Ratatouille

Vielleicht hätte ich Berater werden sollen: Mein Bewerberworkshop an der STOY Schule

Vergangenen Freitag war ich eingeladen, bei der Stoy-Schule hier in Jena einen Bewerberworkshop durchzuführen (und als Dankeschön gab es diese tolle Keksrolle). Da das mein erster in der Form war und die „Schüler“ eigentlich keine mehr waren (alle auf dem zweiten oder dritten Bildungsweg und alle in meinem Alter oder älter), wusste ich nicht so recht, was da auf mich zukommt. Zugegeben, reden kann ich gut, viel und schnell, aber kommt da auch tatsächlich nützliche Information rüber? Und wie gestaltet man sowas?

Natürlich habe ich mir einiges überlegt, aber wie immer, kam es anders, als man denkt. Die Sache ist die, dass die Ausbildung im Sommer des kommenden Jahres endet und sich die meisten für eine Stelle bewerben müssen. Und da habe ich angesetzt. Ich habe ihnen im Vorfeld eine Stellenausschreibung gegeben, auf die sie sich bewerben sollten und gesagt, wir besprechen diese dann in einem Workshop gemeinsam. Eigentlich wollte ich noch einführend allgemeine Informationen zum Bewerben und zu den neuen Standards sagen. Doch nach circa 15 Minuten wurden die Teilnehmer unruhig und fragten direkt, ob wir jetzt zu deren Bewerbungen kommen können. Klar, da bin ich flexibel, was gut war, denn die Durchsicht und detaillierte Besprechung aller Unterlagen hat am Ende doch erheblich länger gedauert, als ich vorher angenommen habe.

Also haben wir uns an einen großen Tisch gesetzt und ich habe mir die Unterlagen angesehen und mit dem jeweiligen Verfasser Einzelheiten besprochen. Und da ist mir wieder aufgefallen, wie unterschiedlich Bewerbungsunterlagen sind. Es war alles dabei, von Listen bis zur richtigen Tabelle (tabellarischer Lebenslauf, sag ich da nur) und jeder hatte so seine ganz eigenen Fragen. Also hätte mein allgemeines Geplänkel zur Bewerbung wahrscheinlich auch nicht viel genutzt, da jeder so individuelle Fragen hatte, auf die ich dann speziell eingegangen bin. Es hat mir in jedem Fall eine Menge Spaß gemacht. Ich habe auch kurz überlegt, ob ich vielleicht in die Beratungsrichtung gehen sollte :-)

Besonders spannend ist, was die Leute aus solchen Gesprächen mitnehmen, an welchen Stellen sie diskutieren und ihre eigenen Ideen aber beibehalten wollen (was für mich ja völlig ok ist, da es ja nur eine Beratung ist und kein: Das müsst ihr jetzt alle genau so machen) und auch wie manche einfach beratungsresistent sind. Alles in allem war dieser Workshop für mich eine super Sache, ich habe viel gelernt, hatte eine dankbare Gruppe und freue mich auf weitere solche Termine.

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