(Neue) Arbeitswelt

Bereit für die Weihnachtsfeier?

„… der ehrliche Brief an den Chef und das Engtanzen mit seiner Frau…“

Ob nun mit, so wie es Annett Louisan besingt, oder ohne Prosecco, so eine Weihnachtsfeier bietet viele Möglichkeiten Kollegen und Arbeitsumfeld kennenzulernen, aber eben auch das ein oder andere Fettnäpfchen mitzunehmen. Es gibt wohl kaum jemanden, der es bewusst darauf anlegt, sich im Rahmen der Weihnachtsfeier zu blamieren. Hört man sich aber mal so um oder denkt an eigene Feiern, fällt schon auf, dass solche Veranstaltungen irgendwie nach peinlichen Zwischenfällen schreien – für die eigene Person oder die lieben Kollegen.

Meine Vermutung ist ja, dass man in der Vorweihnachtszeit mit drohenden Jahresabschlüssen, Weihnachtspräsenteaktionen der Firma und dem Stress, für alle Mitglieder der Familie das passende Geschenk zu finden, den Alkohol nur angucken muss und schon lustige Gedankenblitze bekommt. Es gibt aber auch über den Alkoholkonsum hinaus Dinge, die man beachten sollte, um auch nach der Weihnachtsfeier Chef und Kollegen noch in die Augen sehen zu können.

Teilnahme

Es ist auf jeden Fall empfehlenswert, zur Weihnachtsfeier zu kommen. Auch wer keine Lust hat, den Abend mit den Kollegen zu verbringen, sollte zumindest für ein paar Stunden kommen. So ein Zusammenkommen ist zwar nicht jedermanns Sache, wer nicht kommt, wird aber schnell als arrogant abgestempelt. Dessen sollte man sich bewusst sein.

Kleidung

Nein, das wird jetzt kein Frauenproblem. Das Outfit, welches ihr auf der Weihnachtsfeier tragt, sollte wohl überlegt sein. Es sollte dem Anlass entsprechen (Theaterbesuch vs. Weihnachtsmarktbesuch) und nicht zu aufreizend sein – schließlich ist der Rahmen trotz aller Weihnachtlichkeit und Feierei noch ein geschäftlicher.

Etikette

Dieser Punkt zielt nicht nur auf die Menge des konsumierten Alkohols ab. Auch gewisse gesellschaftliche Normen sollten beachtet werden. Stürmt nicht als erstes das Buffet und packt die Teller randvoll, trinkt nicht mehr als ihr vertragt. Gegen ein Glas Wein ist nichts einzuwenden, um euch selbst vor Peinlichkeiten zu bewahren, sollte es aber auch nicht viel mehr sein. Ebenso gilt es im Umgang einige Punkte zu berücksichtigen. Die Feier ist, man kann es nicht oft genug sagen, auch wenn sie in der Freizeit stattfindet, nicht privat. Vergesst nicht euren Chef zu begrüßen, am besten noch vorm Lieblingskollegen. Signalisiert Offenheit dafür mit Kollegen, mit denen ihr weniger zusammen arbeitet, zu sprechen und geht nicht gleich zur Grüppchenbildung über. Der ein oder andere Chef beobachtet bei solchen Gelegenheiten auch die Manieren seiner Mitarbeiter.

Gesprächsthemen

Auch wenn es zu später Stunde ganz lustig und locker wird, die Weihnachtsfeier ist nicht der Ort für sensible Themen. Die Firmenhierarchie und das Thema Gehaltserhöhung sollten so wenig besprochen werden wie Krankheiten und zu negative Dinge. Haltet euch lieber beim Smalltalk über Urlaub, Restaurants oder ähnliches auf.

Der Morgen danach

Einige Firmen veranstalten ihre Weihnachtsfeier bereits Freitag, um „Krankmeldungen“ am folgenden Tag vorzubeugen. Solltet ihr unter der Woche feiern, bedenkt bereits am Abend, dass ihr am nächsten Morgen wieder zur Arbeit müsst. Krankmelden oder Späterkommen sorgen für Spott und ein schlechtes Bild, auch wenn der Abend vorher noch so schön war.

Trotz aller Dinge, die es zu beachten gilt, vergesst natürlich nicht, den Abend auch etwas zu genießen. Es ist ja auch der Jahresabschluss und den kann man ruhig feiern. Mein Chef hat übrigens eine schöne Frau. Mit ihr würde ich tanzen, bin aber natürlich froh, dass ich es bei unserer Weihnachtsfeier nicht getan habe. 😉

Über den Autor

Anna

Anna, unsere „Frau fürs Schöne“, war bis November 2016 verantwortlich für alles rund ums Personalmarketing. Als studierte Kommunikationswissenschaftlerin mit Nebenfach Psychologie kam sie 2013 zu uns ins Team. Seitdem berichtete sie über den Weg vom Berufsanfänger zum "Experten" und schrieb mit Einfühlungsvermögen über die Höhen und Tiefen bei der Jobsuche und im Arbeitsalltag. Im Büro versorgte Hobbyköchin Anna uns mit den neusten Rezepten, flotten Sprüchen und viel guter Laune.

1 Kommentar

  • Weihnachtsfeiern und generell betriebliche Feste und Ausflüge kommen mir manchmal wie so eine Art „Schaulauf“ vor. Jeder schaut genau, was der andere anhat, wie er sich verhält, wie der andere kommuniziert. Und am nächsten Tag wird dann unter den Kollegen detailgenau darüber diskutiert, was wem aufgefallen ist. Ich persönlich halte mich deshalb bei solchen betrieblichen Veranstaltungen eher im Hintergrund und versuche nicht irgendwie besonders aufzufallen. Aber eigentlich kann einem dieser Tratsch auch völlig egal sein, wichtig ist nur, sich selbst treu zu bleiben. Dazu fällt mir ein treffender Song von den Ärzten ein: „Lass die Leute reden…“ 😉

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