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Mobile Recruiting – was wäre wenn…

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Geschrieben von Anna M
Mobile Recruiting

Screenshot des Tools YouAreWhatYouLike

Wir alle wissen, wie schnell das World Wide Web ist und wie viele neue Entwicklungen es täglich gibt. Ein Ende ist noch lange nicht in Sicht – und das ist gut so! Natürlich hat die eine oder andere Neuheit ihre Tücken und die Kritiker lassen auch nicht lange auf sich warten. Datenschutzskandale überschlagen sich parallel zu Erneuerungen und es wird nicht langweilig. Mobile Recruiting ist auch am Rotieren und es kommen immer wieder neue Features und Tools.

X, Y, Z …was kommt danach?

Unsere Profile hinterlegen wir auf vielen Webseiten – Facebook, Instagram, XING, LinkedIn, Pinterest usw. die Liste ist endlos. Und wie wir schon erfahren haben, gibt es Unternehmen, die schon ab zwei Profilen im Social Media sofort Abstand vom Bewerber machen. Diese Ausschließung funktioniert schon kaum bei der Generation Y – hier verliert man mit diesem Verfahren höchstwahrscheinlich einen großen Teil an qualifizierten Kandidaten. Wie soll das dann bei der Generation Z funktionieren? Gar nicht! Diese Spezies kennt überhaupt keine Welt ohne Smartphones und Tablets. „Wie? Du hast kein Profil bei Facebook? Was bist du denn für einer?“ Ganz nach dem Motto YOLO!

Du bist, was du „likest“

Wir werden gescannt, gescreent und analysiert. Amazon kennt unsere Einkaufsgewohnheiten, unterschiedliche Smartdevices unsere Körperfunktionen und mit Hilfe der CheckIns bei Foursquare braucht kein Gerichtsmediziner mehr unseren Mageninhalt zu analysieren, wenn uns was Schlimmes passiert. Das Mobile Recruiting schließt sich dem Trend an und Tools wie YouAreWhatYouLike können angeblich ein detailliertes Urteil über deine Persönlichkeit geben und die Auswertung wird als Einstellungskriterium in einigen Ländern bereits einbezogen. Wir haben es natürlich auch ausprobiert! Hier werden deine Likes bei Facebook ausgewertet und du musst nicht mehr zum Psychologen gehen – super! Bei mir hat es leider nicht geklappt, dafür bin ich nicht aktiv genug bei Facebook, aber meine Kollegin hatte das Glück eine ausführliche Persönlichkeitsbeschreibung zu bekommen und endlich zu erfahren, wer sie ist:

Mobile Recruiting

Screenshot des Tools YouAreWhatYouLike

 

Mobile Recruiting

Mobile Recruiting – die Zukunft oder Unsinn?

Also ist es gar nicht so abwegig, dass Facebook mit dem Kauf von Whatsapp solche Tools auch für das Mobile Recruiting einsetzt. Als ein richtig guter Aprilscherz wurde vor einigen Tagen die Idee geboren, Jobangebote per Whatsapp auf Basis von Chatanalysen und Gefällt mir-Angaben den Usern zuzusenden. Das heißt also, wenn ich mich mit meiner Freundin über Kochrezepte per Whatsapp unterhalte und Fotos von kürzlich kreierten Gerichten auf Facebook poste, kriege ich ein Jobangebot in einem der Restaurants von Jamie Oliver, schließlich habe ich ja seinen Blog abonniert und die Jamie Oliver App auf meinem iPhone. Das könnte sehr amüsant werden und die Idee lässt sich auch endlos weiterspinnen. Ich bin mir aber sicher, dass ganz bald ähnliche Tools wirklich eingesetzt werden und wir per Klick unseren Job von einem Tag auf den anderen wechseln können. YOLO!

Über den Autor

Anna M

Anna war von März 2013 bis Ende 2014 im Bereich Recruiting bei uns tätig. Nach ihrem Magisterstudium in Slawistik, Romanistik und Auslandsgermanistik war sie zunächst als Vertrieblerin tätig. Am liebsten berichtete Anna über den Perspektivwechsel vom Bewerber zum Personaler und ihre oft amüsanten Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag.

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