Ratatouille

„Schnappen Sie sich Ihren neuen Job…

…und den Führerschein gleich kostenlos dazu“

Diesen Aufruf las ich neulich auf einem in Bus und Bahn platzierten Poster. Fachkräfte sind ein knappes Gut (Zumindest mancherorts). Das ist soweit bekannt. Und, dass sich Unternehmen etwas einfallen lassen müssen, um besagte Spezialisten an Bord zu kriegen wissen wir auch.

Wir haben schon des Öfteren mal über die verschiedenen Motivationsanreize im Job berichtet. Sie sind so verschieden wie die Menschen selbst. Trotzdem bin ich nach wie vor der Ansicht, dass intrinsische Arbeitsmotivation grundsätzlich eher zu einem für beide Seiten zufriedenstellenden und langfristigen Arbeitsverhältnis führt als das „Zuckerbrot und Peitsche-Modell“

Daher muss ich mich immer wieder über derartige Lockangebote wunder. Damit möchte ich nicht sagen, dass diese Methode unwirksam sei oder in irgendeiner Weise verkehrt. Ich will anmerken, dass ich an der Nachhaltigkeit dieser Maßnahme zweifle.

Der Wunsch nach einem Führerschein sollte, wenn man mich fragt zumindest nicht der Aufhänger für eine Stellenanzeige sein. Als „Zusatz“ ist ein derartiges Angebot für viele Bewerber  garantiert ein nicht zu vernachlässigender Mehrwert, der durchaus in die Entscheidung für oder gegen einen bestimmten Arbeitgeber  einfließen kann.

Aber so viel zu meiner Meinung. Was meint Ihr? Was gehört für Euch zu einer gelungenen Stellenanzeige?

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3 Kommentare

  • Der Frage ist: Ist der Führerschein für diesen Job nötig? Wenn ja, sorgt das Unternehmen evtl. dafür, das sich jemand bewirbt, der hervorragend auf das Job-Profil passt, sich aber sonst nicht beworben hätte, weil ein Führerschein nötig ist und der eben (noch) nicht vorhanden ist.

    • Hallo MJ,
      das ist natürlich ein wichtiger Punkt in dem ich die völlig recht gebe. Das kann ich auch nicht so genau beurteilen. Allerdings muss ich sagen, dass es nicht den Anschein gemacht hat, als ob der Führerschein für eben diesen Job relevant wäre.

  • Dann stimme ich dir uneingeschränkt zu. Fort-/Weiterbildung sollte schon zielgerichtet sein und eben kein „Aufhänger“.

    Da gibt’s bestimmt interessante Diskussionen, wenn der Mitarbeiter durch die erste Prüfung rasselt und dann noch die Nachschulung und weitere Prüfungsgebühren dazu kommen.

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