IT & Technik

Hausaufgabe noch vor dem Vorstellungsgespräch?

Mit dieser Frage beschäftige ich mich schon eine Weile. Es gibt ja, und das ist im IT Bereich oft Standard, oft so kleine Testaufgaben, die die Kandidaten lösen müssen. Gerade bei Softwareentwicklern ist das eine gute Methode, um herauszufinden, ob derjenige tatsächlich programmieren kann. Die Frage, die sich mir allerdings stellt, ist die: Ist es zielführen Testaufgaben schon vor einem ersten persönlichen Kontakt (wie Vorstellungsgespräch) zu vergeben?

Ich persönlich bin sehr am direkten Kontakt zum Kandidaten interessiert. Auch finde ich es immer gut, wenn man schon einmal telefoniert hat und so eine erste „Beziehung“ aufbaut. Auch ich betreue Kunden, die gern schon vorab Aufgaben geben, diese lassen sich aber in einem Telefonat viel besser verkaufen als wenn man sie direkt mit der Eingangsbestätigung dem Bewerber auf den Tisch knallt.

Was ich noch viel besser finde, ist, wenn man ein Vorstellungsgespräch vereinbart und im Anschluss daran einen Test vergibt. Dann hat man zumindest schon den ersten guten Eindruck vom Bewerber und als Firma bei ihm auch hinterlassen. Und damit lässt sich eine Aufgabe noch besser verargumentieren. Eine weitere Möglichkeit, die manche meiner Kunden auch praktizieren sind Fachfragen im Gespräch. Dem kann man noch eine Stufe drauf packen, in dem man beispielsweise live programmieren lässt.

Insgesamt gesehen muss sich jede Firma selbst im Klaren sein, das sie darstellen und kommunizieren will und wie die Firmenkultur im Bewerbungsverfahren deutlich wird. Fakt ist, man sollte dem Kandidaten immer respektvoll gegenüber treten und ein echtes Interesse an der Person zeigen. Und gerade bei sehr guten Softwareentwicklern ist der Ton wichtig, denn gerade sie können es sich derzeit aussuchen, wo sie arbeiten möchten und will man sie von sich als Unternehmen überzeugen, sind zuviele Hürden im Prozess eher hinderlich.

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