{"id":18700,"date":"2017-08-01T10:22:21","date_gmt":"2017-08-01T08:22:21","guid":{"rendered":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/?p=18700"},"modified":"2021-02-26T13:36:55","modified_gmt":"2021-02-26T12:36:55","slug":"die-neue-psychologin-im-it-paradies","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2017\/08\/die-neue-psychologin-im-it-paradies\/","title":{"rendered":"Die neue Psychologin im IT-Paradies"},"content":{"rendered":"<p>Seit nun ein paar Tagen erweitere ich das <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/\">TowerConsult<\/a> Team als Praktikantin der Psychologie. In Jena bin ich seit ungef\u00e4hr einem Jahr und habe mich hier schon gut eingelebt. Besonders gut gef\u00e4llt mir, dass Jena von Bergen und von Natur eingeschlossen ist und man nicht weit laufen muss, um die <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2017\/06\/jena-ich-kam-sah-und-wollte-nicht-mehr-weg\/\">Sch\u00f6nheit von Jena<\/a> zu erfahren. Au\u00dferdem gibt es in Jena immer wieder sch\u00f6ne, kleine Caf\u00e9s und Kneipen in kleinen Ecken der Stadt zu entdecken. Nicht zuletzt freue ich mich auf meine ersten Kulturarenaabende.<\/p>\n<h2>Von Deutschland nach Neuseeland<\/h2>\n<p>Urspr\u00fcnglich komme ich allerdings nicht aus \u201edem Osten\u201c, sondern bin ein \u201eWessi\u201c aus dem sch\u00f6nen Trier, der \u00e4ltesten Stadt Deutschlands. Dort bin ich aufgewachsen und habe mein Abitur gemacht. Danach hat es mich das erste Mal in die gro\u00dfe weite Welt gezogen. Ich wollte so weit wie m\u00f6glich von Deutschland weg und was w\u00e4re da passender als Neuseeland? Also hat es mich im Fr\u00fchjahr 2010 nach Neuseeland als Au Pair verschlagen, wo ich ein Jahr gelebt und gearbeitet habe. Neuseeland ist ein wundersch\u00f6n gr\u00fcnes Land und ideal f\u00fcr lange Wanderungen durch die Natur. Die Natur Neuseelands ist atemberaubend und einzigartig durch ihre Vielfalt. Insgesamt habe ich mich dort um vier Kinder gek\u00fcmmert, was zeitweise sehr anstrengend war, aber ich habe die Kinder so lieb gewonnen, dass es mir am Ende unglaublich schwer gefallen ist, sie zu verlassen.<\/p>\n<h2>Von der Geburtsstadt Karl Marx\u2018 nach Karl-Marx-Stadt<\/h2>\n<p>Von der Geburtsstadt Karl Marx\u2018 hat es mich dann nach Karl-Marx-Stadt oder wie sie heute hei\u00dft Chemnitz, verschlagen. Dort habe ich meinen Bachelor in Psychologie begonnen und ihn 2015 abgeschlossen. Auch wenn die meisten nicht viele gute Worte \u00fcber Chemnitz verlieren, hat es mir dort sehr gut gefallen. Zwar gibt es deutlich sch\u00f6nere St\u00e4dte, aber in Chemnitz gibt es immer wieder neue sch\u00f6ne Ecken zu entdecken, die man erst kennt, wenn man schon l\u00e4nger dort wohnt. Ein kleiner Insidertipp: unbedingt das Eis von \u201eMaschners\u201c probieren \u2013 das wahrscheinlich leckerste Eis Deutschlands (abgesehen vom Eiscaf\u00e9 Rigoni in Trier)!<\/p>\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Von Karl-Marx-Stadt nach Westafrika<\/h2>\n<p>Nach meinem Bachelor hat mich wieder die Reiselust gepackt. Ich habe das gemacht, was ich schon sehr, sehr lange machen wollte. Eine l\u00e4ngere Zeit in Afrika verbringen und sehen wie die Menschen dort arbeiten und leben. Daher habe ich mich entschlossen ein <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2014\/05\/brauche-ich-einen-auslandsaufenthalt-fur-den-lebenslauf\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">freiwilliges Auslandsjahr<\/a> in Benin in Westafrika mit der Organisation <a href=\"http:\/\/wordpress.kinderhilfe-westafrika.de\/2016\/11\/24\/tanguieta-neubau-einer-schule\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Kinderhilfe Westafrika<\/a> zu absolvieren. Die Amtssprache in Benin ist Franz\u00f6sisch und es ist eines der \u00e4rmsten L\u00e4nder der Welt. 70% aller Frauen k\u00f6nnen nicht lesen und schreiben und die Lebenserwartung ist mit 61 Jahren 20 Jahre unter der Lebenserwartung in Deutschland. Die Menschen dort haben im Vergleich zu uns ein wirklich hartes Leben. Die Arbeit ist anstrengend und am Ende bleibt trotzdem nicht viel mehr \u00fcbrig als zum \u00dcberleben notwendig. Trotz der ganzen Schwierigkeiten hat mich in meinem Jahr in Benin immer der Optimismus und die Fr\u00f6hlichkeit der Menschen beeindruckt. Egal wie schwierig und unl\u00f6sbar die Situation scheint: Gemeckert wird eigentlich nie. Da k\u00f6nnen wir Deutsche uns gut eine Scheibe von abschneiden.<\/p>\n<h3>Der Alltag in Benin<\/h3>\n<div id=\"attachment_18789\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.towerconsult.de\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-18789\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-18789 size-medium\" src=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Benin2-e1503318321472-300x225.jpg\" alt=\"Sarah in Benin\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Benin2-e1503318321472-300x225.jpg 300w, https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Benin2-e1503318321472-150x113.jpg 150w, https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Benin2-e1503318321472-768x576.jpg 768w, https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Benin2-e1503318321472.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-18789\" class=\"wp-caption-text\">Sarah in Benin<\/p><\/div>\n<p>In Benin habe ich in der kleinen Stadt Tangui\u00e9ta, im Norden Benins, als Deutsch- und Englischlehrerin an einer Grundschule und am Coll\u00e8ge gearbeitet. Au\u00dferdem habe ich zusammen mit einer anderen Freiwilligen die ersten langfristigen Alphabetisierungskurse in Tangui\u00e9ta gegr\u00fcndet. Insgesamt hatten wir ungef\u00e4hr 30 Sch\u00fcler mit unterschiedlichen Niveaus. Neun dieser Sch\u00fcler konnten am Ende gl\u00fccklich ihr Zertifikat in den H\u00e4nden halten, das ihnen bescheinigte, dass sie nun lesen und schreiben k\u00f6nnen. Die Freiwilligen, die jetzt f\u00fcr ein Jahr an der Schule arbeiten, f\u00fchren die Kurse weiter. Inzwischen sind diese so bekannt, dass sogar Direktoren ihre Frauen auf unsere Schule schicken, damit sie lesen und schreiben lernen. Noch heute unterst\u00fctze ich das Projekt von Deutschland aus.<\/p>\n<h3>Geld sammeln f\u00fcr den guten Zweck<\/h3>\n<p>Kurz vor Ende meines Aufenthaltes habe ich mich au\u00dferdem entschlossen Geld f\u00fcr einen Brunnen im nahegelegenen Dorf \u201eMokonton\u201c zu sammeln. In Benin gibt es gerade in der Trockenzeit sehr gro\u00dfe Wasserprobleme. Im Falle von Mokonton mussten die Bewohner eine halbe Stunde zu Fu\u00df laufen und hatten dann nur Wasser aus einem verdreckten Bach. Da es keine Alternative gab, mussten sie neben dem W\u00e4sche waschen das Wasser auch trinken und sind oft krank geworden. Tats\u00e4chlich hat die Geschichte und unser <a href=\"http:\/\/www.volksfreund.de\/nachrichten\/region\/trier\/Heute-in-der-Trierer-Zeitung-Sprache-gelehrt-Brunnen-bauen-gelernt-Triererin-Sarah-Albrecht-hilft-ein-Jahr-lang-freiwillig-in-Westafrika;art754,4544942\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Spendenaufruf so viele Menschen ber\u00fchrt<\/a>, dass am Ende viel mehr Geld zusammengekommen ist, als ben\u00f6tigt wurde. Das restliche Geld konnten wir an die Schule geben. W\u00e4hrend meiner Zeit in Benin, stand die Schule vor gro\u00dfen finanziellen Problemen. Es gab zu wenige Klassenr\u00e4ume f\u00fcr die Sch\u00fcler, weshalb der Unterricht oft ausfiel. Dank vielen Spendern, unter anderem des <a href=\"http:\/\/www.mpg-trier.de\/joomla\/index.php\/573-tatortstar-klaus-j-behrend-nimmt-spende-fuer-seine-hilfsorganisation-entgegen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">MPG Triers<\/a>, die einen Spendenlauf f\u00fcr uns veranstaltet haben und dem Lions Club Jena, konnten drei Schulgeb\u00e4ude gebaut und der Schulkomplex somit zur H\u00e4lfe fertig gestellt werden.<\/p>\n<h2>Von Tangui\u00e9ta nach Jena<\/h2>\n<p>Wie man sieht, sind seit meiner Zeit in Benin Entwicklungsprojekte zu meiner gro\u00dfen Leidenschaft geworden. Die Menschen in Benin sind mir unglaublich ans Herz gewachsen und es erstaunt mich immer wieder, wie zuversichtlich sie auch in sehr schwierigen Lagen ihres Lebens an neue Herausforderungen gehen und wie viel Kraft ihnen der Glaube an Gott schenkt.<\/p>\n<p>Nach einem Jahr in Benin ist es mir unglaublich schwer gefallen alles zur\u00fcckzulassen, aber mein Studium musste weitergehen. Und so habe ich mich f\u00fcr Jena entschieden, weil mir dort die Mischung aus Arbeitspsychologie, aber auch \u00a0Interkultur und P\u00e4dagogik sehr gut gefallen hat. Au\u00dferdem habe ich den \u201eOsten\u201c mittlerweile so lieb gewonnen, dass ich hier bleiben wollte. Und nun sitze ich gerade in der TowerConsult GmbH an meinem PC und bin sehr gespannt, was f\u00fcr neue spannende Erfahrungen ich hier mitnehmen kann. Das Team ist auf jeden Fall sehr nett und ich f\u00fchle mich wohl hier. Es gibt Kaffee, Tee und Club Mate umsonst und manchmal sogar einen leckeren selbstgemachten Brombeerkuchen mit frisch gepfl\u00fcckten Brombeeren. Ich bin gespannt auf die n\u00e4chsten Wochen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit nun ein paar Tagen erweitere ich das TowerConsult Team als Praktikantin der Psychologie. In Jena bin ich seit ungef\u00e4hr einem Jahr und habe mich hier schon gut eingelebt. 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