{"id":18003,"date":"2016-10-12T07:37:15","date_gmt":"2016-10-12T05:37:15","guid":{"rendered":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/?p=18003"},"modified":"2016-10-06T12:04:48","modified_gmt":"2016-10-06T10:04:48","slug":"digitalisierung-strukturwandel-der-arbeitswelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2016\/10\/digitalisierung-strukturwandel-der-arbeitswelt\/","title":{"rendered":"Digitalisierung = Strukturwandel der Arbeitswelt"},"content":{"rendered":"<p>Wir befinden uns im Zeitalter der Daten\u00f6konomie. Die Digitalisierung betrifft mittlerweile alle Lebens- und Arbeitsbereiche und verfolgt das Ziel, die menschliche Arbeit in hohem Ma\u00df zu reduzieren. Es finden sich auf dem Markt viele Studien\/Umfragen, die der Frage nachgehen, ob mit der Digitalisierung der Arbeitswelt mehr Arbeitspl\u00e4tze vernichten werden, als neue entstehen. Eine <a href=\"http:\/\/www.ad-hoc-news.de\/die-beschleunigte-digitalisierung-kann-in-deutschland-bis-2030-zu-einem--\/de\/News\/50389992\" target=\"_blank\">Studie im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums<\/a> kam zu dem Ergebnis, dass entgegen den vielfach ge\u00e4u\u00dferten Erwartungen, die Digitalisierung gef\u00e4hrde Arbeitspl\u00e4tze in gro\u00dfem Umfang, es \u201edurch eine beschleunigte Digitalisierung gelingen k\u00f6nne, wirtschaftliches Wachstum und Besch\u00e4ftigung zu erzeugen\u201c. (Spiegel, S. 76, 16.07.2016)<\/p>\n<h3>Gewinner und Verlierer<\/h3>\n<p>Fakt ist, dass die Digitalisierung zu einem grundlegenden Strukturwandel der Arbeitswelt f\u00fchrt. Es gibt Branchen, die zu den Gewinnern bei einer beschleunigten Digitalisierung geh\u00f6ren mit einem prognostizierten Besch\u00e4ftigungsgewinn bis zu einer Million Erwerbst\u00e4tigen (<a href=\"http:\/\/www.economix.org\/\" target=\"_blank\">Economix<\/a>-Bericht). Dazu geh\u00f6ren die klassischen Industriebranchen (Elektronikindustrie, Fahrzeugbau), aber auch IT-Firmen, Unternehmensdienstleister, Forschung und Entwicklung.<\/p>\n<p>Anders verh\u00e4lt es sich f\u00fcr Stellen in der Produktion und Verwaltung. Maschinen besitzen mittlerweile die F\u00e4higkeiten, nicht nur gewisse T\u00e4tigkeiten in der Produktion sondern auch in B\u00fcros, in der Verwaltung zu \u00fcbernehmen (z.B. automatisierte Sachbearbeitung, elektronische Dokumentenerkennung). Somit sind auch qualifizierte, gut bezahlte Jobs in Dienstleistung und Handwerk betroffen. Maschinen \u00fcbernehmen viele T\u00e4tigkeiten, zu denen Fachkr\u00e4fte f\u00e4hig sind. Dabei werden sie nie m\u00fcde, brauchen keinen Urlaub, streiken nicht, sind berechenbar und fast grenzenlos komplexit\u00e4tsf\u00e4hig. Sie sind in der Lage, Spezialisten brotlos zu machen. (Der Spiegel 36\/2016, S. 110f)<\/p>\n\n<p>Der Strukturwandel der Arbeitswelt durch die Digitalisierung hat in vielen Branchen Arbeitspl\u00e4tze gekostet und wird dies auch weiterhin tun. Aber im Gegensatz dazu, ist auch immer wieder Neues entstanden. Im Zuge der Digitalisierung sind bisher mehr Jobs geschaffen worden als verloren gegangen. Doch wird diese Entwicklung auch in Zukunft so verlaufen und wie m\u00fcssen die Arbeitnehmer und Arbeitgeber darauf reagieren?<\/p>\n<h3>Gewohntes geht verloren, Neues entsteht<\/h3>\n<p>Nach den Berechnungen des Mannheimer Arbeitsmarktexperten Holger Bonin liegt der Anteil der Arbeitspl\u00e4tze, die so betrachtet der Automatisierung zum Opfer fallen k\u00f6nnten, in Deutschland bei ca. 12 % , das w\u00e4ren f\u00fcnf Millionen Menschen. Dabei spielt der Bildungsstand eine wesentliche Rolle: B\u00fcrger mit Hochschulabschluss stehen nur zu 25 Prozent in der Gefahr, wegrationalisiert zu werden. Geringqualifizierte dagegen zu 80 Prozent. \u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich beim Einkommen: Das bestverdienende Zehntel der Bev\u00f6lkerung ist nur zu 20 Prozent gef\u00e4hrdet, das Zehntel am untersten Verdienstrand jedoch zu 60 Prozent. Diese Zahlen zeigen, dass der Wandel nicht irgendwann in der Zukunft stattfindet, sondern bereits heute passiert.<\/p>\n<p>Digitalisierung ver\u00e4ndert die Arbeitswelt grundlegend. Gewohntes geht verloren, neue Aufgaben entstehen, die mit den alten nichts mehr zu tun haben. Der Arbeitsmarkt wird sich in hohem Ma\u00dfe flexibilisieren. Das bedeutet z.B., dass Unternehmen Personal nur tempor\u00e4r f\u00fcr die Abwicklung von Projekten einsetzen. Um mit dieser Entwicklung mitzuhalten, ist es unabdingbar, sich kontinuierlich neues Wissen anzueignen.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eIn einer Welt, die sich so schnell dreht, hat es keinen Sinn mehr, f\u00fcnf Jahre lang zu studieren und dann lebenslang bei der gleichen Firma zu arbeiten\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>sagt Sebastian Thrun, einer der Vordenker im Silicon Valley. Die Arbeitnehmer haben es also zu einem gro\u00dfen Teil selbst in der Hand, nicht abgeh\u00e4ngt zu werden.<\/p>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>Die \u00f6ffentliche Diskussion \u00fcber die Digitalisierung findet sich aktuell fast \u00fcberall. Sie wird intensiv gef\u00fchrt, oft entstehen dabei jedoch Verwirrung und Verunsicherung seitens der Arbeitnehmer. Somit begleitet die Digitalisierung oft ein schlechtes Image. Doch wir k\u00f6nnen uns nicht gegen die digitale Transformation stellen. Sie ist bereits in unserer Arbeitswelt angekommen. Es wird Ver\u00e4nderungen geben. Gerade deshalb ist der offene Dialog im Unternehmen so entscheidend. Die Menschen wissen, dass es zu unaufhaltsamen Ver\u00e4nderungen kommen wird \u2013 nicht nur in den betrieblichen Abl\u00e4ufen sondern auch in Bezug auf ihre fachlichen Kompetenzen. Unternehmen m\u00fcssen sich einer neuen Unternehmenskultur stellen. Denn der Wettbewerbsvorteil liegt nicht nur in der Automatisierung sondern in neuen Gesch\u00e4ftsmodellen, in einer ver\u00e4nderten Denkkultur innerhalb der Unternehmen. Arbeitnehmer sind angehalten, st\u00e4ndig an der Aktualit\u00e4t ihres Wissens zu arbeiten. Der Spruch: \u201eLebenslanges Lernen\u201c wirkt abgedroschen, ist aber leider doch wahr&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir befinden uns im Zeitalter der Daten\u00f6konomie. Die Digitalisierung betrifft mittlerweile alle Lebens- und Arbeitsbereiche und verfolgt das Ziel, die menschliche Arbeit in hohem Ma\u00df zu reduzieren. 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