Bewerbung & Interview

Mit der MFG zum Vorstellungsgespräch

Im Normalfall kommen unsere Bewerber mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln zum Vorstellungsgespräch. Ich hatte auch schon einen Fall, bei dem ein Bewerber von seinen Eltern gefahren wurde. Letzte Woche allerdings kam ein Bewerber aus Halle tatsächlich mit der Mitfahrgelegenheit. Das fand ich dann schon irgendwie gut.

Ich selbst habe solche Angebote schon des öfteren genutzt, viel öfter aber selbst angeboten. Dabei lernt man wirklich interessante Leute kennen. Ich hatte da schon zwei ältere Damen, die zu ihrer Enkelin zu Besuch wollten. Das war ein Spaß, ich habe mich gefühlt, als sei ich mit meiner eigenen Oma unterwegs. Mir wurden Geschichten von früher erzählt, warum sie an besagtem Tag ausnahmsweise nicht selbst fahren konnten und meine Beifahrerin öffnete und reichte mir immer meine Trinkflasche, wenn ich Durst hatte. Ihre Worte dabei waren: Konzentrieren Sie sich aufs Fahren, heute bin ich für solche Sache wie Flasche öffnen da. Sehr süß.

Aber mal zurück. Jeder, der schon einmal mit der MFG gefahren ist, kennt die Tücken. Da muss man erst einmal jemanden finden, der zur gewünschten Zeit fährt. Dann gilt es, dort anzurufen und zu hoffen, dass noch Plätze frei sind. Geht das alles glatt, ist noch eine weitere Hürde zu nehmen, nämlich die, dass man nicht vergessen wird oder die MFG durch irgendeinen dummen Zufall ausfällt. Und am Ende (so ging es mir zumindest immer) hofft man, dass der Fahrer ordentlich fährt und kein Freak ist. Ich hatte da bisher immer echt „Glück“ gehabt und sowohl nette Fahrer als auch Mitfahrer gehabt, aber die Sache mit der Organisation bleibt. Hat man keinen Zeitdruck, ist es grundsätzlich ja egal, wann man abfährt, aber gerade zu solchen Terminen, wie einem Vorstellungsgespräch ist es notwendig pünktlich zu sein. Umso mehr hat es mich überrascht, dass vergangene Woche ein Kandidat tatsächlich per MFG zum Vorstellungsgespräch und wieder nach Hause kam. Da ist dann schon eine gehörige Portion Selbstorganisation und Umsicht gefragt. Und das hat er nun wirklich bewiesen. Schön, wenn man der Umwelt und natürlich dem Geldbeutel auch auf solche Weise helfen kann.

Über den Autor

Gastautor

Um unsere Inhalte etwas abwechslungsreicher zu gestalten, lassen wir gern auch andere Autoren zu Wort kommen. Interesse? Einfach Mail mit Themenvorschlag an: presse@towerconsult.de.

2 Kommentare

Hinterlassen Sie einen Kommentar