{"id":15468,"date":"2015-04-09T07:44:25","date_gmt":"2015-04-09T05:44:25","guid":{"rendered":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/?p=15468"},"modified":"2017-11-13T18:29:43","modified_gmt":"2017-11-13T17:29:43","slug":"jobsharing-wie-sieht-der-perfekte-job-fuer-querdenker-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2015\/04\/jobsharing-wie-sieht-der-perfekte-job-fuer-querdenker-aus\/","title":{"rendered":"Jobsharing &#8211; Wie sieht der perfekte Job f\u00fcr Querdenker aus?"},"content":{"rendered":"<p><em>Im M\u00e4rz durften wir bereits einen Artikel von Julia Lutz von wissensscanner.de bei uns auf dem Blog ver\u00f6ffentlichen. Nachdem sie uns zun\u00e4chst \u00fcber <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2015\/02\/erfolgsplanung-und-karrierevorstellungen-bei-multipotentials\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Scanner-Pers\u00f6nlichkeiten<\/a> informiert hat, stellt sie heute ein m\u00f6gliches Arbeitszeitmodell f\u00fcr eben diesen \u201eTyp\u201c Mensch auf dem Bewerberblog vor. Was ist eigentlich Jobsharing?<\/em><\/p>\n<h2>Was hat der Arbeitsmarkt f\u00fcr grenzenlose Optimisten und Weltverbesserer zu bieten?<\/h2>\n<p>In meinem Umfeld gibt es weit und breit nur geradlinige Lebensl\u00e4ufe. Alles ist vorgeplant und muss in das bewerte und altbekannte Muster passen. Erfolgreiches Abitur, danach sofortiger Einstieg ins Studium, damit einem kein anderer den Platz weg schnappen k\u00f6nnte \u2013 und so geht es dann weiter&#8230; Schlag auf Schlag.<\/p>\n<p>Ein Praktikum nach dem anderen, die besten Noten, soziales Engagement bis zum Umfallen und so schnell wie m\u00f6glich den ersten festen Job finden \u2013 furchtbar unterbezahlt nat\u00fcrlich \u2013 aber was tut man nicht alles f\u00fcr die eigene Karriere?!<\/p>\n<p>Nein, ernsthaft. Was m\u00fcssen wir denn noch alles f\u00fcr die perfekte Karriere tun? Es ist genug.<\/p>\n<p>Schon lange schaffen es viele nicht mehr aus diesem Kreislauf heraus und bleiben auf der Strecke. Burnout &#8230; ausgebrannt und total ersch\u00f6pft. Wir sto\u00dfen einfach tagt\u00e4glich an unsere Grenzen und haben oft keinen, der uns bremst.<\/p>\n<p>Das Traurige daran ist nur, wir sind alles andere als ungl\u00fccklich. Wir nehmen es so hin, weil unsere Gesellschaft nun einmal so l\u00e4uft und wir von allen Seiten gezwungen sind, uns anzupassen. Gegen den Strom schwimmen wird nur nett bel\u00e4chelt \u2013 Unternehmen und Entscheider wollen keine \u201eGegen-den-Strom-Schwimmer\u201c, sie wollen Leistung und jemanden, den man vorzeigen kann.<\/p>\n<p>Wir glauben ganz fest daran, dass alles gut wird. Wir glauben, irgendwann reicht es an Anpassung und wir k\u00f6nnen wieder mehr wir selbst sein, nicht nur von Freitagabend bis Montagmorgen.<\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten uns tief im Inneren nicht an diesen \u201ealtbackenen\u201c Kreislauf anpassen. Wir lechzen nach Ver\u00e4nderung, nach mehr Selbstbestimmung und der M\u00f6glichkeit, sich selbst entfalten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Jeder sagt uns, wir seien etwas Besonderes &#8211; leider f\u00fchlen wir uns keinesfalls so.<br \/>\nWir sehen es etwas anders &#8211; wenn wir wirklich alle so etwas besonderes sind, sind wir im Endeffekt doch alle gleich, oder?<\/p>\n<p>\u00dcber Facebook, Twitter oder Instagram bekommen wir tagt\u00e4glich den Eindruck, dass 100 unserer 500 Freunde sogar noch besonderer sind als wir selbst. Diesem Druck standzuhalten kostet uns tagt\u00e4glich wertvolle Energie. Gegen Dumping-Praktikantengeh\u00e4lter rebellieren wir nicht, weil wir wissen, ohne geht es nicht.<\/p>\n<blockquote><p><strong><em>\u201eDiesem Lebensstil zu folgen ist Schwerstarbeit. Den Bildern zu entsprechen, fast unm\u00f6glich.\u201c<\/em><\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p>Wir sind also genauso gefangen im Hamsterrad, wie alle anderen und viele von uns haben einfach zu viel Angst, diesen Zustand zu durchbrechen.<\/p>\n<p>Kann ich es mir leisten dieses Risiko einzugehen? Mein Leben und meine Karriere ganz und gar anders zu gestalten \u2013 vollkommen fern von bekannten Konventionen und Richtlinien?<\/p>\n<p>F\u00fcr viele von uns ist es schon mitten im Studium klar, dass wir keinesfalls in dieses Hamsterrad einsteigen m\u00f6chten. Wir haben Angst.<br \/>\nH\u00f6ren wir doch nur von ausgebrannten Mitarbeitern, 0-8-15-Jobs, kaum eine Chance auf Selbstbestimmung oder Mitspracherecht \u2013 Horror pur f\u00fcr Freidenker, kreative Chaoten (wie sie <a href=\"http:\/\/www.kreative-chaoten.com\">Cordula Nussbaum<\/a> auch liebevoll nennt) und Vision\u00e4re.<\/p>\n<h3>Wie sieht also die Arbeitswelt eines Freidenkers aus?<\/h3>\n<p>Bieten Branchen heutzutage \u00fcberhaupt geeignete Alternativen f\u00fcr uns an? Zahlreiche Unternehmen sind schon auf einem guten Weg in innovative Mitarbeiter- und Arbeitsverh\u00e4ltnisse. Jobsharing ist seit einiger Zeit schon im Gespr\u00e4ch und bietet realistische M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Freidenker und \u201eSelbstbestimmungsliebende\u201c.<\/p>\n<p>Doch was ist Jobsharing?<\/p>\n<blockquote><p><strong>\u201c<\/strong>Jobsharing ist ein Arbeitszeitmodell bei dem sich zwei Personen einen Arbeitsplatz teilen. Im Allgemeinen legen die betreffenden Arbeitnehmer ihre Arbeitszeiten beim Jobsharing selbstst\u00e4ndig fest und erledigen die anfallenden Arbeiten in ihrem Zeitabschnitt in eigener Verantwortung. Dabei kann die Arbeitszeit auf unterschiedliche Arten zwischen den Job-Partnern aufgeteilt werden.\u201d<br \/>\n(Quelle: flexperten.org)<\/p><\/blockquote>\n<p>Mit solch einem Arbeitsverh\u00e4ltnis ist es m\u00f6glich, seinen eigenen Fokus, egal ob dieser auf der Familie, auf eigenen gr\u00f6\u00dferen oder kleineren Projekten, auf sozialem oder ehrenamtlichem Engagement oder auf Hobbies liegt.<\/p>\n<p>K\u00f6nnte dies nun DIE M\u00f6glichkeit f\u00fcr die heranwachsende Generation sein, um selbstbestimmt und innovativ seine Arbeit gestalten zu k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Leider bieten heute gerade einmal 11 Prozent der Unternehmen in Deutschland Jobsharing als Besch\u00e4ftigungsform an. Hier wird es noch einige Zeit dauern, bis auch andere Unternehmen umdenken und auch gezielt nach Quer\u2013 und Freidenker suchen werden.<\/p>\n<p>Eine interessante Anlaufstelle f\u00fcr Scanner, Querdenker und Vision\u00e4re ist auch die <a href=\"http:\/\/www.tandemploy.com\/de\/home\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jobsharing Seite<\/a> von Jana Tepe und Anna Kaiser. Hier finden sich schon heute zahlreiche interessante Stellen.<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eJobsharing k\u00f6nnte eine Methode sein, sich selbst treu bleiben zu k\u00f6nnen.\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Bereits im Studium kam es mir dauerhaft so vor, als k\u00f6nne ich nicht alle meine Interessen unter einen Hut bringen. Vieles, das mich pers\u00f6nlich oder emotional erf\u00fcllt h\u00e4tte, musste auf der Strecke bleiben \u2013 dem \u201ewom\u00f6glich\u201c sp\u00e4teren Erfolg zu Liebe weichen. Schon jetzt kann ich mir solch ein Leben dauerhaft nicht vorstellen. Immer nur seine eigenen Ideen und Visionen zur\u00fcck stecken und dem Arbeitgeber gehorchen?<\/p>\n<p>Heute gibt es smartere M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Mein Bauchgef\u00fchl mahnte mich einen Gang herunterzuschalten, dazu eigenen Herzensprojekten nach zu gehen, neue Hobbys auszuprobieren und das Leben einfach zu genie\u00dfen.<\/p>\n<p>Mein Kopf jedoch redete mir tagt\u00e4glich ein, ja mein Studium nicht zu viel zu vernachl\u00e4ssigen, mir ein Praktikum nach dem anderen aufzuhalsen, nebenbei noch kein Projekt unber\u00fchrt zu lassen, das mich nur in irgendeiner Weise in meiner Karriereplanung weiter bringen k\u00f6nnte und sich gut im Lebenslauf machen k\u00f6nnte. \u201eIch muss dem geradlinigen und altbekannten Weg folgen, um erfolgreich zu werden.\u201c<\/p>\n<blockquote><p>\u201eEiner wirklich sinnvollen Aufgabe nachgehen zu k\u00f6nnen ist das Wichtigste.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich hatte immer Angst als Faulpelz, als Dickkopf oder \u201eSelbstverwirklicher\u201c abgestempelt zu werden, trotz des Gef\u00fchls, einfach nicht in dieses Schema F reinzugeh\u00f6ren.<\/p>\n<p>W\u00e4re also dieses neuartige Arbeitsverh\u00e4ltnis f\u00fcr Menschen wie mich die L\u00f6sung? Dem Hamsterrad nicht ganz zu entfliehen und \u201eauszusteigen\u201c, sondern ein \u201efast\u201c klassisches Leben f\u00fchren zu k\u00f6nnen und trotzdem eigene Herzensprojekte erfolgreich zu verwirklichen?<\/p>\n<p>Neben dem \u201eMuss-Job\u201c noch einer sinnvollen Aufgabe nachgehen zu k\u00f6nnen und Mehrwert schaffen?<\/p>\n<p>Innovationen machen oft Angst \u2013 wenn wir Jobsharing f\u00fcr uns ausprobieren m\u00f6chten, m\u00fcssen wir missionieren und endlich wieder etwas mehr Inhalt in den Ausdruck \u201eSuche nach neuen Herausforderungen\u201c bringen.<\/p>\n<p>Suchst du auch noch nach neuen Herausforderungen?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im M\u00e4rz durften wir bereits einen Artikel von Julia Lutz von wissensscanner.de bei uns auf dem Blog ver\u00f6ffentlichen. Nachdem sie uns zun\u00e4chst \u00fcber Scanner-Pers\u00f6nlichkeiten informiert hat, stellt sie heute ein m\u00f6gliches Arbeitszeitmodell f\u00fcr eben diesen \u201eTyp\u201c Mensch auf dem Bewerberblog vor. Was ist eigentlich Jobsharing? 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