IT & Technik

Fachkräftemangel in der IT – Neue LinkedIn Studie

LinkedIn Studie, Fachkräftemangel, Quelle: LieC/pixelio.de
Geschrieben von Viktoria

Der Wettbewerb verlagert sich ins Ausland

Immer mehr mittelständige Unternehmen haben sich in den vergangenen Monaten der Rekrutierung von Fachkräften aus dem Ausland gewidmet. Das Businessnetzwerk LinkedIn führte dazu vor kurzem eine Studie durch.

Vor allem nach Mitarbeitern aus IT und Telekommunikation scheint man sich intensiv im EU-Ausland umzusehen.
Am heimischen Markt finden 61 % der in der Studie befragten Mittelständler nicht ausreichend qualifizierte Mitarbeiter. Auch planen 42 % der Großunternehmen, mehr ausländische Mitarbeiter einzustellen. Laut folgender, grafischer Veranschaulichung ziehen über ein Viertel der Unternehmen Programmierer leichter aus dem Ausland heran.

Ist der Grund dafür eine Ebbe der Branche oder müssen die inländischen Spezialisten tatsächlich ihre Kompetenzen gegenüber den ausländischen Wettbewerbern ausbauen?

LinkedIn Studie, Migration Study, Infografik

Die Pressemeldung zur Studie findet ihr hier.

Eine weitere Grafik zu den Top-Fähigkeiten der Länder in Europa findet ihr außerdem bei LinkedIn. Deutschland ist hier vor allem im Projektmanagement und (Online) Marketing führend, weniger im IT-Bereich. Letzteres deckt sich wiederum mit den Studienergebnissen.

Wie ist eure Empfinden? Deckt die Studie ab, was sich in euren (Berufs-)Umfeld abspielt? Wir freuen uns auf eure Kommentare.

Über den Autor

Viktoria

Viktoria ist seit September 2015 Praktikantin bei uns. Sie studiert im Bachelor Wirtschaftswissenschaften und Soziologie. Vicki, wie wir sie nennen dürfen, unterstützt uns im Recruiting und im Personalmarketing - und versorgt uns natürlich mit Blogartikeln, in denen sie ihre Sicht der Dinge auf Studium, Informatik und Arbeitswelt schildert.

4 Kommentare

  • Das Problem ist doch nicht, dass es keine Fachkräfte per se gibt, sondern deren Verteilung. Noch dazu möchte ich als potentieller Arbeitnehmer eine angemessene Stelle haben. Wenn mich ein Mittelständler trotz jahrelanger Erfahrung in dem Bereich, den er sucht, mit bspw. 40-50k€ p.a. abspeisen will, brauche ich dort nicht anzufangen. Offenbar wird meine Arbeit dort nicht wertgeschätzt.
    Weiter sollte sich ein AG in Teilen auch selbst an die Nase fassen, wenn es um Fachwissen geht. Wenn ich nicht bereit bin meine Mitarbeiter weiterzuentwickeln, brauche ich mich nicht zu wundern, wenn ich kein Know-How in der Firma habe oder gar es nach und nach abfließt.

    Sicherlich kann man dem AG nicht allein die Schuld zuweisen, das wäre ja auch zu schön. Einen wirklichen „Mangel“ an Fachkräften, wie er gern propagiert wird, gibt es aber nicht.

  • Guten Morgen, Viktoria!
    Ich finde dieses Thema sehr interessant und überaus wichtig. Leider kann ich die Links nicht öffnen. Wäre es für dich vielleicht möglich, einen anderen Link zur Studie einzustellen, Viktoria? Das wäre ganz toll!

    Ich bin dir im Voraus dankbar!

    Mit freundlichen Grüßen

    Marina Decker

    • Hallo Marina,

      wir haben die Links noch einmal angeschaut. Eigentlich müssten jetzt alle funktionieren, wenn du deinen Browser aktualisierst. Die Studie selbst kann man bei LinkedIn unter dem angegebenen Link downloaden. VG

  • Ein weiteres Problem ist doch sicherlich, was die Unternehmen wollen. Die Universitäre Ausbildung in Deutschland wird selbst von Ausländischen Studenten aus vielen Herkunftsländern sehr geschätzt. Wenn dann im Ergebniss die Unternehmen die Fachkräfte aus dem Ausland anwerben, dann läuft hier etwas gewaltig schief. Dann wird nicht nur die langjährige Erfahrung von Mitarbeitern, sondern auch die Qualität der Universitären Ausbildung nicht wertgeschätzt.

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