{"id":17831,"date":"2016-09-14T08:13:50","date_gmt":"2016-09-14T06:13:50","guid":{"rendered":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/?p=17831"},"modified":"2016-09-05T12:35:24","modified_gmt":"2016-09-05T10:35:24","slug":"absageschreiben-standardisiert-oder-doch-lieber-persoenlich-begruendet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2016\/09\/absageschreiben-standardisiert-oder-doch-lieber-persoenlich-begruendet\/","title":{"rendered":"Absageschreiben: Standardisiert oder doch lieber pers\u00f6nlich begr\u00fcndet?"},"content":{"rendered":"<p>Absageschreiben sind nicht nur ein gef\u00fcrchtetes Szenario f\u00fcr jeden Bewerber, sondern auch eine undankbare Aufgabe f\u00fcr die Personalverantwortlichen. W\u00e4hrend sich die abgelehnten Jobinteressenten begr\u00fcndete Absagen mit pers\u00f6nlicher Note w\u00fcnschen, bem\u00fchen sich die Unternehmen um allgemein gehaltene Standardbriefe auf rechtssicherer Grundlage. Diese Kluft zwischen Vorstellung und Realit\u00e4t konnte das E-Recruiting-Unternehmen softgardens feststellen, das im M\u00e4rz 2016 gemeinsam mit dem Personalmagazin eine Umfrage mit Bewerbern und Personalverantwortlichen durchf\u00fchrte.<\/p>\n<h3>Die Erwartungen der Bewerber: Begr\u00fcndete Absagen<\/h3>\n<p>Auf Bewerberseite gaben 1.130 Kandidaten ihre Vorstellungen und Erfahrungen preis. Auffallend ist, dass die befragten Bewerber die erhaltenen Absageschreiben mit einem formalen und austauschbaren Serienbrief vergleichen.<\/p>\n\n<p>Die Erwartungen sehen freilich anders aus. So stufen beispielsweise 73 Prozent der befragten Bewerber eine nachvollziehbare Begr\u00fcndung f\u00fcr die Absage als wichtig ein. F\u00fcr 62 Prozent spielt ein freundlicher Tonfall eine bedeutende Rolle. Zudem sehen 61 Prozent der Kandidaten eine<a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2015\/01\/was-tun-wenn-auf-die-bewerbung-keine-antwort-kommt\/\"> zeitnahe Antwort auf ihre Bewerbung<\/a> als essentiell an.<\/p>\n<h3>Die Bedenken der Personalverantwortlichen: Schadenersatzforderungen<\/h3>\n<p>Der Gro\u00dfteil der insgesamt 123 befragten Personaler wertet das Absageschreiben als formalen Brief. Aus Angst vor Klagen und Schadenersatzforderungen verzichten die meisten Unternehmen bewusst auf pers\u00f6nlich formulierte Absagen. Lediglich drei Personaler gaben an, dass sie die pers\u00f6nliche Komponente der abgelehnten Kandidaten bei der Absage ber\u00fccksichtigen. Als wichtigste Kriterien bei der Formulierung von Absageschreiben kristallisierten sich mit jeweils 68 Prozent ein \u201efreundlicher Tonfall\u201c und eine \u201ezeitnahe Antwort auf die Bewerbung\u201c heraus. 60 Prozent der befragten Personaler messen dem \u201eAusdruck von Wertsch\u00e4tzung gegen\u00fcber dem Bewerber\u201c eine gro\u00dfe Bedeutung bei.<\/p>\n<h3>Die Realit\u00e4t: Allgemein gehaltene Standardbriefe statt personalisierter Schreiben<\/h3>\n<p>Personalverantwortliche stellen in der Regel hohe Anforderungen an die <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2009\/01\/wie-formuliere-ich-mein-anschreiben-klappe-die-erste\/\">Bewerbungsschreiben<\/a> der Jobinteressenten. Umgekehrt k\u00f6nnen sie die Erwartungen der Bewerber an ein Absageschreiben oftmals nicht erf\u00fcllen. Aus Zeitmangel oder aus rechtlichen Beweggr\u00fcnden wickelt ein Gro\u00dfteil der Unternehmen die R\u00fcckmeldungen an die ausgeschiedenen Kandidaten n\u00e4mlich in Form von Standardbriefen ab. Dies best\u00e4tigten die Umfrageergebnisse auf beiden Seiten des Bewerbungsprozesses. So verfassen lediglich 20 Prozent der befragten Personaler eigenen Angaben zufolge personalisierte Absageschreiben. Der Anteil jener, die ihre Absage mit nachvollziehbaren Gr\u00fcnden untermauern, ist mit 24 Prozent ebenfalls gering. Diese Angaben decken sich mit den Erfahrungen auf Bewerberseite. So erhielten nur 22 Prozent der befragten Kandidaten ein personenbezogenes Absageschreiben. Der gleiche Prozentsatz konnte eine nachvollziehbare Begr\u00fcndung im Absagebrief nachlesen.<\/p>\n<h3>Die \u201epositiven\u201c Seiten der Absageschreiben<\/h3>\n<p>Einige Eckpunkte setzen viele Unternehmen jedoch sehr gut um, wie die Umfrageergebnisse belegen. So sind eine wertsch\u00e4tzende Haltung, ein freundlicher Tonfall und gute W\u00fcnsche f\u00fcr den zuk\u00fcnftigen Lebensweg in den <a href=\"http:\/\/www.personalmanagement.info\/hr-know-how\/fachartikel\/detail\/absageschreiben-wie-individuell-darf-es-sein\/\" target=\"_blank\">Absageschreiben<\/a> weitgehend zu finden. Auch das Angebot, den Kandidaten f\u00fcr die Zukunft in den unternehmenseigenen Bewerberpool aufzunehmen, ist in den Unternehmen durchaus \u00fcblich.<\/p>\n<p>Hinsichtlich der zeitnahen Abwicklung besteht allerdings Handlungsbedarf, zumal viele Kandidaten entweder gar kein Absageschreiben bekommen oder sich einige Monate gedulden m\u00fcssen. Umgekehrt gibt es auch Personalverantwortliche, die pers\u00f6nlich formulieren und gute Absageschreiben versenden. Dies zeigte ein Wettbewerb zum Thema \u201eBeste Absageschreiben 2014\u201c, den das Beratungsunternehmen Kienbaum und die Jobb\u00f6rse Jobware veranstalteten.<\/p>\n<p>Weitere wichtigen Tipps zum Thema Absageschreiben finden Sie auf <a href=\"http:\/\/www.personal-wissen.de\/2335\/losung-standardfloskel-wie-sie-mit-absagen-richtig-umgehen\/\">Personal-Wissen.de<\/a><\/p>\n<p><em>Du m\u00f6chtest regelm\u00e4\u00dfig Informationen \u00fcber Karriereplanung und Bewerbungstrends erhalten? <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/bewerberblog-newsletter\/\">Melde dich jetzt f\u00fcr den Bewerberblog-Newsletter an!<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Absageschreiben sind nicht nur ein gef\u00fcrchtetes Szenario f\u00fcr jeden Bewerber, sondern auch eine undankbare Aufgabe f\u00fcr die Personalverantwortlichen. 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