{"id":12759,"date":"2014-07-23T07:52:21","date_gmt":"2014-07-23T05:52:21","guid":{"rendered":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/?p=12759"},"modified":"2015-07-16T16:00:20","modified_gmt":"2015-07-16T14:00:20","slug":"work-life-verquickung-fruher-hatten-wir-freunde-heute-haben-wir-kollegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2014\/07\/work-life-verquickung-fruher-hatten-wir-freunde-heute-haben-wir-kollegen\/","title":{"rendered":"Work-Life-Verquickung"},"content":{"rendered":"<h2>Fr\u00fcher hatten wir Freunde, heute haben wir Kollegen<\/h2>\n<p>Mit welchen Menschen verbringe ich aktuell die meiste Zeit? Mit meinen Kollegen. Kann ich alle meine privaten Sorgen\/Belange immer von der Arbeit trennen? Nein, ich bin ja keine Maschine. Komme ich lieber zur Arbeit, wenn ich dort Menschen treffen, mit denen ich auch \u00fcber berufliches hinaus sprechen kann? Ok, ja. Muss das aber zwangsl\u00e4ufig hei\u00dfen, dass Work-Life-Balance heutzutage zur Work-Life-Verquickung wird? Weil die Grenzen nicht mehr gezielt gesetzt werden, sondern so sehr zu verschwimmen drohen, dass es Unternehmen gezielt auf die Vermischung anlegen? Und muss ich das gut finden?! Ich m\u00f6chte eigentlich auch noch Freunde haben\u2026<!--more--><\/p>\n<h3>Mitarbeiterzufriedenheit<\/h3>\n<p>In Zeiten von Fachkr\u00e4ftemangel (ob die Klage diesbez\u00fcglich nun angebracht oder \u00fcbertrieben ist, soll hier nicht zur Debatte stehen), Mobilit\u00e4t und Globalit\u00e4t ist Mitarbeiterzufriedenheit ein wichtiger Faktor f\u00fcr Unternehmen. Die Welt steht Arbeitnehmern offen und die Hemmschwelle f\u00fcr einen Job den Wohnort zu wechseln, sinkt mit der Attraktivit\u00e4t des in Aussicht stehenden Arbeitgebers. Unternehmen bewerben sich beim Bewerber, hei\u00dft es nun. Und hierf\u00fcr gibt es verschiedene Konzepte.<\/p>\n<h3>Work-Life-Balance war fr\u00fcher\u2026<\/h3>\n<p>Work-Life-Balance hat sich zu einem Schlagwort der letzten Jahre gewandelt, nach dem alle schreien. Zufriedene Mitarbeiter arbeiten besser. Und Zufriedenheit kann nur durch ein Gleichgewicht bzw. eine Harmonie zwischen Berufs- und Privatleben entstehen. Es bedarf laut diesem Modell einer klaren Trennung zwischen Arbeit und Privatleben bzw. feste Zeiten f\u00fcr beides. Wer Zeit f\u00fcr sein eigenes Leben bekommt, ist im Beruf ausgeglichen, nicht abgelenkt und damit produktiver. Immer mehr Unternehmen sind (oder waren?!) deshalb bem\u00fcht, ihren Mitarbeitern entgegenzukommen, beispielswiese durch flexible Arbeitszeitmodelle oder auch Teilzeitarbeit.<\/p>\n<h3>\u2026 Teambuilding ist heute<\/h3>\n<p>Ein neuer Ansatzpunkt ist, die Mitarbeiterzufriedenheit durch interne \u201eBespa\u00dfungsma\u00dfnahmen\u201c zu erh\u00f6hen. Hierzu hat sich sogar ein neuer Berufszweig gebildet &#8211;\u00a0 das <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2014\/07\/feel-good-manager-wohlfuhl-was\/\" target=\"_blank\">Feel-Good-Managemen<\/a>t. Ob nun durch einen eigens daf\u00fcr eingestellten Mitarbeiter oder allein durch freizeitlich gepr\u00e4gte, regelm\u00e4\u00dfig stattfinde Veranstaltungen: die Mitarbeiter sollen etwas zusammen erleben, dadurch mehr zusammenhalten und letztlich f\u00fcr ihre Arbeit motiviert werden. Wer w\u00e4hrend der Arbeitszeit oder regelm\u00e4\u00dfig nach Feierabend Erlebnisse mit den Kollegen hat, f\u00fchlt sich wohler und ist deshalb auch eher bereit \u00dcberstunden zu leisten, hei\u00dft es. Dieser Ansatz zielt also nicht auf eine klare Trennung sondern eine Verquickung zwischen Privat- und Berufsleben ab.<\/p>\n<h3>Verquickung?!<\/h3>\n<p>Funktioniert das Konzept, den Feierabend vom B\u00fcro aus zu organisieren und nach Feierabend daf\u00fcr regelm\u00e4\u00dfig noch von zu Hause aus etwas zu erledigen? Es kann. Im Zeitalter von Smartphones und Tablets, die nicht nur eine st\u00e4ndige Erreichbarkeit erm\u00f6glichen sondern auch, dass die verschiedensten Dinge an fast jedem Ort erledigt werden k\u00f6nnen, ist es leicht, von der Couch aus noch eine Mail zu versenden oder eine Anfrage zu bearbeiten. Mit Spa\u00df bei der Arbeit ist man hierf\u00fcr auch motivierter. Gerade j\u00fcngere Generationen sind gern aktiv und freuen sich \u00fcber Aktivit\u00e4ten, die man in der Gruppe (nach Feierabend) unternehmen kann \u2013 warum das nicht auch mit den Kollegen, die stehen einem nach einiger Zeit im Beruf sowieso immer n\u00e4her. Das gro\u00dfer ABER kommt (nicht immer erst) mit der Familienplanung. Wer Kinder hat braucht eine Trennung zwischen Beruf und Privatem und vor allem feste Zeiten, um f\u00fcr diese zu Sorgen. Wer sich selbst ausklinkt, z.B. um bei der Familie zu sein, grenzt sich aus und Teamaktivit\u00e4ten werden schnell zur Verpflichtung. Ob sich das dann positiv auf die Motivation auswirkt sei mal dahin gestellt\u2026<\/p>\n<p>Meiner Meinung nach ist sch\u00f6n, wenn man sich mit seinen Kollegen gut versteht. Dinge, die man sich anvertraut oder Zeit, die man mit einander verbringt, sollten dennoch begrenzt sein. Nat\u00fcrlich wirkt es sich positiv auf die Arbeitsergebnisse aus, wenn man gern zur Arbeit kommt, weil man sich auch ein bisschen auf die Kollegen freut und mit diesen lachen kann. Zu pers\u00f6nlich sollte es dennoch nicht werden, da die Grenzen zwischen privat und beruflich schnell verwischen k\u00f6nnen und pers\u00f6nliche Probleme nicht die Arbeitsatmosph\u00e4re beeintr\u00e4chtigen sollten. Gegen ein Feierabendbier habe ich nichts einzuwenden, die Kollegen dazu m\u00f6chte ich mir dann aber selbst aussuchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fr\u00fcher hatten wir Freunde, heute haben wir Kollegen Mit welchen Menschen verbringe ich aktuell die meiste Zeit? Mit meinen Kollegen. Kann ich alle meine privaten Sorgen\/Belange immer von der Arbeit trennen? Nein, ich bin ja keine Maschine. 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