Körper, Geist & Job

Büroküche – Kampf der Titanen

Man ist fertig mit der Ausbildung oder dem Studium und dann beginnt schon die heiße Bewerbungsphase. Der Kopf raucht und die Zeit drängt. An was muss ich alles denken und welche Soft Skills muss angeben? Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Eigeninitiative, Teamfähigkeit? Ist das nicht alles selbstverständlich? Diese Eigenschaften werden im Berufsleben oft vergessen – vor allem wenn es um die Büroküche geht!

Büroküche – kein Platz für Teamplayer?!

Das kennt doch jeder! Schmutzige Tassen in der Spüle, keine Löffel mehr im Besteckkasten, der Tisch ist versifft und über den Kühlschrankinhalt muss man gar nicht erst reden… Dann will es auch niemand gewesen sein und keiner fühlt sich verantwortlich. Hört also in der Küche die Teamfähigkeit und der Zusammenhalt auf? Das Verantwortungsbewusstsein geht flöten und die Eigeninitiative scheint sich in der Luft aufgelöst zu haben, weil man ja denkt: „Der hat das auch nicht gemacht, wieso soll ich das jetzt machen?!“ Und so wird die Reaktionskette immer länger und länger und die Büroküche muss leiden. Der Geschirrspüler ist immer voll und nie an, die Tassen stapeln sich neben der Spüle und im Kühlschrank scheint etwas gestorben zu sein! Man vergisst ja auch manchmal, dass da noch eine offene Thunfischbüchse von letzter Woche steht oder das Mittagessen seit vielen Tagen auf einen wartet, da ein wichtiger Termin dazwischen kam und es leider ausfallen musste.

Wie in einer schlechten WG

Es ist doch eigentlich ganz einfach! Jeder macht sein Zeug weg und wenn man den letzten freien Platz im Geschirrspüler gefunden hat, macht man den halt an. Beim nächsten Mal ist man mit Ausräumen dran. Man wird doch nicht jeden Tag das Pech haben! Ich habe im Freundeskreis rumgefragt und unterschiedliche Geschichten gehört. In kleinen Unternehmen klappt es wohl wirklich mit der Einhaltung der Regeln – entweder macht jeder seins oder es gibt Küchendienst. Wie in einer WG. Man will sich doch wohl fühlen – außer man benimmt sich in der eigenen Küche genauso oder die Mutti/Freundin räumt alles hinterher. Die Situation in Gemeinschaftsküchen, die von mehreren Unternehmen genutzt werden, ist da etwas anders. Jeder, der hier im Turm arbeitet, kennt es allzu gut!

Büroküche sauber halten – ein wichtiges Soft Skill

Sollte man vielleicht in einem Vorstellungsgespräch gleich abfragen. Dass die Praktikanten nur zum Kaffee kochen da sind, ist ein altes und längst überholtes Klischee. Keiner würde sich damit zufrieden geben – man will doch was lernen!  Also, Kollegen! Ran an die Buletten und mithelfen! Nur so wird sich jeder wohlfühlen und es gibt keinen Streit!

Über den Autor

Anna M

Anna war von März 2013 bis Ende 2014 im Bereich Recruiting bei uns tätig. Nach ihrem Magisterstudium in Slawistik, Romanistik und Auslandsgermanistik war sie zunächst als Vertrieblerin tätig. Am liebsten berichtete Anna über den Perspektivwechsel vom Bewerber zum Personaler und ihre oft amüsanten Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag.

2 Kommentare

  • Das Problem ist auch bei uns bekannt. Wir haben uns dann mit dem Umzug ins B59 entschieden, einen Küchenplan einzuführen: Jeweils zwei Kollegen sind eine Woche lang für die Sauberkeit in der Küche zuständig. Danach wechselt das Team und übers Jahr verteilt sind alle Kollegen zwei bis dreimal mit dem Küchendienst betraut. So waren bei uns letztlich klar definierte Aufgaben und Verantwortlichkeiten der Schlüssel zu mehr Struktur in der Küche 😉

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