{"id":12926,"date":"2014-09-04T08:13:23","date_gmt":"2014-09-04T06:13:23","guid":{"rendered":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/?p=12926"},"modified":"2016-06-16T16:06:28","modified_gmt":"2016-06-16T14:06:28","slug":"arbeitszeitkonten-top-oder-flop","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2014\/09\/arbeitszeitkonten-top-oder-flop\/","title":{"rendered":"Auszeiten m\u00f6glich durch Arbeitszeitkonten"},"content":{"rendered":"<p>Eine Auszeit nehmen k\u00f6nnen &#8211; das klingt nicht nur verlockend f\u00fcr Menschen mit gro\u00dfen Reisezielen, sondern auch f\u00fcr Eltern mit Kindern und Menschen mit Eltern, die hilfsbed\u00fcrftig werden. Arbeitzeitkonten, deren Idee seit ca. 15 Jahren existiert und in so manch fortschrittlichem Unternehmen seit 2001 eingef\u00fchrt wurden, k\u00f6nnen einen erheblichen Beitrag leisten, in bestimmten Lebensphasen notwendige Zeitreserven zur Verf\u00fcgung zu stellen. Wie funktioniert nun ein Arbeitszeitkonto und was ist dabei zu beachten?<\/p>\n<div id=\"attachment_12930\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Arbeitszeitkonto-4950-Bearbeitet.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-12930\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-12930\" alt=\"Arbeitszeitkonto\" src=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Arbeitszeitkonto-4950-Bearbeitet-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-12930\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: http:\/\/www.malerblog.net\/mehr-flexibilitaet-durch-arbeitszeitkonten\/<\/p><\/div>\n<p><!--more-->Die Idee ist, in Zeiten von m\u00f6glicher Mehrarbeit Stunden bzw. Arbeitstage anzusammeln, die Zeit gutschreiben zu lassen um sie sp\u00e4ter &#8211; bei Bedarf &#8211; in Anspruch nehmen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Erwerbszeit an die verschiedenen Lebensphasen anzupassen, ohne in Auszeiten auf den Verdienst verzichten zu m\u00fcssen &#8211; f\u00fcr Arbeitnehmer ist das eine attraktive Vorstellung. Laut einem Artikel in der <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/index\">ZEIT<\/a> bietet ein F\u00fcnftel aller deutschen Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern mittlerweile die F\u00fchrung eines Arbeitszeitkontos an. Urspr\u00fcnglich sollte es darum gehen, den Mitarbeitern eine m\u00f6glichst g\u00fcnstige Vorruhestandsregelung zu erm\u00f6glichen. Die Arbeitszeitkonten sollten Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen binden.<\/p>\n<p>Leider ist das System nicht ganz so einfach, wie es sich anh\u00f6rt, zumindest nicht f\u00fcr Unternehmen, die ihren Mitarbeitern offiziell solch ein Angebot unterbreiten. Denn Arbeitszeit ist ein Wert, der entlohnt wird. Und um den zu ermitteln, wird die gesparte Zeit in Geld umgerechnet. Bei der Auszahlung wird dieses wieder in Zeit konvertiert. Gef\u00fchrt wird also ein Zeitwertkonto, das wie jedes Konto auch verzinst wird. Im Falle einer Insolvenz wird so der Verlust des Kontos verhindert, denn Zeit kann man nach einer Pleite nicht mehr auszahlen, Geld aber schon.<\/p>\n<p>F\u00fcr kleine und mittelgro\u00dfe Unternehmen bedeutet dies alles einen hohen Aufwand, da sie langfristige R\u00fccklagen bilden m\u00fcssen. Ein externer Treuh\u00e4nder muss zudem mit der Absicherung der Guthaben beauftragt werden; Finanzdienstleister sollen helfen, f\u00fcr eine Steigerung der Wertguthaben zu sorgen. Bei der Deutschen Bank gibt es ein Programm namens &#8222;Zeitinvest&#8220;. Die Konten eignen sich n\u00e4mlich auch als Steuersparmodell, denn das Gehalt wird unversteuert auf die Zeitkonten \u00fcbertragen &#8211; so wird die Anlagesumme h\u00f6her und f\u00fcr Manager mit Spitzenverdienst eine clevere Art, Steuern f\u00fcrs eigene Investment zu nutzen.<\/p>\n<p>Bei der <a href=\"http:\/\/www.softwareag.com\/de\/default.asp\">Software AG<\/a> in Darmstadt liegen bereit \u00fcber 163.000 Stunden auf der LangzeitBank. Die meisten Mitarbeiter nehmen von der angesparten Zeit einfach nur ein paar Urlaubstage zus\u00e4tzlich, ein Drittel will fr\u00fcher in Rente gehen.<\/p>\n<p>Wie die Personalchefin der Software AG berichtete, sei das Denken in Lebensphasen noch nicht sehr pr\u00e4sent. Daher w\u00fcrden die Auszeiten noch nicht stark eingefordert. Hat es damit zu tun, dass man sich als Arbeitnehmer schlecht vorkommt, eine Auszeit beim Chef zu beantragen? Vermutet man als Arbeitnehmer durch eine Fehlzeit abgeh\u00e4ngt zu werden?<\/p>\n<p>Langzeitkonten wurden 15 Jahre nach Einf\u00fchrung nur von rund zwei Prozent aller deutschen Firmen eingerichtet. Arbeitnehmer sind flexibler als noch vor 20 Jahren und verbringen immer seltener ihre komplette Erwerbsbiographie in einem einzigen Betrieb. Arbeitszeitkonten aber sind schwer \u00fcbertragbar und der n\u00e4chste Arbeitgeber ist bestimmt nicht daran interessiert, wieviele \u00dcberstunden im Vorunternehmen geleistet wurden. Praxistauglicher scheinen da individuelle Vereinbarungen mit den Arbeitnehmern.<\/p>\n<p>Ich jedenfalls habe schon einmal mit unseren Chefs gesprochen, da ich im kommenden Jahr zus\u00e4tzliche Tage ben\u00f6tige&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Auszeit nehmen k\u00f6nnen &#8211; das klingt nicht nur verlockend f\u00fcr Menschen mit gro\u00dfen Reisezielen, sondern auch f\u00fcr Eltern mit Kindern und Menschen mit Eltern, die hilfsbed\u00fcrftig werden. 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