und das mit einer unglaublichen Freude und Professionalität durchführen. Apropos Barcamp: Wie ich es auf unserem Barcamp 2011 schon öffentlich zugegeben habe – ich bin ein Facebookmuffel. Facebooking an sich hat für mich irgendwie nicht so viel mit echtem Netzwerken zu tun, sondern ist eher ein sich Öffentlichpräsentieren, Sehen und Gesehenwerden. Ich bin mir nicht so sicher, was die anderen social networks im Netz angeht. Aber kuckt Euch das doch mal an:

Ich glaube, dass was uns wirklich weiterbringt, ist, mit offenen Augen und Interesse durch die Welt zu laufen. Wer umgibt uns? Mit wem man kann? Was teilt man für Ideen?

Einfacher ist das Netzwerken natürlich in der Umgebung, wo man groß geworden ist. Wenn Hänschenklein aus Kleinbockedra wegen eines Jobs nach München zieht, braucht er erst mal seine Zeit, bis er Wurzeln geschlagen hat – da kann das „Obandln“ ein wenig dauern. Aber Hänschen kann sich beim MTSV Schwabing zum Basketball anmelden, einen Italienischkurs an der VHS belegen, sich im Leo-Club engagieren. Nach ein paar Jahren gibt es – wenn sich Hänschen nicht dumm anstellt – sicher einen Freundes- und Bekanntenkreis, den man auch als Netzwerk bezeichnen kann. Und was bringt ihm das? Na zum Beispiel neue Ideen für seinen weiteren beruflichen Werdegang, Unterstützung bei der Wohnungssuche oder einfach „nur“ gute Gespräche zum Gedankenaustausch.

Ich verstehe, dass manche Leute gar keine Lust auf Netzwerken haben. Muss man ja auch nicht.

Kann man aber! Und leichter geht´s mit…

Über den Autor

Angelika

Ist der Projekt-Profi unter uns und kümmert sich seit 2010 um die Vermittlung von Freiberuflern. IT- und Optikprojekte stattet sie schnell, unkompliziert und professionell mit den passenden Fachleuten aus - ein Anruf und das Projekt ist gerettet. Angelika hat Betriebswirtschaft studiert und ist zudem ausgebildete Heilpraktikern. Im Büro sorgt sie für unser medizinisches Wohl und außerdem, dank ihres wunderbaren Humors, oft für gute Laune.

1 Kommentar

  • Wo ich so Netzwerke:
    Katastrophenschutz (mal Feuerwehr, jetzt THW), Schützenverein, …

    Finde ich viel schöner als Abends einfach so wegzugehen o.ä.

    morphium

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