{"id":12674,"date":"2014-06-27T08:14:02","date_gmt":"2014-06-27T06:14:02","guid":{"rendered":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/?p=12674"},"modified":"2017-09-22T16:56:22","modified_gmt":"2017-09-22T14:56:22","slug":"urlaubswunsche-beantragen-aber-wie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2014\/06\/urlaubswunsche-beantragen-aber-wie\/","title":{"rendered":"Urlaubsw\u00fcnsche beantragen \u2013 aber wie?"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_12675\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Urlaubsantrag.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-12675\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-12675\" src=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Urlaubsantrag.jpg\" alt=\"Urlaubsantrag\" width=\"200\" height=\"200\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-12675\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: http:\/\/www.disponic-blog.de\/2014\/01\/padis-urlaubsantrage\/<\/p><\/div>\n<p>Die Urlaubssaison hat begonnen, bald fangen auch die Schulferien an, manche Urlaube sind gebucht, manche werden spontan geplant , aber zun\u00e4chst einmal f\u00e4ngt die Planung, bevor das ganze famili\u00e4re Organisationsged\u00f6ns so richtig startet, mit dem \u201eJA\u201c vom Chef oder von der Chefin an. Doch wie stellt man es richtig an, welche Organisationsformen innerhalb der Unternehmen gibt es zu diesem Thema und wie kann ich \u2013 nach Genehmigung vom Urlaubsantrag \u2013 sicher gehen, den Urlaub auch wirklich antreten zu k\u00f6nnen?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Kommen wir gleich zum &#8222;Wie stellt man es mit dem Urlaubsantrag richtig an?&#8220;: \u00a0Am besten sollte man seine Urlaubstage dann beantragen, wenn die Stimmung gut ist, positive Arbeitsergebnisse erzielt wurden oder man gerade vom Chef lobende Worte einkassiert hat. Insbesondere dann ist die Wahrscheinlichkeit, auch l\u00e4ngere Urlaube akzeptiert oder genehmigt zu bekommen, um einiges h\u00f6her. Es kommt &#8211; wie eigentlich immer &#8211; beim Urlaubsantrag auf das richtige Timing an. L\u00e4ngerfristiges Planen und fr\u00fches Beantragen des Urlaubs ist nat\u00fcrlich f\u00fcr Chef und Kollegen immer angenehmer. Bei beliebten Terminen wie Schulferien, Br\u00fcckentagen und Weihnachten geh\u00f6rt es sich, wie ich finde, vor dem eigentlichen Antrag immer die Kollegen zu befragen, ob es f\u00fcr das Team in Ordnung w\u00e4re oder ob jemand einen dringlicheren Grund hat als man selbst, die Urlaubsplanung vorzuziehen. Die Devise &#8222;Wer zuerst kommt, mahlt zuerst&#8220; hat zwar seine Berechtigung, aber die Urlaubsplanung kann zwischenmenschliche Beziehungen unter den Kollegen ordentlich belasten &#8211; auch beim Urlaubsantrag.<\/p>\n<p>Klar ist, dass ein Urlaubsantrag schriftlich festgehalten und vom Arbeitgeber genehmigt werden sollte, um sp\u00e4teren Missverst\u00e4ndnissen aus dem Weg zu gehen. Keine gute Idee ist beispielsweise das System, dem Chef eine E-Mail zuzusenden und wenn dieser sich nicht meldet, gilt der Urlaub als best\u00e4tigt. Eine meiner Ansicht nach wirklich gute L\u00f6sung ist es, eine (nat\u00fcrlich nur von autorisierten Personen ver\u00e4nderbare) Excel-\u00dcbersicht zentral einsehbar zu haben, um \u00dcberschneidungen mit anderen Urlaubspl\u00e4nen von Kollegen auf den ersten Blick erkennen zu k\u00f6nnen. Dar\u00fcberhinaus sollte ein <span style=\"text-decoration: underline;\">Ordner mit Antr\u00e4gen<\/span> existieren, in dem<\/p>\n<ul>\n<li>der\u00a0gew\u00fcnschte Zeitraum,<\/li>\n<li>die genommenen Urlaubstage,<\/li>\n<li>die restlichen Urlaubstage,<\/li>\n<li>die Vertretung samt Unterschrift und<\/li>\n<li>die Genehmigung des Chefs hervorgeht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wie kann man nun sicher gehen, den bereits genehmigten Urlaub auch tats\u00e4chlich antreten zu d\u00fcrfen? Prinzipiell darf der Arbeitgeber laut Arbeitsrecht den einmal genehmigten Urlaub nicht zur\u00fcckziehen; es sei denn, die Existenz der Firma h\u00e4ngt von einem wichtigen Auftrag, der nur durch die T\u00e4tigkeit des jeweiligen Arbeitnehmers erf\u00fcllt werden kann, ab. In diesem Fall ist der Arbeitgeber nach Arbeitsrecht allerdings dazu verpflichtet, bereits bezahlte Urlaube oder f\u00e4lligen Schadensersatz wegen Sch\u00e4den aus der nicht angetretenen Reise zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Nach diesem ernsten Absatz folgt nun noch eine passende Kurzgeschichte meines Lieblingsschriftstellers \u2013 Martin Suter. So sollte es auf keinen Fall laufen\u2026 Viel Spa\u00df beim Lesen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Held der Arbeit, R\u00e4ber<\/p>\n<p>&#8222;In den Ferien?\u201c Ein ungl\u00e4ubiges L\u00e4cheln macht sich auf Fred L. Hubers (Pr\u00e4sident, CEO) Gesicht breit. \u201eSie meinen, Sie befinden sich n\u00e4chste Woche in den Ferien? Ich habe Sie richtig verstanden, n\u00e4chste Woche, so kurzfristig?\u201c Dann \u00e4ndert sich sein Ausdruck, er mustert R\u00e4ber pl\u00f6tzlich besorgt. \u201eSie sind doch nicht etwa krank, Michel?\u201c<\/p>\n<p>\u201eNein, nein, ich bin okay. Es handelt sich um normale Ferien. Seit letztem Dezember auf der Ferienliste.\u201c<\/p>\n<p>Hubers Augen ruhen lange auf seinem Verkaufsdirektor. Ohne Vorwurf, ohne Tadel, aber voll tiefer Traurigkeit. Dann rei\u00dft er siennen Blick los, schweift langsam \u00fcber den schwarzen Eschenkorpus, die Ledersitzgruppe, die Flip-Chart. Wo bin ich, Fremder unter Fremden? Wie lange schon? Wie lange noch?<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich seufzt er: \u201eNormale Ferien. Aha. Normale Ferien.\u201c<\/p>\n<p>R\u00e4ber rutscht unbehaglich auf seinem Fauteuil. \u201eIch habe noch \u00fcber 20 Tage vom letzten Jahr\u201c, sagt er und k\u00f6nnte sich ohrfeigen f\u00fcr den defensiven Tonfall.<\/p>\n<p>\u201eAber ich bitte Sie, Michel. Sie brauchen sich doch nicht zu entschuldigen.\u201c Huber strahlt G\u00fcte aus, Verst\u00e4ndnis, V\u00e4terlichkeit. \u201eJeder hat Anspruch auf seine Ferien.\u201c Er gib sich einen Ruck, macht eine verkrampft wegwerfende Handbewegung und l\u00e4chelt tapfer: \u201eDann verschieben wir das doch einfach auf die \u00fcbern\u00e4chste Woche.\u201c<\/p>\n<p>R\u00e4ber schweigt betreten. Ein schrecklicher Verdacht bem\u00e4chtigt sich Hubers. \u201eSagen Sie blo\u00df, Sie planen 2 Wochen, Michel.\u201c<\/p>\n<p>\u201eNeinnein!\u201c, ruft R\u00e4ber aus, \u201eneinnein!\u201c Huber atmet auf. \u201eDrei Wochen, eigentlich\u201c stammelt R\u00e4ber, \u201edrei Wochen, urspr\u00fcnglich, also geplant, ehem.\u201c<\/p>\n<p>In diesem Moment schiebt sich eine schwarze Wolke vor die Abendsonne und verschluckt die langen Schatten auf dem mausgrauen Velours der F\u00fchrungsetage. Und mit der Dunkelheit breitet sich eine unheilvolle Stille \u00fcber den beiden M\u00e4nnern aus.<\/p>\n<p>Huber st\u00fctzt die Stirne in die flache Rechte. Weint er?<\/p>\n<p>Dann, nach einer Ewigkeit:<\/p>\n<p>\u201eMichel?\u201c \u201eJa, Chef?\u201c \u201eMichel, haben Sie famili\u00e4re Probleme?\u201c \u201eNein, wieso?\u201c \u201eEs ist nicht gut f\u00fcr die Unternehmung, wenn ihr Management famili\u00e4re Probleme hat.\u201c \u201eIch habe keine famili\u00e4ren Probleme, wir wollten nur drei Wochen ans Meer, urspr\u00fcnglich.\u201c \u201eUnd das sollen Sie auch, Michel, das sollen Sie auch. Ich mache pers\u00f6nlich ihre Ferienabl\u00f6sung. Die Familie geht vor.\u201c<\/p>\n<p>Huber z\u00fcckt eine F\u00fcllfeder, legt seinen Schreibblock zurecht. \u201eBriefen Sie mich, Michel, was sind ihr Pendenzen?\u201c<\/p>\n<p>Am gleichen Abend bringt R\u00e4ber seiner Frau einen Strau\u00df Rosen heim. \u201eIst wieder etwas mit den Ferien?\u201c, fragt sie in der K\u00fcche, als die Stengel schr\u00e4g anschneidet und ihn die Kinder aus grellen Pyjamas misstrauisch mustern. \u201eIch kann nur eine Woche.\u201c \u201eWarum?\u201c \u201eDer Chef meint sonst, ich h\u00e4tte famili\u00e4re Probleme.\u201c<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Urlaubssaison hat begonnen, bald fangen auch die Schulferien an, manche Urlaube sind gebucht, manche werden spontan geplant , aber zun\u00e4chst einmal f\u00e4ngt die Planung, bevor das ganze famili\u00e4re Organisationsged\u00f6ns so richtig startet, mit dem \u201eJA\u201c vom Chef oder von der Chefin an. 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