Ratatouille

Meine erste Praktikantin!

Ich habe seit Anfang dieser Woche meine erste Praktikantin! Sie ist Schülerin und muss ein Betriebspraktikum absolvieren. Für zwei Wochen hat sie das große Vergnügen, mit uns im Büro zu sitzen und sehr viel zu lernen :-). Aber was???

Bei meinem Praktikum während der Schule, das ich in einem Reisebüro gemacht habe, durfte ich den ganzen Tag am Drucker stehen, die Tickets für die Expo 2000 ausdrucken und Kaffee kochen. Das war nicht so toll und ich habe mich tierisch gelangweilt.  Deshalb habe ich mir vorher Gedanken darüber gemacht, wo uns unsere Praktikantin unterstützen kann und welche sinnvollen Sachen sie aus ihrem Praktikum mitnehmen kann. Leider ist es so, dass sie sich für ein anderes Praktikum beworben hat und in ihrem gewünschten Gebiet nichts bekommen hat. Aus diesem Grund versuche ich, mehr oder weniger verwandte Themen zu finden und ihr auch was Neues zu zeigen und zu erzählen.

Kommunikationsdesign!? Das will sie später machen. Was ist das und was macht man damit? Und für mich stellt sich natürlich die Frage, was kann ich ihr an Aufgaben bieten? Ich kann ihr leider nichts über die Malerei, Druckgrafik, Bekleidungsphysiologie, Schmucktechnik oder das Sounddesign erzählen. Aber ich  kommuniziere viel in meinem Alltag und kann sie daran teilnehmen lassen :-). Also zeige ich ihr, wie man als Recruiter kommuniziert, welche Kanäle man dazu benötigt und mit welchen Kommunikationsproblemen man es tagtäglich zu tun hat. Dabei hoffe ich, dass sie sich nicht langweilt und vielleicht sogar etwas Nützliches mitnehmen kann. Nun hat sie bei uns schon gelernt, wie man einen Blogartikel schreibt und den im Blog einstellt – die Arbeit mit CMS ist spannend und macht Spaß. Hanna ist sehr clever und saugt die Informationen buchstäblich auf. Klick, klick und sie hat es schon ganz alleine gemacht und wartet auf die nächste Aufgabe. Heute habe ich mit ihr den kompletten Bewerbungsprozess durchgespielt. Wir haben gemeinsam Bewerbungen gelesen und sehr viele Fragen zum Lebenslauf, Anschreiben, Bewerbungsfoto, Arbeitszeugnis usw. geklärt. Sie fragt viel nach, was ich sehr gut finde, und schreibt fleißig mit, damit sie es in der Schule erzählen kann. So haben wir z.B. klären können, dass es nicht wichtig ist, dass Schülerpraktikanten Bewerbungsfotos machen müssen und dass keiner abgelehnt wird, weil er falsche Abstände oder unvollständige Betreffzeilen in seiner Bewerbung hat. Das AGG haben wir uns auch genauer angeschaut und auch geübt wie man einen Lebenslauf lesen muss und worauf man da achten sollte. Sie konnte heute also viel Wissenswertes rund um den Bewerbungsprozess mitnehmen – von der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite. Die nächsten Tage wird sie eine Artikelreihe zu ihrem Traumberuf starten. Damit sind Interviews und Recherche verbunden –  sie wird den Kommunikationsdesigner vorstellen und im besten Fall für sich herausfinden, ob das wirklich ihr Traumberuf ist. Es warten auf jeden Fall noch viele spannende Aufgaben auf sie und es macht auch mir Spaß, weil sie wissbegierig ist und mitmacht. Morgen kommt ihr Lehrer vorbei und ich bin schon ganz aufgeregt!

Über den Autor

Anna M

Anna war von März 2013 bis Ende 2014 im Bereich Recruiting bei uns tätig. Nach ihrem Magisterstudium in Slawistik, Romanistik und Auslandsgermanistik war sie zunächst als Vertrieblerin tätig. Am liebsten berichtete Anna über den Perspektivwechsel vom Bewerber zum Personaler und ihre oft amüsanten Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag.

1 Kommentar

  • Also persönlich habe ich schon sehr unterschiedliche Erfahrungen mit Praktikanten/-innen machen dürfen! In der Regel allerdings waren diese durchweg positiv… Drei Auszubildene habe bereits aus diesen Praktikanten gewinnen können… Und alle sind im Unternehmen geblieben und haben sich mehr als nur ein gutes „Investment“ herausgestellt!!! 😉

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