{"id":13698,"date":"2014-12-19T08:07:27","date_gmt":"2014-12-19T07:07:27","guid":{"rendered":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/?p=13698"},"modified":"2016-06-15T16:22:08","modified_gmt":"2016-06-15T14:22:08","slug":"studium-in-jena-berufseinstieg-in-london","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2014\/12\/studium-in-jena-berufseinstieg-in-london\/","title":{"rendered":"Studium in Jena, Berufseinstieg in London"},"content":{"rendered":"<p><em>Christina Brunn erz\u00e4hlt uns heute von ihrem Berufseinstieg in London und zeigt die Unterschiede zu den deutschen Einstellungskriterien. Als ehemalige Jenaer Studentin haben wir ihr gern die M\u00f6glichkeit gegeben, einen Gastartikel f\u00fcr uns zu verfassen.\u00a0Vielleicht hat der eine oder andere auch Lust, auf die Insel zu fliegen und von der britischen Luft zu schnuppern? Jetzt aber erst einmal viel Spa\u00df beim Lesen&#8230;<!--more--><\/em><\/p>\n<p>\u201eUnd was macht man dann damit?\u201c Diese Frage habe ich w\u00e4hrend meines Studiums der Anglistik an der Uni Jena immer wieder geh\u00f6rt. Wer f\u00fcnf Jahre ein geisteswissenschaftliches Fach studiert, der gew\u00f6hnt sich mit der Zeit an Rechtfertigungen. Aus dem diffusen \u201ewas mit Medien\u201c wurde w\u00e4hrend eines Praktikums in einer jungen Design-Agentur schnell der Plan, mich gezielt f\u00fcr Jobs bei Internet Startups zu bewerben. &#8211; London? &#8211; Obwohl ich hier in der Vergangenheit liebend gern Urlaub gemacht habe, muss ich doch zugeben, dass die Englische Hauptstadt nicht unbedingt auf Platz 1 meiner Liste stand. Hohe Lebenshaltungskosten, astronomische Mieten und die schiere Gr\u00f6\u00dfe der Stadt schreckten mich am Anfang ab. Hier einige Gr\u00fcnde, weshalb ich meine Meinung schlie\u00dflich doch ge\u00e4ndert habe.<\/p>\n<h3><b>Deutsche Sprachkenntnisse im Ausland sehr gefragt<\/b><\/h3>\n<p>Vor allen Dingen deutsche Muttersprachler haben im Ausland gute Karten. Dank der guten wirtschaftlichen Lage in Deutschland selbst, fassen immer weniger Berufseinsteiger den Entschluss beruflich ins Ausland zu gehen. Das bedeutet: Allerbeste Aussichten f\u00fcr jene, die den Schritt dennoch wagen. Dies gilt sicherlich nicht nur f\u00fcr Gro\u00dfbritannien, sondern auch f\u00fcr viele andere L\u00e4nder, in denen Deutsch nicht zu den beliebtesten Fremdsprachen geh\u00f6rt. Viele Firmen, die ihre Produkte auf dem deutschen Markt absetzen wollen, sind auf Muttersprachler angewiesen, die Verhandlungen f\u00fchren, Partnerschaften herstellen und den Kundenservice in die Hand nehmen. Wer au\u00dfer Deutsch noch weitere Fremdsprachen verhandlungssicher beherrscht, hat hervorragende Argumente f\u00fcr die n\u00e4chste Gehaltsverhandlung.<\/p>\n<h3><b>Unternehmenskultur? &#8211; Meetings enden schon mal im Pub<\/b><\/h3>\n<p>Ich arbeite mit Psychologen, Juristen, Literatur- und Wirtschaftswissenschaftlern. Im Arbeitsalltag spielt die unterschiedliche Studienbiographie \u00fcberhaupt keine Rolle. Schon beim Vorstellungsgespr\u00e4ch hie\u00df es, dass gerade f\u00fcr die kreativeren Bereiche Bewerber aus allen Richtungen willkommen sind und haupts\u00e4chlich praktische Erfahrung und Motivation z\u00e4hlen. Ich wei\u00df aus dem Kreis meiner ehemaligen geisteswissenschaftlichen Kommilitonen, dass diese Einstellung bei Arbeitgebern in Deutschland leider seltener ist.<\/p>\n<p>Auch die Unternehmenskultur unterscheidet sich deutlich. In Bleistiftrock und Blazer zur Arbeit? Klar h\u00e4tte ich mich angepasst, aber ein spezieller Dresscode wurde noch nie von mir erwartet. Dies mag zwar damit zusammenh\u00e4ngen, dass ich in England bisher nur f\u00fcr zwei Startup Unternehmen gearbeitet habe und nicht f\u00fcr eine Bank, aber aus meiner Zeit in Deutschland kenne ich durchaus ein allgemein f\u00f6rmlicheres Arbeitsklima. Hier enden Meetings nicht selten im Pub.<\/p>\n<h3><b>R\u00fcckkehr nach Deutschland? &#8211; Nicht ausgeschlossen.<\/b><\/h3>\n<p>Gerade f\u00fcr Alumni, die w\u00e4hrend der Studienzeit keinen Auslandsaufenthalt eingelegt haben, kann erste Berufserfahrung im Ausland enorm wertvoll sein. Allerdings haben die Wenigsten der deutschen Expats den Plan, Deutschland f\u00fcr immer den R\u00fccken zu kehren. Ein, zwei, m\u00f6glicherweise f\u00fcnf Jahre Erfahrungen sammeln. So lautet der Plan vieler junger Deutsch-Londoner.<\/p>\n<p>Was eine m\u00f6gliche R\u00fcckkehr in die Heimat betrifft, sind sich die Meisten einig: Auslandserfahrung, gerade berufliche, ist bei vielen internationalen Arbeitgebern extrem gerne gesehen und ein gro\u00dfer Pluspunkt im Lebenslauf. Viele meiner ehemaligen Kollegen arbeiten inzwischen bei namhaften Unternehmen in Deutschland.<\/p>\n<p><em>Christina Brunn hat in Jena studiert. Sie arbeitet inzwischen im Bereich Marketing f\u00fcr vomFachmann.de und<\/em><br \/>\n<em> <a href=\"http:\/\/www.umfragenvergleich.de\/jobs-co#Jobs\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\"> UmfragenVergleich<\/a>. Das Londoner Unternehmen expandiert derzeit stark und ist gezielt auf der Suche nach deutschsprachigen Bewerbern. Zurzeit werden vor Allem freie Redakteure gesucht.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Christina Brunn erz\u00e4hlt uns heute von ihrem Berufseinstieg in London und zeigt die Unterschiede zu den deutschen Einstellungskriterien. Als ehemalige Jenaer Studentin haben wir ihr gern die M\u00f6glichkeit gegeben, einen Gastartikel f\u00fcr uns zu verfassen.\u00a0Vielleicht hat der eine oder andere auch Lust, auf die Insel zu fliegen und von der britischen Luft zu schnuppern? 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