{"id":16234,"date":"2015-11-10T07:44:32","date_gmt":"2015-11-10T06:44:32","guid":{"rendered":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/?p=16234"},"modified":"2015-11-05T18:21:02","modified_gmt":"2015-11-05T17:21:02","slug":"it-und-frauen-schliessen-sich-nicht-aus-oder-doch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2015\/11\/it-und-frauen-schliessen-sich-nicht-aus-oder-doch\/","title":{"rendered":"IT und Frauen schlie\u00dfen sich nicht aus! Oder doch?"},"content":{"rendered":"<p>Im Jahr 2010 interessierten sich laut einer <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/ix\/meldung\/Schueler-haben-mehr-Interesse-an-IT-Berufen-2511183.html\" target=\"_blank\">Bitkom-Umfrage<\/a> 23 Prozent aller Sch\u00fcler f\u00fcr eine IT-Job, 2015 waren es nur leicht mehr \u2013 n\u00e4mlich 25 Prozent. Im <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2015\/03\/2-teil-interview-informatikstudenten-mw-dringend-gesucht\/\" target=\"_blank\">Studienfach Informatik<\/a> sind 22,5 Prozent der Erstsemester Frauen.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDie IT-Branche ist mit 935.000 Besch\u00e4ftigten nach dem Maschinenbau der gr\u00f6\u00dfte industrielle Arbeitgeber in Deutschland. Angesichts von 41.000 offenen und nur schwer zu besetzenden Stellen sind die Jobaussichten f\u00fcr gut ausgebildete Absolventen hervorragend.\u201c <em>Bitkom-Pr\u00e4sident Prof. Dieter Kempf 2015<\/em><\/p><\/blockquote>\n<h3>Erwartungshaltungen an Frauen<\/h3>\n<p>Noch immer ergreifen <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2015\/10\/warum-ich-nicht-informatik-studiere\/\">viel zu wenige Frauen einen Beruf in der Informatikbranche<\/a>. Laut einer Untersuchung der Vodafone Stiftung interessieren sich nur 0,5 Prozent der Sch\u00fclerinnen f\u00fcr Berufe in der Computerbranche, bei den Jungen sind es immerhin 6 Prozent. 2014 starteten 34.300 Ersemestler ein Informatik-Studium, nur rund 7.700 davon waren Frauen. (Statistisches Bundesamt)<\/p>\n<p>Ein Problem laut OECD-Bericht ist u.a., dass eine gut bezahlte Karriere in der IT in den K\u00f6pfen der Eltern automatisch den S\u00f6hnen zugerechnet wird. Nur 4 von 100 M\u00e4dchen k\u00f6nnen sich vorstellen, in den Ingenieurwissenschaften oder der IT zu arbeiten. Damit geh\u00f6rt Deutschland innerhalb der OECD zu den L\u00e4ndern mit dem gr\u00f6\u00dften Geschlechtergef\u00e4lle. Also sind hier die Eltern und ihre Erwartungshaltung gefragt. Noch zu oft raten sie ihren T\u00f6chtern nicht zu sondern sogar ab, wenn es um eine T\u00e4tigkeit in der Technologiebranche geht. Hier bedarf es einer neu-orientierten Kommunikation, neuer Erwartungshaltungen und gezielter Motivation.<\/p>\n<h3>Ungleichgewicht der Geschlechter<\/h3>\n<p>Zu wenige Frauen in der IT ist jedoch kein Problem nur in Deutschland. In Europa sind ca. 7 Millionen Menschen in der IT-Branche besch\u00e4ftigt. Nur 30 Prozent davon sind Frauen. Bis zum Jahr 2015 werden 900.000 IT-Stellen in Europa unbesetzt bleiben, da Unternehmen keine geeigneten Kandidaten finden. (Information der Europ\u00e4ischen Union 2014) Jedoch nur 20 von 1.000 Absolventinnen w\u00e4hlten im Schnitt in den letzten Jahren einen IT-Studiengang \u2013 im Gegensatz zu 95 von 1.000 bei den M\u00e4nnern (Information der Europ\u00e4ischen Union 2014).<\/p>\n<p>\u201eViele der M\u00e4dchen empfinden IT als zu \u201em\u00e4nnlich\u201c und als zu mathematisch und wissenschaftlich orientiert. \u2026 Viele Frauen haben keine Ahnung, dass es eine Reihe an spannenden IT-Karrieren gibt, die auch mit Menschen zu tun haben. Angefangen bei Projektkoordinatoren und Managern, bis hin zu Marketing-Beratern und Ausbildern.\u201c Nacy Hammervik, Senior Vice President f\u00fcr Branchenbeziehungen CompTIA<\/p>\n<p>Im Bewusstsein dieses Geschlechterungleichgewichts starten Schule, Wirtschaft und Politik vielseitige Aktionen, um M\u00e4dchen f\u00fcr eine Karriere in der Technologie-Branche zu begeistern:<\/p>\n<ul>\n<li>CompTIA: Programm \u201eDream IT\u201c Workshops und Networking Events f\u00fcr junge Frauen, im Unternehmen und in Schulen durchgef\u00fchrt<\/li>\n<li>Girls`day deutschlandweit<\/li>\n<li>EU: Every Girl Digital stellt weibliche Vorbilder aus der IT-Branche zur Motivation von M\u00e4dchen vor<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Unternehmerische Vorteile &amp; Start-ups<\/h3>\n<p>Ein weiterer Beweggrund von Wirtschaft und Politik den Geschlechter-Ausgleich zu erreichen, ist der Fakt, dass Unternehmen im IT-Sektor, die Frauen in leitenden Positionen besch\u00e4ftigen und bei denen Entscheidungen getroffen werden m\u00fcssen, 35 Prozent mehr Einnahmen mit Eigenkapital und 34 Prozent mehr am Gesamtertrag an die Teilhaber feststellen k\u00f6nnen. (Information der Europ\u00e4ischen Union 2014) Aufgrund des Fachkr\u00e4ftemangels sind die Unternehmen regelrecht gezwungen, ihren Talentpool so gut wie m\u00f6glich zu erweitern, um mehr Frauen f\u00fcr den Sektor zu begeistern.<\/p>\n<p>Auch in der Start-up-Szene ist die Frauenquote im Technologie-Sektor sehr gering. Nur ca. 11 Prozent der Start-ups werden von Frauen gegr\u00fcndet (Deutscher Start-up Monitor 2014). Der Bundesverband Deutsche Startups gr\u00fcndete Ende November ein eigenes Netzwerk f\u00fcr Frauen.<\/p>\n\n<h3>Fehlende Frauen-Vorbilder in der IT-Branche?<\/h3>\n<p>Oft ist festzustellen, dass es den M\u00e4dchen und Frauen an Vorbildern in der IT-Branche mangele. Dabei zeigt ein Ausflug in die Geschichte, dass es die Frauen waren, die als Programmierinnen dem Heimcomputer zum Durchbruch verhalfen. So war es Grace Hopper (1906 &#8211; 1992) die Ende der vierziger Jahre Programme f\u00fcr Rechner in einer verst\u00e4ndlichen Sprache schrieb, statt wie bis dahin \u00fcblich mit Einsen und Nullen. Mary Allen Wilkes (geb. 1937) schrieb in den sechziger Jahren die Programme f\u00fcr den Laboratory Instrument Computer (Linc), den Fachleute als den ersten Heimcomputer werteten \u2013 zu haben damals zu einem Preis von 40.000 Dollar. Wenige Jahre sp\u00e4ter entwickelte die Informatikerin Adele Goldberg (geb. 1945) eine leicht verst\u00e4ndliche Computersprache, welche als die Geburt der modernen Benutzeroberfl\u00e4che gilt. Mit dieser benutzerfreundlichen Bildschirmoberfl\u00e4che gelang Apple \u2013 in Person Steve Jobs \u2013 der Durchbruch.<\/p>\n<p>Solche Vorbilder sollen M\u00e4dchen von heute ermutigen, einen Job in der Technologiebranche anzustreben. Denn heute wie damals fallen Frauen in der IT wesentlich mehr auf. Und das sollten, nein m\u00fcssen sie endlich als gro\u00dfen Vorteil f\u00fcr sich verstehen und nutzen \u2013 und bitte unabh\u00e4ngig von bestehenden Erwartungshaltungen!<\/p>\n<p><span style=\"color: #ed1c24;\"><em>Dir hat dieser Artikel gefallen und du m\u00f6chtest regelm\u00e4\u00dfig Post von uns erhalten? <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/bewerberblog-newsletter\/\">Melde dich jetzt f\u00fcr unseren Newsletter an!<\/a><\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 2010 interessierten sich laut einer Bitkom-Umfrage 23 Prozent aller Sch\u00fcler f\u00fcr eine IT-Job, 2015 waren es nur leicht mehr \u2013 n\u00e4mlich 25 Prozent. Im Studienfach Informatik sind 22,5 Prozent der Erstsemester Frauen. \u201eDie IT-Branche ist mit 935.000 Besch\u00e4ftigten nach dem Maschinenbau der gr\u00f6\u00dfte industrielle Arbeitgeber in Deutschland. 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