{"id":12751,"date":"2014-07-15T08:02:33","date_gmt":"2014-07-15T06:02:33","guid":{"rendered":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/?p=12751"},"modified":"2021-01-28T14:49:13","modified_gmt":"2021-01-28T13:49:13","slug":"feel-good-manager-wohlfuhl-was","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2014\/07\/feel-good-manager-wohlfuhl-was\/","title":{"rendered":"Feel-Good-Manager \u2013 Wohlf\u00fchl was?!"},"content":{"rendered":"<p>Als ich das letzte Mal beim Arzt im Wartezimmer sa\u00df und mich der Klatschpresse hingab, war ich \u00fcberrascht, was man heutzutage alles sein kann. Unter der Rubrik \u201eFrauen des Monats\u201c einer (\u00dcberraschung) Frauenzeitschrift wurde eine Feel-Good-Managerin vorgestellt. Feel was? Verteilt die Drogen? Nein! Eine solche Person k\u00fcmmert sich um das Wohlbefinden der Angestellten einer Firma, und das hauptberuflich.<!--more--><\/p>\n<h2>Entstehung des Berufszweiges<\/h2>\n<p>Wer jetzt denkt, ein Feel-Good-Manager sei ein \u201cBespa\u00dfer\u201c, denkt wie ich anf\u00e4nglich, soll aber eines Besseren belehrt werden. Zun\u00e4chst war dieser Berufszweig vor allem in Start Ups angesiedelt und hat erst in letzter Zeit an Bedeutung gewonnen. Ein Feel-Good-Manager soll positiv und unterst\u00fctzend auf die Mitarbeiter und die Arbeitsatmosph\u00e4re im B\u00fcro einwirken, vor allem aber die Mitarbeiter an das Unternehmen binden. Gerade \u00e4nderungsreiche Zeiten, wie sie in der Gr\u00fcndungsphase verst\u00e4rkt vorkommen, wirken sich auf die Kultur und Atmosph\u00e4re eines Unternehmens aus. Aber nicht nur im Wachstum kommt es zu Ver\u00e4nderungen, gleiches gilt f\u00fcr auftragsreiche Zeiten oder bei Eintritt neuer Mitarbeiter. Hier ist der Ansatzpunkt des Feel-Good-Managers. Er ber\u00e4t und unterst\u00fctzt die Kollegen bei Fragen\/Problemen und sorgt f\u00fcr deren Zusammenhalt.<\/p>\n<h2>Aufgabenspektrum<\/h2>\n<p>Wie er die Atmosph\u00e4re positiv beeinflusst, h\u00e4ngt vom jeweiligen Bestehen, der Gr\u00f6\u00dfe und Zielsetzung des Unternehmens ab. Unterst\u00fctzung eines Feel-Good-Managers muss auch nicht zwangsl\u00e4ufig in Form von Sit-in\u2018s auf dem B\u00fcroflur gesucht werden. Die Aufgabe ist auf den 2. Blick \u00a0vielschichtiger und umfasst mehr als Gespr\u00e4chsrunden oder das Organisieren von Mitarbeiterevents. Wer wirklich etwas f\u00fcr den Unternehmenszusammenhalt tun m\u00f6chte, muss die Bereiche\u00a0 Unternehmensberatung, Gesundheit, Coaching, Psychologie, Personalentwicklung und Betriebswirtschaft unter einen Hut bringen. Die Suche nach einem Kindergartenplatz kann genauso zur Aufgabe des Feel-Good-Managers werden, wie die Urlaubsplanung oder das L\u00f6sen von Konflikten im Unternehmen.<\/p>\n<h2>Wie wird man Feel-Good-Manager?<\/h2>\n<p>Kein klares Berufsbild oder eine gesetzlich festgeschriebene Ausbildung gibt es nicht. Um die genannten und andere Fragen beantworten zu k\u00f6nnen, bedarf es etwas Lebens- und Berufserfahrung. Wer ein offenes Ohr f\u00fcr andere haben m\u00f6chte, muss ein gewisses Grundverst\u00e4ndnis f\u00fcr die verschiedenen Lebensphasen und menschliche Belange haben. Dazu noch Kreativit\u00e4t, Einf\u00fchlsamkeit, Organisationstalent (um z.B. Essensroulette organisieren zu k\u00f6nnen \ud83d\ude42 ) und vor allem Verschwiegenheit mitbringen. Praktische Erfahrungen in der Beratung (Coaching) oder dem HR-Bereich sind nicht immer zwingend, erleichtern die Arbeit aber in jedem Fall. Individuelle Anforderungen h\u00e4ngen vom Unternehmen ab und k\u00f6nnen beispielsweise das Auskennen am Standort oder spezielle Hobbys sein.<\/p>\n<h2>Ohne Feel-Good-Manager geht\u2019s nicht mehr?<\/h2>\n<p>Auf die Frage: Braucht ein Unternehmen einen Feel-Good-Manager, w\u00fcrde ich nach n\u00e4herer Auseinandersetzung sagen, nicht unbedingt. F\u00fcr gr\u00f6\u00dfere oder schnell wachsende Unternehmen macht diese Position Sinn, gerade wenn sich neue Mitarbeiter einfinden m\u00fcssen oder zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vermittelt werden muss. Gemeinsame Events und Abende im Unternehmensverband zu verbringen, KANN positiv auf den Zusammenhalt wirken, muss es aber nicht und ist vor allem nicht jedermanns Ding. Da laut einer <a href=\"http:\/\/cqx.sagepub.com\/content\/54\/4\/370.abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Studie<\/a> der Penn State University Mitarbeiter, die regelm\u00e4\u00dfig an Teamevents teilnehmen nicht zwangsl\u00e4ufig produktiver sind als die solcher Unternehmen, die keinen Feel-Good-Manager haben, verwundert es nicht, dass zur Zeit noch die wenigsten Unternehmen eine solche Stelle fest besetzt haben. Interessant ist, dass man zum Thema Feel-Good-Manager im Netz vor allem Berichte \u00fcber Frauen findet, die solche Stellen besetzen. Vielleicht reicht an der einen oder anderen Stellen schon das offen Ohr oder das freundlich Gem\u00fct eines Mitarbeiters, dass die Stimmung insgesamt aufheitert oder nicht zu letzte die Tatsache, dass alle zu einer guten Atmosph\u00e4re beitragen k\u00f6nnen und m\u00fcssen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als ich das letzte Mal beim Arzt im Wartezimmer sa\u00df und mich der Klatschpresse hingab, war ich \u00fcberrascht, was man heutzutage alles sein kann. Unter der Rubrik \u201eFrauen des Monats\u201c einer (\u00dcberraschung) Frauenzeitschrift wurde eine Feel-Good-Managerin vorgestellt. Feel was? Verteilt die Drogen? Nein! 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