{"id":13489,"date":"2014-11-12T08:18:52","date_gmt":"2014-11-12T07:18:52","guid":{"rendered":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/?p=13489"},"modified":"2016-06-16T15:49:57","modified_gmt":"2016-06-16T13:49:57","slug":"bewerber-so-wird-man-sie-los","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2014\/11\/bewerber-so-wird-man-sie-los\/","title":{"rendered":"Bewerber &#8211; So wird man sie los"},"content":{"rendered":"<p>Bewerber allgemein haben in zwei vorangegangenen Artikeln von mir an dieser Stelle ja schon ihr Fett wegbekommen \u2013 z.B. <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2014\/08\/wie-das-bewerbungsfoto-aussehen-sollte-wenn-man-einen-job-nicht-haben-mochte\/\" target=\"_blank\">wie das Bewerbungsfoto f\u00fcr eine Absage aussehen sollte<\/a>. Nat\u00fcrlich wissen wir, dass Personaler und HR-Menschen auch nur mit Wasser kochen und (uns eingeschlossen) nat\u00fcrlich ebenso Fehler machen. Um also ein Gleichgewicht zu schaffen, heute ein ad\u00e4quater Ratgeber f\u00fcr die Personaler-Seite \u2013 wie man Bewerber los wird.<br \/>\nBitte mit einem Augenzwinkern zu verstehen\u2026 \ud83d\ude09<!--more--><\/p>\n<h3>Zeit \u2013 das endlose Gut jedes Bewerbers<\/h3>\n<p>Ist eine Bewerbung eingegangen, sollte man als Personaler diese m\u00f6glichst lang liegen lassen. Der arbeitslose Bewerber hat doch eh nix zu tun, da kann er auch ein bisschen warten. Warten, bis er etwas vom Unternehmen h\u00f6rt. Warten, zwischen den einzelnen Etappen innerhalb des Prozesses. Warten, auf die Auswertung des Bewerbungsgespr\u00e4ches. Warten. Tage. Wochen. Die Angebote des Arbeitsmarktes sind so begrenzt, der Bewerber wird und muss schon warten. Und hey, er ist doch der Bittsteller.<\/p>\n<h3>Wozu eine Eingangsbest\u00e4tigung zusenden?<\/h3>\n<p>Es ist ja schon ganz sch\u00f6n aufw\u00e4ndig, die Bewerbungsunterlagen zu sichten und auch noch einzusch\u00e4tzen. Anschreiben und Lebenslauf les\u2026 \u00fcberfliegen, die Zeugnisse m\u00fcssen gelesen und \u201einterpretiert\u201c werden, also so die, \u00e4hm das Letzte. Dann soll man sich auch noch die Zeit nehmen, dem Bewerber eine Eingangsbest\u00e4tigung zuzusenden? Der Bewerber ist in seiner Situation so von Selbstbewusstsein und Sicherheit erf\u00fcllt, dass er darauf gut und gern verzichten kann.<\/p>\n<h3>Bitte sch\u00f6n unfreundlich<\/h3>\n<p>Nach einer kurzen Anlaufphase kommen gleich mehrere Bewerbungen auf einmal? Das nervt ganz sch\u00f6n, so viel zu tun! Dann muss man die auch noch alle anrufen. In einem kurzen Gespr\u00e4ch kann so ein Bewerber schon mal merken, dass seine Bewerbung jetzt noch gefehlt hat. Qualifikationen? Ganz sch\u00f6n mau. Die \u201eEierlegende-Wollmilchsau\u201c soll es ja schon sein<strong>.<\/strong> Nach jeder Frage tief ein- und ausatmen, gelegentlich ein tiefes St\u00f6hnen, das befreit und hilft das Telefonat besser zu ertragen. Je weniger auf den Bewerber eingehen, desto besser. So geht\u2018s noch schneller. Der Angerufene hat gerade keine Zeit, ist beispielsweise im Auto unterwegs? Tja, Pech gehabt. Ist das Zeitfenster erstmal zu, gibt es keine weitere M\u00f6glichkeit. Das spart ja letztlich auch wieder Zeit.<\/p>\n<h3>Wie war der Name nochmal?<\/h3>\n<p>Bei so vielen Mails und Briefen, Gesch\u00e4ftspartnern und Bewerbern, kann der Name schon mal in Vergessenheit geraten. Kann einem also keiner \u00fcbel nehmen, wenn man 3, 4 Mal nachfragt, wie der Name noch gleich lautete oder man den Bewerber ab und zu mit dem falschen Namen anspricht. Das gilt \u00fcbrigens f\u00fcr Telefonate und das Bewerbungsgespr\u00e4ch. Und, auf \u201ehey du\u201c reagiert ja schlie\u00dflich jeder. \ud83d\ude09<\/p>\n<h3>F\u00fcr welche Stelle sind Sie nochmal hier?<\/h3>\n<p>Gerade Personaldienstleister k\u00f6nnen schon mal durcheinander kommen. Sie suchen ja f\u00fcr so viele Stellen Bewerber. Wenn dann jemand zum Gespr\u00e4ch eingeladen wird, kann man den schon mal versehentlich einer anderen Stelle zuordnen. Das Aussehen l\u00e4sst ja bei jedem Menschen immer auch sofort auf den Beruf schlie\u00dfen. Es ist \u00fcbrigens \u00fcberfl\u00fcssig, vor dem Gespr\u00e4ch die Bewerbungsunterlagen nochmal anzuschauen. Eine Halbtagsstelle muss man dem Mittzwanziger nur richtig schmackhaft machen und die alleinerziehende Mutter soll sich doch bitte mal nicht so haben, das bisschen Reisen ins Ausland ist doch zu schaffen\u2026<\/p>\n<h3>Die 18 000 \u20ac Jahresgehalt in der Leiterposition waren Ihnen ja genug?!<\/h3>\n<p>So, jetzt hat man den Bewerber soweit, m\u00fcndlich hat er schon zugesagt, da kann man im Arbeitsvertrag noch etwas justieren. Den besten Eindruck hinterl\u00e4sst es, wenn man nicht nur das Gehalt ver\u00e4ndert, sondern auch den Aufgabenbereich. Die Rahmenbedingungen sind doch letztlich egal, jeder Kandidat kann froh sein, wenn er die Stelle bekommt.<\/p>\n<h3>Mein Tipp zum Abschluss: Das <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/CookieMonster?fref=ts\" target=\"_blank\">Kr\u00fcmelmonster<\/a><\/h3>\n<p>Die f\u00fcr das Bewerbungsgespr\u00e4ch bereit gestellten Kekse sollte man als Gespr\u00e4chsf\u00fchrer am besten selbst essen \u2013 und dann mit vollem Mund sprechen. Da f\u00fchlt sich jeder Bewerber gleich richtig heimisch\u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bewerber allgemein haben in zwei vorangegangenen Artikeln von mir an dieser Stelle ja schon ihr Fett wegbekommen \u2013 z.B. wie das Bewerbungsfoto f\u00fcr eine Absage aussehen sollte. Nat\u00fcrlich wissen wir, dass Personaler und HR-Menschen auch nur mit Wasser kochen und (uns eingeschlossen) nat\u00fcrlich ebenso Fehler machen. 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