{"id":1296,"date":"2009-01-05T09:32:54","date_gmt":"2009-01-05T08:32:54","guid":{"rendered":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/?p=1296"},"modified":"2017-11-16T13:45:31","modified_gmt":"2017-11-16T12:45:31","slug":"wie-formuliere-ich-mein-anschreiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2009\/01\/wie-formuliere-ich-mein-anschreiben\/","title":{"rendered":"Wie formuliere ich mein Anschreiben?"},"content":{"rendered":"<h2>Wie formuliere ich mein Anschreiben f\u00fcr eine Bewerbung?<\/h2>\n<blockquote><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p>ich bewerbe mich hiermit bei Ihnen um die ausgeschriebene Stelle als Einzelhandelskaufrau. &#8230;<br \/>\nSehr vielen Bewerbern erscheint der Eingangssatz des Anschreibens am banalsten. Dementsprechend lieblos ist er auch oft gestaltet. Doch bricht wohl nichts im Anschreiben mehr Bewerbern das Karriere-Genick, denn ein Personaler liest ein solches Anschreiben, bleibt schon an der Anrede h\u00e4ngen und wirft die Bewerbung ohne gro\u00dfes Federlesen in den Papierkorb. Was genau kann man denn nun mit diesen wenigen Worten schon falsch machen?<\/p><\/blockquote>\n<p><!--more-->Zun\u00e4chst: Herr Maier-Schmidt, der Personaler des Unternehmnens XY hat sich die M\u00fche gemacht, seinen Namen im Stellenangebot zu hinterlassen. Und er freut sich \u00fcber jeden, der das Angebot liest und den Job gern haben will. Wer den Namen dann \u00fcbersieht und das Anschreiben unpers\u00f6nlich an die sehr geehrten Damen und Herren sendet, macht nicht den interessiertesten Eindruck.\u00a0 Wer sich nicht die M\u00fche macht, den konkreten Ansprechpartner zu nennen, der hat entweder das Jobangebot nicht aufmerksam genug gelesen und er ist deshalb nicht mehr in der Liste relevanter Bewerber, oder aber es dem Bewerber egal und er ist deshalb nicht mehr in der Liste relevanter Bewerber. Denn auch wenn der Name nicht genannt ist: Meist wird erwartet, dass man sich als Bewerber via Internet oder Telefon erkundigt und <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2016\/08\/das-anschreiben\/\">das Anschreiben<\/a> entsprechend pers\u00f6nlich gestaltet.<\/p>\n<h2>Was in ein Anschreiben f\u00fcr einen Job geh\u00f6rt<\/h2>\n<p>Das konkrete Jobangebot sollte ebenfalls benannt werden und zwar mit Fundstelle des Angebots, Referenznummer und genauer Jobbezeichnung, denn Stellenangebote werden meist gro\u00dffl\u00e4chig ausgeschrieben. Es interessiert die meisten Personaler, wo genau man die Stellenausschreibung gefunden hat, immerhin k\u00f6nnen so einzelne Stellenb\u00f6rsen, Print-Medien usw. in ihrer Tauglichkeit evaluiert werden. Sind mehrer Stellen ausgeschrieben, ist es unabdingbar, anhand der Referenznummer nach zu vollziehen, um welche Stelle genau sich jemand bewirbt.<\/p>\n<p>Wer eher Anschreiben kreativer Natur bevorzugt und den ersten Satz nicht mit Formalien vollstopfen will, der sollte diese Angaben in den Betreff setzen. In der Regel ist es immer ratsam von der Norm abzuweichen, gerade wenn man dazu animieren will, das eigene Anschreiben \u00fcber den ersten Satz hinaus zu lesen. Mit etwas ausgefalleneren, pers\u00f6nlicheren oder sogar leicht humoristisch angehauchten Formulierungen kann man seine Pers\u00f6nlichkeit bereits von Beginn an unterstreichen, Neugierde wecken und bleibt im Ged\u00e4chtnis. Das insgesamt erh\u00f6ht die Chancen, im Auswahlverfahren zumindest eine Stufe weiter zu kommen.<\/p>\n<p>Das Anschreiben ist das eigentliche Herzst\u00fcck der Bewerbung, in dem man sich pers\u00f6nlich vorstellt und mit welchem man dem eigenen Lebenslauf auch tats\u00e4chliches Leben einhaucht. Erworbene Qualifikationen sind in Listenform ganz \u00fcbersichtlich erfassen, aber wer ist der Mensch hinter den Zeugnissen? <!--more-->Genau dar\u00fcber erlaubt ein Anschreiben Einblick und genau deshalb wiegen Fehler im Anschreiben meist auch schwer.<\/p>\n<p>Dass man sein Studium erfolgreich absolviert hat, geht eindeutig aus dem Zeugnis hervor. Was nicht daraus hervor geht, ist, wo man Schwerpunkte gesetzt hat und warum. Passt man auf ein Stellenangebot gerade deshalb bestens, weil man sich im Studium oder Praktikum darauf spezialisiert hat, dann sollte man ausf\u00fchrlicher im Anschreiben darauf eingehen. Die eigene Kompetenzen verblassen sonst hinter einem farblosen und wenig aussagekr\u00e4ftigen Zeugnis und dem <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2016\/09\/erfolgreicher-lebenslauf\/\">Lebenslauf<\/a>.<\/p>\n<h3>Formulierung der Motivation f\u00fcr den neuen Job<\/h3>\n<p>Ebenso sollte man die Motivation darlegen, warum genau man einen Beruf erlernt hat oder eine Fachrichtung studiert hat. In der Regel br\u00fctet man vorher \u00fcber einer solchen Entscheidung und entschlie\u00dft sich zielgerichtet f\u00fcr eine berufliche Laufbahn. Schwieriger ist es da f\u00fcr Quereinsteiger, die sich umorientieren wollen. Da muss man hinter seiner Fehlentscheidung stehen und kann damit gute Gr\u00fcnde f\u00fcr einen Jobwechsel bieten. Die erlernten Qualifikationen und Kompetenzen, die in den Zeugnissen zu ersehen sind, haben dann jedoch oft nur indirekt oder marginal etwas mit dem angestrebten Job zu tun. Doch gerade hier hilft eine gute Argumentation im Anschreiben, um trotzdem oder gerade deswegen von sich zu \u00fcberzeugen. Keine Ausbildung ist umsonst und Kulturtechniken wie &#8222;selbstst\u00e4ndiges Erarbeiten fremder Themen&#8220; usw. sind in jedem Job gern gesehen und sollten nicht unerw\u00e4hnt bleiben.<\/p>\n<h3>Pers\u00f6nliche Anrede im Bewerbungsanschreiben<\/h3>\n<p>Eine pers\u00f6nliche Anrede und ausf\u00fchrlichere Worte dar\u00fcber, warum man als Bewerber genau Dies und Jenes gern t\u00e4te &#8211; damit steht das Anschreiben schon einmal gar nicht schlecht da. Nun will man als Bewerber auch im Ged\u00e4chtnis bleiben und aus der Menge hervor stechen. <!--more-->Was leider in einigen Anschreiben auch etwas zu gut gelingt, wenn n\u00e4mlich die Rechtschreibregeln etwas zu frei ausgelegt werden. Verunglimpfte W\u00f6rte, die man erst auf den zweiten Blick identifizieren kann, weil sie nahezu entstellt wurden, bleiben sicher im Ged\u00e4chtnis und man macht m\u00e4chtig von sich Reden. Aber das Ziel sollte ja eigentlich weniger humoresker Art sein.<\/p>\n<h2>Fehler im Bewerbungsanschreiben<\/h2>\n<p>Hier und da kann einem ein Rechtschreibfehler unterlaufen, das ist allzu menschlich. Deshalb sollte man als Bewerber immer mindestens einen Freund\/Verwandten\/Bekannten dr\u00fcber lesen lassen. Nach mehreren Stunden des Br\u00fctens \u00fcber Inhalt und Form der einzelnen S\u00e4tze wird beinahe Jeder betriebsblind und selbst auff\u00e4llige Fehler \u00fcbersieht man einfach. Da hilft ein frisches und v\u00f6llig unbedarftes Auge.<\/p>\n<p>Da fragt sich nun bestimmt der\/die Eine oder Andere, warum man richtig schreiben k\u00f6nnen muss, wenn man doch beispielsweise als Drogerie-Fachverk\u00e4uferin praktisch damit nicht so gl\u00e4nzen muss? Selbst wenn es in vielen Berufen darauf nicht ankommt, ist es bei der Bewerbung einfach ein Zeichen von mangelndem Ehrgeiz und wenig Willen zum Job, beim Anschreiben zu schludern. Au\u00dferdem zeigt eine richtige Schreibweise von schwiergen W\u00f6rtern, dass man beispielsweise einen <a href=\"http:\/\/www.duden.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Duden<\/a> benutzen kann. Der Bewerber wei\u00df sich offenbar zu helfen, wenn es schwieriger wird. Und zu guter Letzt legt ein sch\u00f6n formuliertes und korrekt geschriebenes Anschreiben auch Zeugnis dar\u00fcber ab, dass man sich gut artikulieren kann. Und das kann im Umgang mit Menschen, den man ja nun im Job auf die eine oder andere Weise fast immer hat, nie verkehrt sein.<\/p>\n<h2>Lebenslauf im Anschreiben<\/h2>\n<p>Hilfe, mein Lebenslauf! Und meine Zeugnisse&#8230;!!! Br\u00fcche, Fehlentscheidungen, h\u00e4ufige Wechsel, l\u00e4ngere Auszeiten&#8230; Einige haben nun einmal nicht den klassischen geraden Berufs-und Lebensweg eingeschlagen, sondern sind quasi Zickzack gelaufen. Das sieht auf den ersten Blick bei der Bewerbung nicht besonders sch\u00f6n aus, umso wichtiger ist dann ein gut \u00fcberlegtes Anschreiben, denn der Zickzack-Kurs muss automatisch ein schlechter Kurs gewesen sein!<!--more--><\/p>\n<p>Das Anschreiben dient dabei nicht als Rechtfertigungspamphlet, in dem steht, dass es das Leben nicht gut mit einem gemeint hat und man das Opfer vieler Unw\u00e4gbarkeiten war. Vielmehr sollte man sachlich und ehrlich begr\u00fcnden, warum man zum Beispiel dreimal in kurzer Zeit das Unternehmen gewechselt hat. Sind menschliche Differenzen der Grund daf\u00fcr, sollte man sich hier, wie \u00fcbrigens auch im Bewerbungsgespr\u00e4ch, davor h\u00fcten, \u00fcber Mitarbeiter und Vorgesetzte zu lamentieren. Es reicht eine Begr\u00fcndung wie: Man hat im Team nicht den richtigen Anschluss gefunden, konnte sich nicht mit der Firmenphilosophie identifizieren, der Aufgabenbereich hat vielleicht doch weniger gepasst, als urspr\u00fcnglich angenommen und so weiter&#8230; Auf jeden Fall sollten Schuldzuweisungen unterbleiben!<\/p>\n<p>Wer l\u00e4ngere Auszeiten hinter sich hat, um zum Beispiel einen Angeh\u00f6rigen zu pflegen oder weil man ein Kind bekommen hat, der kann im Anschreiben diesen scheinbaren &#8222;Makel&#8220; (der beim besten Willen keiner ist!) als besonders positiv hervor heben: Wer Kinder hat, der ist besonders gut im Zeitmanagement, wer Kranke pflegt, ist geduldig, hilfsbereit und verantwortungsbewusst. Im Falle einer Krankheit hilft nur Ehrlichkeit, die komplette Genesung ist nun einmal notwendig und braucht Zeit. Die neu erlangte Gesundheit und den enormen Elan f\u00fcr einen Job sollte man dann im Anschreiben herausstellen.<\/p>\n<h2>&#8222;Perfektion&#8220; im Bewerbungsanschreiben<\/h2>\n<p>Am schwierigsten d\u00fcrfte im Umgang mit dem nicht perfekten Lebenslauf dann vorallem sein, in aller K\u00fcrze zu erkl\u00e4ren und das Positive klar zu formulieren. In Zweifelsf\u00e4llen helfen wir da gern einmal \u00fcber Kommentare weiter!<\/p>\n<p>Ein nicht ganz so einfaches Thema beim Anschreiben sind die sogenannten Soft Skills. Immer wieder werden die guten Eigenschaften eines Bewerbers nur lieblos aneinander gereiht:<\/p>\n<blockquote><p>Ich bin kontaktfreudig, gut im Umgang mit Menschen und teamf\u00e4hig.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dieser Satz \u00fcberzeugt Niemanden wirklich davon, dass ich die genannten Eigenschaften auch mitbringe. Im Gegenteil: Es wirkt aufgesetzt und aus dem Bewerbungsratgeber abgeschrieben. Viel eher muss ich als \u00fcberzeugender Bewerber darlegen, was genau mich denn zum guten Umgang mit Menschen bef\u00e4higt und wieso ich gut imTeam arbeiten kann.<!--more--><\/p>\n<p>Gut im Team ist man in der Regel dann, wenn man sich mit anderen gern austauscht \u00fcber Ideen und Aufgaben nicht eigenbr\u00f6dlerisch, sondern gemeinsam mit anderen Mitarbeitern und Kollegen l\u00f6st. Mit Menschen geht man gut um, wenn man Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen besitzt und offen auf Andere zugeht. Es darf also ruhig ein klein wenig ausf\u00fchrlicher sein, wenn man seine Soft Skills beschreibt.<\/p>\n<h2>Softskills in der Bewerbung<\/h2>\n<p>Was genau Softkills nun sind, dar\u00fcber l\u00e4sst ein bisschen streiten. In der Regel meint man damit Kompetenzen, die nicht auf rein berufliche Qualifikationen sind, aber trotzdem von gro\u00dfer Bedeutung f\u00fcr den Job sind: Selbstst\u00e4ndigkeit, Flexibilit\u00e4t, Kommunikationsfreudigkeit und -Kompetenz, Charakterst\u00e4rken wie Geduld, Ausdauer und Optimismus, Teamwork, P\u00fcnktlichkeit&#8230;<\/p>\n<p>All das l\u00e4sst sich in diese Kategorie einordnen und man sollte im Anschreiben mindestens zwei bis drei davon unterbringen, um sich als Mensch zu beschreiben. Denn aus diesen Soft Skills geht noch am besten hervor, ob ich in das Unternehmen passe und wie ich als Person abseits meiner Abschlussnote bin.<\/p>\n<p>Die allgemeine Theorie zum Anschreiben ist ja ganz sch\u00f6n und gut, ob Makel im Lebenslauf, Anrede oder Erl\u00e4uterung zum Lebenslauf, doch welche konkreten Vorschl\u00e4ge gibt es f\u00fcr das Anschreiben, vor allem f\u00fcr den schwierigen Einstieg? Pauschal l\u00e4sst sich schon einmal sagen: Es muss zum Bewerber und zum Job passen! <!--more-->Ein flippiger Einstieg, der Aufmerksamkeit erregt, ist in kreativen Jobs eine gute M\u00f6glichkeit, um sich zu pr\u00e4sentieren. Ob man damit in anderen Branchen Punkte sammelt, ist fraglich. Entspricht es gar nicht dem eigenen Typ, f\u00fchlt sich der Personaler im Gespr\u00e4ch, in dem man deutlich zur\u00fcckhaltender ist, vielleicht verschaukelt. Immerhin geht er mit eienr gewissen Erwartungshaltung an den Menschen heran, von dem er nur einen ersten Eindruck durch das Anchreiben erhaschen konnte.<\/p>\n<h2>Beispiele f\u00fcr ein Anschreiben<\/h2>\n<blockquote><p>Sehr geehrte Herr Schmidt,<\/p>\n<p>aus Ihrer Stellenanzeige geht hervor: Sie suchen einen Menschen wie mich! Kompetenz und Erfahrung im Bereich Online-Marketing, ein freundliches und aufgeschlossenes Wesen, Flexibilit\u00e4t und Selbstst\u00e4ndigkeit sind genau die Eigenschaften, die mich auszeichnen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Eine solche Pr\u00e4sentation ist sicher nicht Jedermans Ding (und meins \u00fcbrigens auch nicht), dennoch erweckt es bei nahezu Jedem Neugier auf den Menschen und ob er wohl h\u00e4lt, was er mit diesem Anschreiben verspricht. Es geht auch zur\u00fcckhaltender und trotzdem nicht langweilig:<\/p>\n<blockquote><p>Sehr geehrter Herr Schmidt,<\/p>\n<p>Sie suchen ab sofort eine Softwaretesterin. Als solche w\u00fcrde ich mich Ihnen gern zur Verf\u00fcgung stellen\/bei Ihnen bewerben. Aus Ihrer Stellenbeschreibung geht hervor, dass Sie viel Wert auf diese und jene Eigenschaften und Kompetenzen legen. Folgene Qualifikationen bringe ich mit und passe damit genau in das von Ihnen gw\u00fcnschte Profil.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das klingt auf jeden Fall zur\u00fcckhaltender und sachlicher, aber es hebt sich deutlich ab vom Standardeinstieg \u00e1 la &#8222;hiermit bewerbe ich mich bei Ihnen als Softwaretesterin.&#8220; Zum Abschluss auf jeden Fall noch einmal pr\u00fcfen, ob man im Betreff genau auf die Stelle verweist, wenn dies aus dem Anschreiben nicht hervor geht. Denn viele nennen die genaue Stelle eben normalerweise genau in diesen ersten Zeilen, die hier etwas aus der Masse heraustreten sollen.<\/p>\n<p>Der Ton macht die Musik, das trifft auch auf das geschriebene Wort zu. Manche Anschreiben &#8222;klingen&#8220; einfach negativ und pessimistisch, auch wenn man inhaltlich Nichts bem\u00e4ngeln kann. Das ist wohl eines der schwierigsten Unterfangen: Woran merke ich, welche Wirkung mein Anschreiben zwischen den Zeilen vermittelt?<!--more--><\/p>\n<p>Ein paar einfache Regeln helfen da schon weiter: Keine oder nur sehr rar ges\u00e4te Passiv-Konstruktionen verwenden. &#8222;M\u00fcssen&#8220;,&#8220;leider&#8220;, &#8222;bedauerlicherweise&#8220; et cetera sollten sehr bedacht und im Zweifelsfall nicht verwendet werden, denn sie klingen irgendwie immer nach Hiobs-Botschaft, Weltuntergang und Dramatik, es sei denn der extrem positive Kontext hebt die Wirkung auf.<\/p>\n<blockquote><p>Leider musste ich mein Studium abbrechen und musste eine Aushilfst\u00e4tigkeit in einem Copy Shop annehmen.<\/p><\/blockquote>\n<p>&#8222;Leider&#8220; ist eines der W\u00f6rter, das einem sehr h\u00e4ufig im Anschreiben\u00a0 begegnet, wenn etwas schief gelaufen ist. Allerdings klingen S\u00e4tze, die mit &#8222;leider&#8220; beginnen auch irgendwie alle gleich und lassen sofort vermuten: &#8222;Oh oh, da hat was gar nicht hingehauen!&#8220; Wie w\u00e4re es stattdessen mit:<\/p>\n<blockquote><p>Mein Studium habe ich nach dem 6. Fachsemester ohne Abschluss beendet, weil &#8230; Stattdessen habe ich eine T\u00e4tigkeit im Bereich\/im Unternehmen\/&#8230; aufgenommen. Mein Aufgabenbereich umfasste&#8230;<\/p><\/blockquote>\n<p>Ist von der Sache her dasselbe, klingt aber v\u00f6llig anders! Gleiches trifft von der Wirkung auf den Abschlusssatz zu:<\/p>\n<blockquote><p>\u00dcber eine Einladung zum Vorstellungsgespr\u00e4ch w\u00fcrde ich mich freuen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ihr w\u00fcrdet Euch nicht &#8222;\u00fcber eine Einladung zum Vorstellungsgespr\u00e4ch freuen&#8220;, sondern Ihr f\u00e4ndet es total super, wenn Ihr Euch vorstellen k\u00f6nntet und erz\u00e4hlen k\u00f6nntet von Euch und dem was Ihr gemacht habt und vorweisen k\u00f6nnt. Und genau so sollte es klingen. Wie w\u00e4re es mit:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Ich m\u00f6chte mich Ihnen sehr gern pers\u00f6nlich vorstellen und freue mich daher sehr auf eine Einladung zum Vorstellungsgespr\u00e4ch.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ich freue mich schon sehr darauf, Ihnen in einem pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4ch einen Eindruck von mir und meinen Kompetenzen und F\u00e4higkeiten zu vermitteln.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Tatendrang pur! Das klingt viel selbstbewusster und aktiver, nicht passiv und abwartend. Jetzt hei\u00dft es <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2015\/01\/was-tun-wenn-auf-die-bewerbung-keine-antwort-kommt\/\">warten auf eine Antwort der Bewerbung<\/a>. Und damit sollte es das auch erst einmal damit gewesen sein mit dem Thema Anschreiben. Bei Fragen d\u00fcrft Ihr gern ungehemmt mailen oder kommentieren. Wir werden es garantiert aufgreifen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie formuliere ich mein Anschreiben f\u00fcr eine Bewerbung? Sehr geehrte Damen und Herren, ich bewerbe mich hiermit bei Ihnen um die ausgeschriebene Stelle als Einzelhandelskaufrau. &#8230; Sehr vielen Bewerbern erscheint der Eingangssatz des Anschreibens am banalsten. Dementsprechend lieblos ist er auch oft gestaltet. 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