(Neue) Arbeitswelt

Ambitionierte Studenten sind die Ausnahme?

Ich hatte neulich die Gelegenheit mich mit ein paar Informatikstudenten zu unterhalten. Sie waren auf der Suche nach einem Nebenjob und wollten sich erkundigen, wie es für sie nach der Uni weitergehen könnte. Während des Gesprächs erfuhr ich, dass „solche Studenten“ in ihrem Studiengang eher die Ausnahme wäre. Und ich fragte mich warum!

Mit „solchen Studenten“ meine ich Studenten, die sich wähernd Ihres Studiums schon mit dem Leben danach beschäftigen: Also ganz bewusst Ausschau halten, wie der Arbeitsmarkt gerade ausschaut, wie man ein bisschen Praxisluft schnuppern und wo man Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern knüpfen kann.

Auf die Frage nach dem Warum antworteten die Studenten, dass viele ihrer Kommilitonen ihr persönliches Berufsziel einfach noch nicht auf dem Plan haben. Hausarbeiten, Projekte und Studien-Praktika sind da wichtiger… ganz zu schweigen vom Party-Studentenleben. Das kann ich auch gut verstehen. Der Studienabschluss liegt noch in weiter Ferne und die Arbeitsmarktsituation suggeriert momentan eh eine Schlaraffenland-Situation. Warum sich dann jetzt schon kümmern, wenn man das in einem oder zwei Jahren auch noch tun könnte. Einen Job bekommt man dann ja auch noch. Und arbeiten tut man noch sein ganzes Leben…

So ein bisschen nachvollziehbar ist das ja, aber für meine Begriffe schon etwas kurzfristig gedacht. Es schadet ja nicht seine Fühler schon mal ein bisschen auszustrecken und sei es nur, um herauszufinden, was man nicht möchte. Gerade im Studium sind die Vertiefungsrichtungen vielfältig, da fällt es schwer sich für etwas zu entscheiden. Wenn man dann schon weiß, was einem gut liegt oder eben auch nicht, weil man das in einem Praktikum oder einem Werkstudentenjob schon herausfinden konnte, ist doch allen geholfen. Und vielleicht kitzelt dein ein oder anderen ja auch seine persönliche Neugier für das, was man praktische Erfahrung nennt. 😉

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3 Kommentare

  • ja , warum soll man sich auch verrückt machen , das reicht doch noch wenn es soweit ist.
    Das Info-studium ist im übrigen schwer genug, man hat genug zu tun , auch ohne dass man
    sich um den späteren Beruf kümmert.
    Was sich leute ,die nur eine Ausbildung haben, nicht vorstellen können , weil in der Ausbildung
    jeder fertig wird , ist,dass in den Klausuren an der ‚FH Durchfallquoten von 30 bis 70% ganz normal sind.

  • Hallo,

    da muss ich andreakk zustimmen, auch ich bin Info-Student gewesen und habe lange alleine am Stoff geknabbert. Trotzdem wollte und musste ich letztendlich doch noch einige Praktikas absolvieren und habe mich für die Mitarbeit am Aufbau eines Onlineshops im Raum Nürnberg beworben.

    Hierbei fiel mir auf, dass das gelernte in der Uni zwar angewendet werden konnte, die Arbeit aber ganz anders war als gedacht. Im richtigen Leben kann nicht einfach die beste Programmierung verwendet werden, sondern man muss sich mit den Leuten im Marketing arangieren, dass veränderte meine Sicht deutlich…

    Daher kann ich nur jedem raten sich einen Nebenjob und ergänzend Praktikas in den Bereichen zu suchen, wo man letztlich hin möchte.

  • Servus,
    ich weiß nicht wie schwer der Stoff als Info-Student ist, aber ich nur Info-Kaufmann gelernt und meinen Vorrednern zustimmen. Die dort vermittelten Inhalte haben nur sehr schwer in der Realität anzuwenden. Kundenwünsche und Budgets sind oft mit dem Optimum nur schwer zu vereinen.
    Ich habe als Praktikant bei einem Onlineshop angefangen und kann es nur empfehlen mit Hilfe von Praktika sein Ziel zu definieren.

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