{"id":15790,"date":"2015-06-17T08:19:08","date_gmt":"2015-06-17T06:19:08","guid":{"rendered":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/?p=15790"},"modified":"2015-06-01T15:42:40","modified_gmt":"2015-06-01T13:42:40","slug":"gastautor-ein-unattraktives-angebot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2015\/06\/gastautor-ein-unattraktives-angebot\/","title":{"rendered":"Gastautor \u2013 ein (un)attraktives Angebot?"},"content":{"rendered":"<p><em>Wer k\u00f6nnte sich besser zum Thema Gastautorenschaft \u00e4u\u00dfern, als einer, der regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr uns Gastartikel verfasst? \ud83d\ude09 Wir freuen uns, dass Benjamin Br\u00fcckner mal wieder etwas f\u00fcr uns und euch geschrieben hat\u2026<\/em><\/p>\n<p>Es gilt als offenes Geheimnis: Gastbeitr\u00e4ge bieten eine Menge Vorteile f\u00fcr die strategische Positionierung im Web. Demnach m\u00fcsste es Scharen von Bloggern geben, die sich darum rei\u00dfen, Gastartikel schreiben zu k\u00f6nnen. 5 Gr\u00fcnde, warum das (leider) nicht so ist und 5 Gr\u00fcnde, daran etwas zu \u00e4ndern.<\/p>\n<h3>1. Geiz<\/h3>\n<p>Schlicht und ergreifend geiziges Denken. Es ist in Ordnung, an die eigenen Vorteile als Gastautor zu denken. Doch manche Blogger ziehen nicht einmal das in Betracht. Sie sehen nicht die Vorteile eines Artikels, f\u00fcr den sie viel Zeit investieren, daf\u00fcr aber eine Reichweite von 200.000 potentiellen Lesern bekommen. Sich einen Ruf machen, Kontakte kn\u00fcpfen, die eigene Expertise ausbauen \u2013 all das ignoriert ein geiziger Blogger, wenn er keine Gastbeitr\u00e4ge schreiben will.<\/p>\n<p>Viele Blogger f\u00fchren ein Inseldasein, weil sie glauben, dass es gen\u00fcgt, im Mikrokosmos des eigenen Blogs zu schreiben. Doch wie sollen Leser \u00fcberhaupt auf einen aufmerksam werden, wenn es keinen Anreiz gibt? Bei einem guten Blogger ist es so \u00e4hnlich wie bei einem guten Schauspieler \u2013 erst seine Flexibilit\u00e4t macht ihn herausragend \u2013 wenn er uns mit einer neuen Rolle \u00fcberrascht, die wir vorher nie von ihm vermutet h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Deswegen halten sich auch die Schauspieler am l\u00e4ngsten in der Branche, die ein markantes Profil haben, ohne eindimensional zu werden. Sie setzen ihre St\u00e4rken einfach vielf\u00e4ltig ein, trauen sich an unkonventionellen Stoff und scheuen sich nicht davor, sich immer wieder aufs Neue zu beweisen. Blogger tun gut daran, genauso vielschichtig zu denken.<\/p>\n<h3>2. Wer ewig strebend sich bem\u00fcht\u2026<\/h3>\n<p>Bequemlichkeit steht in enger Verbindung zum Geiz. \u201eWarum sollte ich jetzt so viel Zeit und Energie in diesen Gastbeitrag investieren? Ich wei\u00df doch eh nicht, was dabei herauskommt.\u201c<\/p>\n<p>Wenn K\u00fcnstler so an ihre ersten Werke herangegangen w\u00e4ren, dann w\u00fcrden wir heute auf unz\u00e4hlige B\u00fccher, Musikalben und Gem\u00e4lde verzichten m\u00fcssen. Man muss immer investieren, um etwas zur\u00fcckzubekommen, oder etwas schlauer gesprochen: Wir ernten, was wir s\u00e4en.<\/p>\n<p>Flei\u00df ist eine Grundtugend des Bloggens. Ohne die Bereitschaft, flei\u00dfig zu sein, wird nichts passieren. Bloggen ist eine T\u00e4tigkeit, die sich durch Leidenschaft, Beharrlichkeit und Spa\u00df auszeichnet. Nat\u00fcrlich sind Resultate nicht absolut planbar. Doch eine gut angelegte Content-Marketing-Strategie kann dabei helfen, Erfolge zu erzielen.<\/p>\n<h3>3. Unfaire Angebote<\/h3>\n<p>Es ist nicht immer die Schuld des Bloggers, dass Gastautorenschaften so unbeliebt sind. Einige schwarze Schafe nutzen Blogger aus: Webmaster, die \u00fcber die Zahl ihrer Leser schwindeln, sich nicht an Absprachen, wie z.B. Ver\u00f6ffentlichungstermine, halten oder nicht wie vereinbart auf die Webseite des Gastbloggers verlinken. Diesen Menschen sollte man nat\u00fcrlich nicht in die H\u00e4nde spielen.<\/p>\n<p>Daher gilt: Vorab die Seriosit\u00e4t des Webauftritts \u00fcberpr\u00fcfen. Welche anderen Gastautoren sind vertreten? Stimmen die Angaben des Webmasters mit den eigenen Nachforschungen (z.B. via <a href=\"http:\/\/www.sistrix.de\/\" target=\"_blank\">SISTRIX<\/a>) \u00fcberein? Vor jeder Kooperation sollten Blogger unbedingt auf den Inhalt der Webseite achten. Ein gutes Tool, um sich einen ersten \u00dcberblick der Seriosit\u00e4t zu verschaffen, ist das <a href=\"https:\/\/www.mywot.com\/\" target=\"_blank\">Web-of-Trust-Plugin<\/a> f\u00fcr Browser. Anhand von User-Bewertungen wird eine Einsch\u00e4tzung ermittelt und als Ampelfarbe neben dem Suchergebnis dargestellt.<\/p>\n<p>Wichtig ist nat\u00fcrlich auch, zu pr\u00fcfen, ob die entsprechenden Inhalte des Blogs zum eigenen Profil passen. Schlie\u00dflich stehen Gastblogger mit ihrem Namen f\u00fcr diese Kooperation und das Internet vergisst bekannterma\u00dfen nie.<\/p>\n<h3>4. Beschr\u00e4nkter Horizont<\/h3>\n<p>Manche Blogger behaupten, sie seien neugierig, weltoffen, hochvernetzt. Und doch sehe ich bei ihnen die immer gleichen Themen aus der Ich-Perspektive, endlose Selfie-Collagen, Outfits, die nur von ihnen getragen werden, kurzum: Der Blog dreht sich im Kreis und um sich selbst.<\/p>\n<p>Das ist so \u00e4hnlich wie mit Leuten, die nur von sich erz\u00e4hlen \u2013 sie werden schnell langweilig, weil man ihr Desinteresse an anderen Menschen erkennt. Wenn wir im realen Leben nicht gern mit solchen Menschen zu tun haben, warum sollte es bei Bloggern anders sein?<\/p>\n<h3>5. Angst<\/h3>\n<p>Sicher, jeder Blogger sollte einen hohen Anspruch an seine Texte haben und das ist auch gut so. Man sollte immer sein Bestes geben und den Inhalt im Fokus des Beitrags haben. Viele Blogger befinden sich hier im Zwiespalt: Einerseits wollen sie bekannter werden, sie m\u00f6chten Leser f\u00fcr sich gewinnen. Andererseits wollen sie sich keinem Risiko aussetzen \u2013 es k\u00f6nnte ja auch negatives Feedback geben. Insbesondere mit dem heutigen Problem der Trolle k\u00f6nnen Kommentare dieser Art auftauchen. Trolling ist jedoch etwas anderes als konstruktive Kritik, es ist einfach nur nervig und wird bereits <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/jan-jasper-kosok\/die-sz-schliesst-ihre-kommentarfunktion\" target=\"_blank\">von einigen Portalen<\/a> geblockt.<\/p>\n<p>Sicher l\u00e4sst sich dar\u00fcber streiten, ob eine Kommentarfunktion grunds\u00e4tzlich abgeschafft werden sollte. Allerdings ist es gerade bei den gro\u00dfen Medien schwierig geworden, die schiere Flut an Trollen herauszufiltern. Daf\u00fcr m\u00fcsste man wohl eigene Redaktionen gr\u00fcnden.<\/p>\n<h3>Warum sich Gastbloggen wirklich lohnt<\/h3>\n<p>Nun haben wir eine \u00dcbersicht der Gr\u00fcnde, weshalb einige Blogger sich davor scheuen, Gastautoren zu werden. Kommen wir nun zu den Vorteilen, die sich ergeben, wenn Blogger \u00fcber ihren eigenen Schatten springen.<\/p>\n<h3>1. Neue Bekanntschaften<\/h3>\n<p>Nie war es so einfach, neue Kontakte zu kn\u00fcpfen und Kooperationen einzugehen. Wie bereits erw\u00e4hnt ist dabei nat\u00fcrlich Obacht geboten, bei und mit wem. Doch warum nicht zuerst beim eigenen Lieblingsblog anklopfen und mit offenen Karten spielen? Eine herzliche E-Mail mit dem Hinweis darauf, dass man seit langer Zeit Leser ist (das sollte nat\u00fcrlich stimmen, sonst wirkt es wenig authentisch) und gern einen Gastartikel verfassen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Die Blogs reagieren unterschiedlich: Einige lassen dem Blogger freie Hand bei der Themenwahl, andere legen Wert auf eine Stimme, die zum Blog passt. Die wenigsten Blogs jedoch lehnen das Gesuch eines Gastautors von vornherein ab. Im \u00dcbrigen lohnt sich auch ein Inserat auf <a href=\"http:\/\/www.bloggerjobs.de\/\" target=\"_blank\">Bloggerjobs.de<\/a>.<\/p>\n<h3>2. H\u00f6here Chancen<\/h3>\n<p>Professionelle Gastblogger sind in jeder Branche gern gesehen. Ob Journalismus, IT oder Kultur \u2013 ein Gastblogger, der hochwertige Texte ver\u00f6ffentlicht, wird von interessierten Menschen wahrgenommen. Und nicht selten sind es genau die, die ein Blogger doch sucht, oder?<\/p>\n<p>Jeder gute Gastartikel erh\u00f6ht die Reichweite, wird weiterempfohlen und erzeugt im g\u00fcnstigsten Fall einen Domino-Effekt. Zudem bleibt ein Gastartikel eine dauerhaft im Netz verankerte Arbeitsprobe \u2013 vorausgesetzt nat\u00fcrlich, die entsprechende Domain bleibt bestehen.<\/p>\n<h3>3. Spa\u00df und Training<\/h3>\n<p>Gastbloggen macht einen Riesen-Spa\u00df. Es schult das vielschichtige, komplexe Denken, da man sich immer wieder auf ein neues Thema und einen neuen Stil einl\u00e4sst. Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung liegt darin, sich dem Tonus des Blogs anzupassen und dabei seine eigene Stimme beizubehalten.<\/p>\n<p>Ein angenehmer Nebeneffekt ist die Schulung der eigenen Schreibe. Bloggen lernt man schlie\u00dflich am besten durchs Bloggen. Und wenn Spa\u00df und Lernen Hand in Hand gehen, ist das die optimale Verkn\u00fcpfung f\u00fcr unser Gehirn.<\/p>\n<h3>4. Weiterentwicklung<\/h3>\n<p>Gastblogger lernen, mit Menschen zu kommunizieren, Absprachen zu treffen, zu recherchieren, zu verhandeln, usw. Sie entwickeln sich gleichzeitig auf den unterschiedlichsten Ebenen weiter und bekommen Einblick in bisher unbekannte Gefilde. Dies funktioniert nat\u00fcrlich wechselseitig, denn auch die Leserschaft des Blogs lernt ein neues Gesicht kennen und wird dadurch bereichert. Womit wir beim n\u00e4chsten Punkt w\u00e4ren.<\/p>\n<h3>5. Bereicherung<\/h3>\n<p>Gute oder sogar sehr gute Gastartikel machen das Internet lebendiger, sch\u00f6ner, hilfreicher und wertvoller. Gastblogger tun also nicht nur sich und dem Blog einen Gefallen, sondern jedem User, der auf der Suche nach Informationen zum betreffenden Thema ist.<\/p>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>Nat\u00fcrlich macht ein Gastartikel viel Arbeit \u2013 Arbeit, bei der man nicht mit Garantie wei\u00df, ob sie die M\u00fche wert ist. Allerdings ist es sehr wahrscheinlich, dass gut recherchierte und entsprechend interessant verfasste Gastartikel fr\u00fcher oder sp\u00e4ter die dazugeh\u00f6rige Leserschaft anziehen. Wichtig ist, den richtigen Blog f\u00fcr den Artikel zu finden und sich trotz gewisser Richtlinien nicht zu verbiegen.<\/p>\n<p>Stimmen diese Grundbedingungen, ist das Leben als Gastblogger ein sehr reiches, das viele neue Chancen, Kontakte und Lernpotential birgt \u2013 und das Internet ein bisschen reicher an n\u00fctzlichen Informationen macht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer k\u00f6nnte sich besser zum Thema Gastautorenschaft \u00e4u\u00dfern, als einer, der regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr uns Gastartikel verfasst? \ud83d\ude09 Wir freuen uns, dass Benjamin Br\u00fcckner mal wieder etwas f\u00fcr uns und euch geschrieben hat\u2026 Es gilt als offenes Geheimnis: Gastbeitr\u00e4ge bieten eine Menge Vorteile f\u00fcr die strategische Positionierung im Web. 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