Bewerbung & Interview

Erfolg mit der i-Bewerbung

Initiativbewerbung, loufre/pixabay.com
Geschrieben von Gastautor

Sie sind auf Stellensuche und frustriert über die Absagen, die in Ihrem Briefkasten und in Ihrem E-Mail-Postfach landen? Verständlich – denn so etwas nagt am Selbstwertgefühl.

Kann es sein, dass Sie sich ausschließlich auf konkrete Stellenangebote bewerben, wo Ihre Fähigkeiten und Kenntnisse passgenau auf die Stellenausschreibung zutreffen müssen? Wie viel Bewerbungen dieser Art versenden Sie im Monat? Wie viel Stellenausschreibungen passen genau auf Ihr Profil? Beide Zahlen, die Sie auf die vorgenannten Fragen nennen, werden nicht allzu hoch sein.

Sie sollten umdenken und neue Wege beschreiten. Versuchen Sie doch, Ihre nächste Stellenbewerbung initiativ auf dem verdeckten Stellenmarkt zu platzieren! Initiativbewerbung und verdeckter Stellenmarkt – das hört sich im Moment wahrscheinlich etwas unverständlich für Sie an, deshalb erklären wir Ihnen das gern!

Beginn einer neuen, erfolgreichen Bewerbungsform

Sie überdenken Ihr bisheriges Bewerbungsschreiben und formulieren es ein wenig um. Denn Sie werden sich nicht mehr um eine konkrete Stelle bewerben und müssen deshalb auch nicht aufzählen, wie sehr Ihre eigenen Fähigkeiten zu diesem Angebot passen. Mit Ihrer Initiativbewerbung (nachfolgend i-Bewerbung genannt) erstellen Sie ein Werbeschreiben für sich selbst. Sie heben Ihre Vorzüge hervor, präsentieren kurz Ihre wichtigsten Hard- und Softskills und wecken im Arbeitgeber den Wunsch, Sie kennenlernen zu wollen. Unabhängig davon, ob derzeit ein konkreter Bedarf besteht oder nicht!

Das funktioniert nicht? Sie können sicher sein, dass diese Art der Bewerbung viel mehr Erfolg hat, als Sie sich im Moment vielleicht vorstellen können. Mit der i-Bewerbung werden nämlich die Positionen angesprochen, die sich auf dem verdeckten Stellenmarkt befinden und die nicht öffentlich zugänglich sind. Ein weiterer Vorteil ist, dass Ihre klassische Bewerbung nicht auf einem Stapel mit anderen Bewerbern landet, sondern dass Ihre i-Bewerbung im Moment des Eintreffens einzigartig und konkurrenzlos ist.

Das richtige Timing

Stellen Sie sich vor, die Firma XY erhält die Kündigung eines ihrer Mitarbeiter und schreibt diese Stelle zunächst einmal nicht in Stellenportalen oder Zeitungsanzeigen aus. (Das kann mehrere Gründe haben – angefangen vom Zeitmangel bis hin zu positiven Erfahrungen in einer internen Besetzung.) In diesem Stadium landet Ihre ansprechende Initiativbewerbung auf dem Schreibtisch des Personalchefs. Er kann sich gut vorstellen, diesen Bewerber/diese Bewerberin in seinem Unternehmen einzusetzen und vergibt einen Termin zum Vorstellungsgespräch. Hier hat der oder die Stellensuchende schon die ersten Pluspunkte:
Er/Sie hat Initiative gezeigt, indem er sich aktiv beworben hat und mit seinen tatsächlichen Fähigkeiten beeindruckt. Selbst wenn diese i-Bewerbung nicht zum Erfolg führt, werden die Unterlagen wahrscheinlich im Bewerberpool landen.

Wussten Sie schon, dass auf dem verdeckten Stellenmarkt deutlich mehr Arbeitsplätze vergeben werden, als auf dem offenen Stellenmarkt? Rund zwei Drittel der offenen Stellen werden hier vergeben und somit kann man sich leicht ausrechnen, um wieviel höher die Chancen einer I-Bewerbung im Vergleich zur klassischen Bewerbung sind.

Initiativbewerbung, verdeckter Stellenmarkt, Quelle: I P S E R, Inter PERSONAL Service

Wie groß ist der verdeckte Stellenmarkt?

 

Initiativbewerbung ohne Recherche

Eine für Sie erfolgreiche Form der I-Bewerbung kann die Initiativbewerbung ohne Recherche sein. Man kann sich bewerben, ohne viel Zeit für eine umfangreiche Informationsbeschaffung zu investieren. Statt nach Unternehmensinformationen zu suchen, wie zum Beispiel nach Fakten und der Geschichte des jeweiligen Unternehmens, sucht man mit der Initiativbewerbung ohne Recherche, der so genannten „i-Bewerbung“ – nur nach den E-Mailadressen der Unternehmen. Diese Firmen sollten sich in der Branche und im gewünschten PLZ-Bereich befinden, in der ein Arbeitsplatz gesucht wird, das reicht vollkommen. Genau das ist der entscheidende Unterschied. Man kann innerhalb nur einer Stunde händisch ca. 50 – 100 passende E-Mailadressen finden. Es wird nur noch eine Initiativbewerbung formuliert und diese an die ermittelten E-Mailadressen gesendet.

Erhält man nach dem Versenden der E-Mails positive Rückmeldungen, wie z. B. eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch, hat man immer noch die Möglichkeit, Informationen über das Unternehmen zu sammeln, um sich auf das Gespräch vorbereiten zu können. Denn jetzt kann man sicher sein, dass Sie diese Informationen benötigt werden und erst jetzt ist der Zeitaufwand, sich diese zu beschaffen, lohnend.

klassische vs. Initiativbewerbung, Quelle: I P S E R, Inter PERSONAL Service

Mehr Informationen zu dieser Thematik finden Sie unter https://initiativbewerbungen.com

Über den Autor

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1 Kommentar

  • Ich bin ein großer Freund von Initiativbewerbungen, alleine schon deshalb, weil die Bewerbung nicht mit hunderten anderen Bewerbungsmappen auf dem Schreibtisch des Entscheiders landet. Eine Initiativbewerbung erfährt daher in den meisten Fällen deutlich mehr Aufmerksamkeit. So haben Sie über eine Initiativbewerbung viel eher die Chance, zu überzeugen.

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