{"id":16227,"date":"2015-10-06T08:20:17","date_gmt":"2015-10-06T06:20:17","guid":{"rendered":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/?p=16227"},"modified":"2016-05-12T11:34:39","modified_gmt":"2016-05-12T09:34:39","slug":"warum-ich-nicht-informatik-studiere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2015\/10\/warum-ich-nicht-informatik-studiere\/","title":{"rendered":"Warum ich nicht Informatik studiere"},"content":{"rendered":"<h2>\u2026wei\u00df ich ganz genau!<\/h2>\n<p>Eigentlich. Aber bei all den Kunden, f\u00fcr die bei uns im B\u00fcro t\u00e4glich <a href=\"http:\/\/towerconsult.de\/Landing\/softwareentwickler\/?tx_tcjobs_jobs\" target=\"_blank\">gut ausgebildete Informatiker<\/a> gesucht werden, wird man schon mal stutzig. Das Studium ist einfach zu schwer und zu trocken und der Beruf scheinbar \u00f6de und langweilig. Hat die Informatik einen so schlechten Ruf verdient? Und woher kommt der?<\/p>\n<h3>Was fr\u00fcher noch cool war<\/h3>\n<p>In der Schule war Informatik immer super. Da hatte jeder Spa\u00df dran, am Computer rumzuspielen. Bei Vortr\u00e4gen hat sich jeder freiwillig f\u00fcr die PowerPoint gemeldet. Einen Laptop mit Internetzugang, ein Auto und ein Handy mit allen m\u00f6glichen Apps hat heute auch jeder. Wieso also nicht damit sein Geld verdienen?<\/p>\n<ul>\n<li>Wie funktioniert der Transport von Daten im Internet?<\/li>\n<li>Wie kann ich mich vor Passwortdiebstahl im Internet sch\u00fctzen?<\/li>\n<li>Wie entwickelt man intelligente Maschinen?<\/li>\n<\/ul>\n<p>All das sind Fragen, die sich Informatiker unteranderem stellen. Warum erlischt das Interesse an solchen Themen mit dem Studium?<\/p>\n<h3>Worum es im Informatik Studium geht<\/h3>\n<p>Das Studium lehrt im Allgemeinen, Informationen mit Hilfe von Computern automatisch zu verarbeiten. Da in den ersten Semestern haupts\u00e4chlich mathematische Grundlagen vermittelt werden, unterscheidet es sich hier meist nur im geringen vom klassischen Mathematikstudium. Hinzu kommen dann die Grundlagen der Informatik und der Technik. In h\u00f6heren Semestern ist meist eine Spezialisierung auf bestimmte F\u00e4cher, wie zum Beispiel Wirtschaftsinformatik, Medieninformatik oder Bioinformatik m\u00f6glich. Das Bachelorstudium nimmt in der Regel 6 &#8211; 8 Semester in Anspruch. Wer dann noch den Master machen will, studiert meist weitere 1 bis 2 Jahre.<br \/>\nAls Grundvoraussetzungen f\u00fcr ein Studium der Informatik verstehen die Hochschulen meist:<\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #ed1c24;\">ein gutes mathematisches Verst\u00e4ndnis,<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #ed1c24;\">ausreichend Abstraktionsverm\u00f6gen,<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #ed1c24;\">Kreativit\u00e4t sowie<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #ed1c24;\">gen\u00fcgend Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>Letzteres br\u00e4uchte man vor allem im sp\u00e4teren Job, h\u00e4ufig arbeite man ja eng mit Kunden zusammen. \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Sind all diese Inhalte so abschreckend, dass viele angehende Studenten ein Informatikstudium wirklich von vornherein ablehnen?<\/p>\n\n<h3>Was Abiturienten und Studenten \u00fcber Informatiker denken!<\/h3>\n<p>Welchen <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2015\/03\/informatikstudenten-mw-dringend-gesucht-ist-das-auch-was-fuer-mich\/\">Ruf das Studium der Informatik<\/a> wirklich hat, habe nicht nur ich mich gefragt. Das Institut f\u00fcr Psychologie der <a href=\"http:\/\/www.informatik-studieren.de\/fileadmin\/Daten\/IS6-08-Informatik-studieren.pdf\" target=\"_blank\">TU M\u00fcnchen f\u00fchrte zu diesem Thema eine Studie<\/a> mit 656 Probanden durch, unter denen sowohl Abiturienten und Studenten als auch Studenten der Informatik waren. Heraus kam folgendes:<\/p>\n<ul>\n<li>Das Image der Informatiker ist schlecht. Vor sich sehen viele den Nerd, den<br \/>\nh\u00e4ufig unsozialen Freak, der Pizza essend und Cola trinkend n\u00e4chtelang vor dem Computer sitzt.<\/li>\n<li>Die mathematisch Interessierten sehen im Studium der Mathematik oder Physik tats\u00e4chlich die gr\u00f6\u00dfere intellektuelle Herausforderung. In der Informatik w\u00fcrde man ja nur Programmieren.<\/li>\n<li>Viele sind sich sicher, man m\u00fcsse f\u00fcr das Studium gen\u00fcgend Kenntnisse besitzen, die \u00fcber das in der Schule gelernte hinausgehen. Bei Jura oder Medizin sei dies nicht der Fall.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Na, Hast du dich ertappt gef\u00fchlt?<\/h3>\n<p>Ja, das gebe ich zu. Aber wer sich vom Studium der Informatik abschrecken l\u00e4sst, weil er denkt, der Beruf eines Informatikers ist zwangsl\u00e4ufig der eines Nerds, der irrt sich. Informatiker arbeiten viel im Projektteam oder mit den Anwendern der Systeme, auf die sie sich spezialisiert haben. Teamf\u00e4higkeit und Aufgeschlossenheit gegen\u00fcber Kunden ist daher genauso ein Muss wie ein bisschen Menschenkenntnis. Schlie\u00dflich sollen die Anwendungen eine m\u00f6glichst gro\u00dfe Zielgruppe erreichen. Nebenbei ist \u00fcbrigens nicht jedes Matheass ein Nerd. Mathe wird heutzutage in fast allen Bereichen verlangt. Auch muss nicht jeder angehende Informatikstudent seit der siebten Klasse in seiner Freizeit programmiert haben. Vorkenntnisse sind, wie in vielen anderen Studienf\u00e4chern auch, lediglich ein Bonus. Und wenn dann doch mal ein Nerd dabei ist, kann dieser trotz dieses gesellschaftlichen Stempels gut von seinem Dasein leben. Auch wenn er auf die Dauer nicht darum herum kommt, sich soziale Kompetenzen anzueignen. Die Einstellungs- und Einkommenschancen sind f\u00fcr Informatiker \u00fcberdurchschnittlich gut. Vor allem durch die stetig voranschreitende <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2014\/10\/digitalisierung-der-gesellschaft-und-die-herausforderungen-fur-eine-neue-arbeitswelt-die-aufgaben-des-staates\/\">Digitalisierung<\/a> in der Wirtschaft und auch in fast allen Bereichen des t\u00e4glichen Lebens werden Informatiker immer mehr gebraucht. Diese Tatsache bringt au\u00dferdem den Reiz der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderung mit sich. Wer am Ende mit seiner Arbeit etwas bewegt hat, kann darauf schon mal stolz sein. In der Informatik liegt daf\u00fcr die Chance. Dar\u00fcber hinaus sind der sp\u00e4tere Arbeitsort und die Berufsm\u00f6glichkeiten sehr vielf\u00e4ltig, da die Informatik letztlich in nahezu jedem Bereich eine Rolle spielt.<\/p>\n\n<h3>Und das hei\u00dft?<\/h3>\n<p>Statt einem schlechten Ruf geb\u00fchrt der Informatik wohl vielmehr Respekt. Vor allem potenzielle Studenten sollten ihr Studienfach wohl weniger von Vorurteilen und Image geleitet w\u00e4hlen. Nichts desto trotz, muss an dieser Stelle der Anspruch, den das Studium mit sich bringt, gewahrt werden. An Mathematik kommt man da nicht vorbei. Ich glaube, es w\u00e4re am besten, mal eine Vorlesung zu besuchen und sich so selbst ein Bild von den Studieninhalten und Kommilitonen zu machen. Gleichzeitig kann man so die Selbsteinsch\u00e4tzung der eigenen F\u00e4higkeiten zur Eignung des Studiums verbessern. Und wer sich dann f\u00fcr das Studium entscheidet, f\u00fcr den ist es an den meisten Hochschulen \u00fcbrigens Zulassungsfrei! \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u2026wei\u00df ich ganz genau! Eigentlich. Aber bei all den Kunden, f\u00fcr die bei uns im B\u00fcro t\u00e4glich gut ausgebildete Informatiker gesucht werden, wird man schon mal stutzig. Das Studium ist einfach zu schwer und zu trocken und der Beruf scheinbar \u00f6de und langweilig. Hat die Informatik einen so schlechten Ruf verdient? Und woher kommt der? 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