{"id":15909,"date":"2015-07-02T08:18:41","date_gmt":"2015-07-02T06:18:41","guid":{"rendered":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/?p=15909"},"modified":"2015-07-14T17:15:19","modified_gmt":"2015-07-14T15:15:19","slug":"ue40-mehr-selbstverantwortung-fuer-die-eigene-arbeitsmarktattraktivitaet-ist-gefordert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2015\/07\/ue40-mehr-selbstverantwortung-fuer-die-eigene-arbeitsmarktattraktivitaet-ist-gefordert\/","title":{"rendered":"\u00dc40: Mehr Selbstverantwortung f\u00fcr die eigene Arbeitsmarktattraktivit\u00e4t ist gefordert"},"content":{"rendered":"<p>Menschen ab 40 gelten auf dem Arbeitsmarkt als zu teuer und zu unflexibel. Ihr Fachwissen ist nicht mehr aktuell und man ist auch nicht mehr die hoffnungsvolle Nachwuchskraft. Trotz jahrelanger Berufserfahrung ist der Wunsch nach einem Arbeitsplatzwechsel meist nicht leicht zu verwirklichen. Was kann man tun, um trotz fortgeschrittenen Alters attraktiv f\u00fcr den Arbeitsmarkt zu bleiben? Barbara Kettl-Kr\u00e4mer hat sich in ihrem Buch \u201e\u00dc40 und top im Job\u201c intensiv mit diesem Thema besch\u00e4ftigt. Sie kam dabei zu dem Ergebnis, dass die Arbeitsf\u00e4higkeit oft weniger vom Fachwissen als von \u00fcberfachlichen F\u00e4higkeiten und Eigenschaften abh\u00e4ngt.<\/p>\n<h3>Doch welches sind die erfolgsentscheidenden F\u00e4higkeiten der \u00dc40, um interessant f\u00fcr den Arbeitsmarkt zu bleiben?<\/h3>\n<p>Das Stichwort \u201eLebenslanges Lernen\u201c gilt es mit Leben zu f\u00fcllen. Laufende Weiterqualifizierung, die Bereitschaft, sich an Ver\u00e4nderungen anzupassen und die Erhaltung der eigenen Gesundheit sind die Themen, mit denen sich die<a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2015\/06\/ist-die-generation-ue40-wirklich-zu-alt-fuer-den-arbeitsmarkt\/\" target=\"_blank\"> \u00dc40er attraktiv f\u00fcr den Arbeitsmarkt<\/a> halten k\u00f6nnen. Nach den Erkenntnissen von Barbara Kettl-Kr\u00e4mer muss sich die Generation 40 plus wandeln: vom passiven \u201eArbeit-Nehmer\u201c hin zum aktiven \u201eArbeitsmarkt-Unternehmer\u201c. Das \u201ezu alt f\u00fcr den Arbeitsmarkt\u201c betrifft oft nicht das Lebensalter, sondern vielmehr die aktuelle Qualifikation und Leistungsf\u00e4higkeit. Dieser Generation muss bewusst werden, dass sie selber verantwortlich f\u00fcr ihre Arbeitsmarktattraktivit\u00e4t ist. Das bedeutet: Selber die Initiative ergreifen, sich flexibel zeigen, seine eigenen F\u00e4higkeiten und Fertigkeiten realistisch einsch\u00e4tzen und diese immer auf dem aktuellen Stand halten.<\/p>\n<h3>Weiterbildungsnotwendigkeit \u00dc40<\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Trotz der demographischen Entwicklung wird der Druck auf dem Arbeitsmarkt f\u00fcr \u00c4ltere nicht geringer. Man muss permanent selbst an seiner Qualifizierung arbeiten \u2013 unabh\u00e4ngig, ob der Arbeitgeber das initiiert und bezahlt. Es finden sich auf Bundes- und Landesebene immer wieder F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten bis hin zum Bildungsurlaub (leider noch nicht in allen Bundesl\u00e4ndern). Die Weiterbildungsbereitschaft ab 40 kann und muss steigen. Ohne aktuelle Kenntnisse im Job wird es f\u00fcr jeden Arbeitnehmer schwer, sich auf dem Arbeitsmarkt langfristig zu behaupten. Weiterbildung ist kein Thema nur f\u00fcr J\u00fcngere. Gerade \u00e4ltere Arbeitnehmer m\u00fcssen die Notwendigkeit einer st\u00e4ndigen Auffrischung und Erweiterung Ihrer Fachkenntnisse und Leistungsf\u00e4higkeit st\u00e4rkere Beachtung schenken. Die Lernf\u00e4higkeit l\u00e4sst bis ins hohe Alter nicht nach (Berliner Altersstudie, P.B. Baltes, S. 370, 1999).<\/p>\n<p>Die <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/pm\/110533\/2727549\" target=\"_blank\">Studie \u201ePersonaltrends im deutschen Mittelstand 2014\u201c<\/a> der Baumann Unternehmensberatung hatte jedoch zum Ergebnis, dass nur in drei Prozent von 201 befragten Unternehmen Weiterbildungen von Besch\u00e4ftigten \u00fcber 40 Jahren wahrgenommen werden. Die Gr\u00fcnde liegen u.a. in einer permanenten \u00dcberlastung aber auch darin, dass sich viele Arbeitnehmer ab 40 mit ihrer beruflichen und famili\u00e4ren Situation arrangiert haben und nicht die Zeit und Energie f\u00fcr eine weitere Qualifizierung er\u00fcbrigen m\u00f6chten und oft auch nicht k\u00f6nnen. Hier sind die Unternehmen gefragt, welche ihre Arbeitnehmer f\u00fcr Ver\u00e4nderungen und Weiterentwicklung \u00f6ffnen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Axel B\u00f6sch-Supan, Direktor des Max-Planck-Instituts f\u00fcr Sozialrecht und Sozialpolitik in M\u00fcnchen spielt die Geisteshaltung, mit der man dieser Herausforderung entgegentritt eine wesentliche Rolle. Optimismus ist sicher hilfreich. Man sollte die gewonnenen Jahre als Chance betrachten, meint er.<br \/>\nEin l\u00e4ngeres Erwerbsleben bietet die Gelegenheit, zus\u00e4tzliche \u00f6konomische Kraft zu entfalten und wertsch\u00f6pfend zu nutzen. Das gilt nicht nur f\u00fcr die Arbeitnehmer sondern auch f\u00fcr die Arbeitgeber!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Menschen ab 40 gelten auf dem Arbeitsmarkt als zu teuer und zu unflexibel. Ihr Fachwissen ist nicht mehr aktuell und man ist auch nicht mehr die hoffnungsvolle Nachwuchskraft. 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