{"id":12695,"date":"2014-07-02T08:04:35","date_gmt":"2014-07-02T06:04:35","guid":{"rendered":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/?p=12695"},"modified":"2021-01-28T14:57:49","modified_gmt":"2021-01-28T13:57:49","slug":"ein-jahr-berufstatig-alles-routine-und-doch-noch-alles-neu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2014\/07\/ein-jahr-berufstatig-alles-routine-und-doch-noch-alles-neu\/","title":{"rendered":"Ein Jahr berufst\u00e4tig \u2013 alles Routine und doch noch alles neu?!"},"content":{"rendered":"<p>Ich hatte im letzten Monat einen Jahrestag. Einen ersten, um genau zu sein. Ich bin seit 12 Monaten so richtig echt berufst\u00e4tig und kann nun auf mein erstes Jahr am St\u00fcck mit 40-Stunden-Wochen, Meetings, Urlaubsantr\u00e4gen, bzw. eine im Vergleich zu vorher stark begrenzte Anzahl von Urlaubstagen, und (irgendwie auch) Verantwortung zur\u00fcckblicken. Hat sich etwas ver\u00e4ndert? Habe ich mich ver\u00e4ndert? Nein, ich bin ja noch ich. Und doch ja, allumfassend.<\/p>\n<h2>Was ist jetzt so anders?<\/h2>\n<p>Zun\u00e4chst genie\u00dfe ich noch immer dieses Gef\u00fchl. Wisst ihr welches? Nicht mehr nur eine Nummer im gro\u00dfen H\u00f6rsaal zu sein, Geld zu verdienen und zu \u201earbeiten\u201c. Das Studium war sch\u00f6n, mit all seinen Erfahrungen und Eindr\u00fccken, aber das jetzt ist es auch. Man ist nicht mehr ein ganz kleines Teil von einer gro\u00dfen Masse, sondern Ansprechpartner\/Verantwortlicher f\u00fcr ein bestimmtes Aufgabengebiet. Und irgendwie ist man auf einmal \u201erichtig erwachsen\u201c oder naja, sollte es sein. \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Ich habe mich an das Berufsleben gew\u00f6hnt. Der Tag beginnt fr\u00fcher, ist anders und mehr strukturiert sowie m\u00fcdigkeitsbedingt eher zu Ende. Wochenenden k\u00f6nnen anders geplant werden, weil nichts auf dem Schreibtisch daheim liegt, dass bis zu einem bestimmten Abgabetermin fertig sein muss.<\/p>\n<p>Freizeit ist zu einem kostbaren Gut geworden. Sie muss sorgf\u00e4ltig aufgeteilt werden zwischen Zeit mit Familie\/Freunden und Zeit f\u00fcr sich selbst. Kleinigkeiten (wie z.B. tags\u00fcber in einem Caf\u00e9 zu sitzen) haben an Bedeutung gewonnen und der Fokus f\u00fcr das, was wichtig ist, hat sich irgendwie ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Genauso, wie Freundschaften. Verst\u00e4ndnis hat mehr bzw. nur, wer selbst berufst\u00e4tig ist und mit Ehrgeiz an seine Aufgaben geht. Freunde, die noch studieren verstehen meist nicht, dass man nach Feierabend nicht jeden Tag\u00a0 gro\u00df motiviert ist, noch etwas zu unternehmen und auch viele der Wochenendn\u00e4chte zum Schlafen braucht. Auch die Gespr\u00e4chsthemen \u00e4ndern sich. Nat\u00fcrlich ist man geneigt, \u00fcber Arbeitsthemen zu sprechen, schon allein um diese zu verarbeiten. Das Umfeld und die Kontakte ver\u00e4ndern sich hierdurch mit und nicht nur weil man nun viel mehr Zeit mit Kollegen und Personen aus dem beruflichen Umfeld zu tun hat.<\/p>\n<h2>Was hat sich noch in einem Jahr ver\u00e4ndert?<\/h2>\n<p>Nun ja, Dinge, die mir anf\u00e4nglich noch ein mulmiges Gef\u00fchl bereitet haben, sind zur Routine geworden. Mich am Telefon mit dem Firmennamen zu melden und vorzustellen, geht mir leicht \u00fcber die Lippen \u2013 mittlerweile muss ich aufpassen, dass ich mich zu Hause nicht so melde. \ud83d\ude00 Ich plane meine Tages- und Wochenabl\u00e4ufe, lasse Rechnungen stellen und vertrete uns auf Messen, ohne jeden Schritt vor seiner Ausf\u00fchrung extra noch 1000mal zu durchdenken und die Richtigkeit zu hinterfragen.<\/p>\n<p>Pausen mache ich viel bewusster. Ein Projekt ist nicht so einfach abzuschlie\u00dfen, wie ein Semester oder eine Hausarbeit bzw. folgt auf ein abgeschlossenes immer gleich ein weiteres und zwar ohne gr\u00f6\u00dfere Erholungsphasen dazwischen. Der gr\u00f6\u00dfte Unterschied zum Studium &#8211; man muss Kr\u00e4fte besser einteilen. Sprints und \u201eBulimielernen\u201c gibt es kaum, es hei\u00dft Ausdauer gewinnen und vor allem Nerven bewahren. Die Schonfrist ist eh schon l\u00e4ngst vorbei. Als fest integriertes Teammitglied hat man feste Aufgaben, mit deren Erf\u00fcllung (nat\u00fcrlich zur vollsten Zufriedenheit aller) gerechnet wird. Unterm Strich z\u00e4hlt es nicht wie lang man etwas schon macht, sondern das, was dabei rauskommt.<\/p>\n<p>Habe ich mich ver\u00e4ndert? Ja und nein. Die Routine ist das eigentlich Neue. Es macht alles noch Spa\u00df, ist aber nicht mehr neu und dementsprechend weniger aufregend als zu Beginn. Der Tages-\/Wochenablauf verleitet dazu, die Routine zum Trott werden zu lassen und phasenweise regelrecht faul zu werden. Ich musste und muss lernen, nicht nur die Arbeit zu sehen und die neuen Priorit\u00e4ten auch einzuhalten. Eine \u00dcberstunde mag dem B\u00fcro unter Umst\u00e4nden gut tun, die damit verbundene Absage einer Verabredung dem Privatleben nicht unbedingt. Zu erkennen, welche der beiden M\u00f6glichkeiten (Absagen vs. Arbeit nachholen) der jeweiligen Situation angepasst ist, werde ich hoffentlich in den n\u00e4chsten 12 Monaten lernen, besser einzusch\u00e4tzen\u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich hatte im letzten Monat einen Jahrestag. Einen ersten, um genau zu sein. 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