{"id":12381,"date":"2014-05-06T08:09:59","date_gmt":"2014-05-06T06:09:59","guid":{"rendered":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/?p=12381"},"modified":"2016-06-16T15:55:04","modified_gmt":"2016-06-16T13:55:04","slug":"grossraumburo-grossbelastung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2014\/05\/grossraumburo-grossbelastung\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfraumb\u00fcro = Gro\u00dfbelastung?!"},"content":{"rendered":"<p>Letzte Woche Freitag, Br\u00fcckentag, die Ruhe. War das sch\u00f6n! Ich konnte fast meine Gedanken h\u00f6ren, das war beinahe schon wieder unangenehm. \ud83d\ude42 Wir sitzen hier nicht wirklich in einem Gro\u00dfraumb\u00fcro, aber durch offene T\u00fcren kommen wir auf 7 oder mehr Personen in direkter Sicht- und H\u00f6rweite. Klingelt dann, wie gew\u00f6hnlich, bei allen gleichzeitig das Telefon, wird\u2019s mit dem klar Denken und Verstehen schon mal schwierig. Allein der Ger\u00e4uschpegel, wenn alle Tippen und\/oder mit Unterlagen \u201erascheln\u201c ist f\u00fcr mich manchmal schon st\u00f6rend. Wie muss das erst in einem richtigen Gro\u00dfraumb\u00fcro sein, wie es sie in vielen Konzernen gibt? Hat das auch Vorteile so zu arbeiten?<\/p>\n<p>Ich sehe spontan keine Vorteile in Gro\u00dfraumb\u00fcros. Die Tatsache, dass Temperatur-, Geruchs- und Lautst\u00e4rkeempfinden so stark variieren (mir fallen da Kollegen ein, die noch im T-Shirt sitzen, wenn ich schon blaue Finger habe oder Szenarien, von Leuten, die Mettwurstbrote am Platz essen) macht es mir schwer, etwas Positives zu sehen. Ich m\u00f6chte Gro\u00dfraumb\u00fcros jetzt nicht verteufeln. Die Schwierigkeiten, die sich hier ergeben, k\u00f6nnen auch schon in normalgro\u00dfen B\u00fcros mit mehr als 2 Personen entstehen.<\/p>\n<h3>Nachteile von gr\u00f6\u00dferen und Gro\u00dfraumb\u00fcros<\/h3>\n<ul>\n<li>Man h\u00f6rt ALLES mit <i>(auch die privaten Telefonate von Leuten, die da keinen Unterschied machen)<\/i><\/li>\n<li>Man wird von allen geh\u00f6rt <i>(auf kleine Fehler, wie z.B. Versprecher, weist manch einer gern wieder und wieder und\u2026 hin)<\/i><\/li>\n<li>Mit jeder Person steigt der nat\u00fcrliche Ger\u00e4uschpegel <i>(ja, atmen und sich bewegen m\u00fcssen alle)<\/i><\/li>\n<li>\u201eKannst du mal hier\u2026\u201c &#8211; Gefallen nehmen schnell mal \u00fcberhand<\/li>\n<li>Alles geh\u00f6rt irgendwie allen <i>(ich teile gern meine Stifte, nicht falsch verstehen, durch Raumgr\u00f6\u00dfe und Offenheit sinkt bei manchem aber schnell mal die Hemmung, auch andere Dinge zu nehmen)<\/i><\/li>\n<li>Letzteres f\u00fchrt nicht zuletzt zu einem Abschirmverhalten <i>(mein Tanzbereich\/dein Tanzbereich)<\/i><\/li>\n<li>\u2026 und die psychologische Kiste (\u201eich f\u00fchle mich beobachtet\u201c o_O) spielt bestimmt auch irgendwo mit rein\u2026<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn ich mir das so ansehe, frage ich mich, wie ich das \u00fcberhaupt aushalte?! Scherz! \ud83d\ude00 Bei genauerer Betrachtung gibt es auch Dinge, die ich in meinem Arbeitsalltag nicht mehr missen m\u00f6chte.<\/p>\n<h3>Vorteile der Arbeit in gr\u00f6\u00dferen und Gro\u00dfraumb\u00fcros<b> <\/b><\/h3>\n<ul>\n<li>Wissensaustausch \u2013 je mehr Menschen, desto mehr Ideen<\/li>\n<li>kurze Entfernungen \u2013 \u00a0Probleme k\u00f6nnen schnell gel\u00f6st oder zumindest angegangen werden<\/li>\n<li>emotionale Unterst\u00fctzung \u2013 nach einem mies gelaufenen Telefonat wirkt ein \u201eKopf hoch\u201c aus der anderen Ecke des Zimmers manchmal Wunder<\/li>\n<li>technische Unterst\u00fctzung \u2013 irgendeiner findet das Kabel schon<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mancher Faktor mag banal klingen, aber letztlich muss man das Beste aus der Situation machen. Gerade eigenes Empfinden und Einstellungen bestimmen dar\u00fcber, ob man im direkten Umfeld von (vielen) anderen arbeiten kann. Sich das positive ab und zu bewusst zu machen, ist also nicht verkehrt. Au\u00dferdem kann oder sollte man sich auch selbst etwas anpassen. An einer guten (Arbeits-)Atmosph\u00e4re m\u00fcssen alle mitwirken.<\/p>\n<h3>Tipps f\u00fcr ein besseres Arbeiten im Gro\u00dfraumb\u00fcro<\/h3>\n<ul>\n<li>sagen was st\u00f6rt &#8211; \u00a0es bringt nichts, alles in sich hineinzufressen und dann auszurasten, ein Hinweis gen\u00fcgt manchmal schon und der Brotbelag wird ausgetauscht<\/li>\n<li>generell: reden \u2013 konkrete Regeln und Zeitpl\u00e4ne zu besprechen (z.B. nach dem Essen l\u00fcften oder gar nicht im B\u00fcro essen, f\u00fcr Privates den Raum verlassen\u2026), erleichtern die Zusammenarbeit<\/li>\n<li>die Ausr\u00fcstung macht den Tag \u2013 seit ich eine \u201eB\u00fcro-Strickjacke\u201c habe, ist die Temperatur nicht mehr sooo ein Problem und auch Kopfh\u00f6rer erweisen sich als hilfreich<\/li>\n<li>das eigene Verhalten pr\u00fcfen \u2013 ein Gefallen wird nicht nur schnell mal eingeholt, man selbst neigt vielleicht auch unbewusst dazu\u2026<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn jeder zum Funktionieren beitr\u00e4gt, klappt es. Muss es auch. Und mal ehrlich, die eine oder andere lustige Situation w\u00e4re uns bestimmt entgangen, wenn jeder allein in einem Zimmer sitzen w\u00fcrde. H\u00f6hen und Tiefen gibt es \u00fcberall, man muss das Beste daraus machen\u2026<\/p>\n<p>Habe ich was vergessen? Habt ihr noch Ideen, die die Zusammenarbeit verbessern oder habe ich vielleicht irgendwelche Vorteile\/Nachteile \u00fcbersehen? Schreibt gern eure Meinung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letzte Woche Freitag, Br\u00fcckentag, die Ruhe. War das sch\u00f6n! Ich konnte fast meine Gedanken h\u00f6ren, das war beinahe schon wieder unangenehm. \ud83d\ude42 Wir sitzen hier nicht wirklich in einem Gro\u00dfraumb\u00fcro, aber durch offene T\u00fcren kommen wir auf 7 oder mehr Personen in direkter Sicht- und H\u00f6rweite. 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