{"id":19073,"date":"2017-12-05T09:52:59","date_gmt":"2017-12-05T08:52:59","guid":{"rendered":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/?p=19073"},"modified":"2017-12-05T09:26:31","modified_gmt":"2017-12-05T08:26:31","slug":"kopfarbeiter-und-ihre-zunehmende-wechselwilligkeit-auf-dem-arbeitsmarkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2017\/12\/kopfarbeiter-und-ihre-zunehmende-wechselwilligkeit-auf-dem-arbeitsmarkt\/","title":{"rendered":"Kopfarbeiter und ihre zunehmende Wechselwilligkeit auf dem Arbeitsmarkt"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr uns als Personaldienstleister mit Spezialisierung auf IT-Fachkr\u00e4fte ist es in zunehmendem Ma\u00dfe ersichtlich, dass die Wechselwilligkeit von Experten in Deutschland im IT-Bereich stetig steigt. Sicherlich spielt \u2013 gerade in Th\u00fcringen \u2013 das Gehalt eine nicht unwesentliche Rolle. Doch ist hier eine Tendenz des Umdenkens erkennbar. Ein zunehmend weiterer Grund f\u00fcr die Jobsuche ist, dass die sogenannten Wissen- bzw. Kopfarbeiter mit zu vielen Routinet\u00e4tigkeiten \u201ebelastet\u201c sind. Bewerber aus der IT-Branche, die sich wegen eines Jobwechsels melden, geben h\u00e4ufig an, dass sie bis zu 50% ihrer Arbeitszeit mit Routinet\u00e4tigkeiten verbringen und in zunehmendem Ma\u00df unzufrieden sind. Betroffen sind vor allem <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/Landing\/softwareentwickler\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Entwickler<\/a>, Grafiker, Designer \u2013 also Menschen, die innovativ und kreativ handeln. Ihren Aussagen zufolge wird sich dies auch in den n\u00e4chsten zwei bis drei Jahren nicht \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Zwar steigen mit der Digitalisierung die komplexen Problemstellungen und wissensbasierten T\u00e4tigkeiten, doch bedeutet das aktuell kein R\u00fcckgang der Routinet\u00e4tigkeiten. Doch warum gelingt es Unternehmen nicht, seine Kopfarbeiter von diesen Routinet\u00e4tigkeiten zu entlasten?<\/p>\n<h2>Fehlendes Management der Kopfarbeiter<\/h2>\n<p>Der Schwerpunkt der Unternehmenskosten entf\u00e4llt heutzutage auf das, was man Kopf- bzw. Wissensarbeit nennt. D.h. die geistige Arbeit bestimmt den gr\u00f6\u00dferen Anteil an den Gesamtkosten. Die manuelle Arbeit wurde bereits in vielen Bereichen durch die Kopfarbeit ersetzt. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Personalaufwand aufgrund weniger Arbeitnehmer sinkt. Er bleibt bestehen, denn die neuen Fachkr\u00e4fte sind hochqualifizierte Spezialisten mit kostenintensiven Aus- und <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/fuer-unternehmen\/weiterbildung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weiterbildungen<\/a>. Somit gilt es f\u00fcr die Unternehmen dringend, diese Kopfarbeit zu managen. Die Ressource Wissen muss produktiv genutzt und zu einer Wertsch\u00f6pfung gef\u00fchrt werden. Doch wie gelingt das zur Zufriedenheit aller Beteiligten?<\/p>\n<h2>Selbstorganisation der Arbeit zulassen und trotzdem produktiv f\u00fchren<\/h2>\n<p>Um das festgelegte Ergebnis zu erreichen, gibt es f\u00fcr den Kopfarbeiter verschiedene Wege, d.h. der Arbeitnehmer organisiert seinen Job selbst. Somit entwickelt jeder seine eigene Arbeitsweise, sein individuelles Vorgehen und seine pers\u00f6nlichen Methoden. Dabei laufen sie jedoch Gefahr sich zu verzetteln, da sie oft mehrere Arbeiten nebeneinander erledigen. Unterbrechungen bewirken, dass man sich st\u00e4ndig wieder neu in die Sache reindenken muss. Die Aufgabe der F\u00fchrungskr\u00e4fte besteht jetzt darin, daf\u00fcr zu sorgen, dass der Kopfarbeiter sich auf eine Sache konzentrieren und diese ungest\u00f6rt zum Ergebnis f\u00fchren kann. Das ist wirksames Management in einem auf Personen bezogenen Unternehmen.<\/p>\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Wissen erm\u00f6glicht zu w\u00e4hlen!<\/h2>\n<p>Denn der Kopfarbeiter verf\u00fcgt \u00fcber die kritische Ressource Wissen, die er beim Verlassen des Unternehmens mitnimmt. Es bestehen in der heutigen Zeit keine Abh\u00e4ngigkeiten oder Bindungen zum Arbeitgeber mehr. Und genau das ist es, was F\u00fchrungskr\u00e4fte erkennen und in ihren Managementt\u00e4tigkeiten ber\u00fccksichtigen m\u00fcssen. Spezialisten f\u00fcrchten sich nicht vor einem Stellenwechsel. Sie wissen genau, dass sie gebraucht werden, wenn nicht in ihrem aktuellen Unternehmen dann in einem anderen.<\/p>\n<p>So ist es an den Unternehmen seine Mitarbeiter wertsch\u00f6pfend zu f\u00fchren, denn die Managementqualit\u00e4t ist in unserer Wissensgesellschaft der Schl\u00fcssel zu Wettbewerbsf\u00e4higkeit. M\u00f6chte ein Unternehmen seine Spezialisten an sich binden, muss es in der Lage sein, die Ideen, F\u00e4higkeiten und Kenntnisse seiner Mitarbeiter zu mobilisieren und zu b\u00fcndeln.<\/p>\n<h2>F\u00fchrung \u2260 Aus\u00fcben von Macht und Denken in Hierarchien<\/h2>\n<p>F\u00fchrungskr\u00e4fte m\u00fcssen die Eigenheiten ihrer Spezialisten managen und dies nicht mit den althergebrachten Mitteln der Macht. Das beeindruckt heute keine Wissens-Fachkraft mehr. Vielmehr m\u00f6chten die Kopfarbeiter als Individuen behandelt werden. Sie m\u00f6chten kreativ und eigenst\u00e4ndig arbeiten. Hier kommt es oft zu Konflikten mit den traditionellen hierarchischen Arbeitsverh\u00e4ltnissen. Unternehmen und dessen F\u00fchrungskr\u00e4fte d\u00fcrfen sich gegen einen Wandel der Arbeitskultur, der <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2016\/10\/digitalisierung-strukturwandel-der-arbeitswelt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Arbeitsstrukturen<\/a> nicht wehren. Und so muss auch dringend die Verteilung der Anteile von Routine- und Kreativarbeit \u00fcberdacht werden. Die Aussage: \u201eRoutinet\u00e4tigkeiten geh\u00f6ren zu jedem Job!\u201c h\u00e4lt kein Talent mehr im Unternehmen. Der Ausgleich zu innovativen, individualistischen T\u00e4tigkeiten ist bestimmend f\u00fcr das heutige Arbeitsverh\u00e4ltnis eines Kopfarbeiters. Die Arbeit in Teams und Netzwerken ist wesentlich f\u00fcr das Erreichen des Ergebnisses und nicht ein Denken in Hierarchien. Kopfarbeiter achten das Fachwissen. Sie m\u00f6chten selbst\u00e4ndig arbeiten und nicht nach Muster und Struktur, die ihnen tagt\u00e4glich von ihren Vorgesetzten vorgegeben werden. Spezialisten legen Wert auf die Qualit\u00e4t ihrer Arbeit und die vorhandenen M\u00f6glichkeiten zur Selbstverwirklichung sowie auf ein ausgewogenes Verh\u00e4ltnis zwischen den Anforderungen der Arbeit und der Freizeit.<\/p>\n<h2>Unternehmenskultur heute = Beachtung der Individualit\u00e4t vom Mitarbeiter und Kunden mit gleichem Fokus<\/h2>\n<p>Unternehmen m\u00fcssen die mit unterschiedlichen Begabungen ausgestatteten Mitarbeiter zu einer Einheit verbinden, indem sie ihre Verschiedenheiten anerkennen. Vergleichbar ist das mit dem Eingehen auf die individuellen Bed\u00fcrfnisse verschiedener Kunden. Das personenbezogene Unternehmen ist gekennzeichnet <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2016\/10\/digitalisierung-wandel-der-unternehmenskultur\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">durch eine Kultur<\/a>, die Kreativit\u00e4t und Individualit\u00e4t f\u00fcr ihre Wissensarbeiter zul\u00e4sst und gleichzeitig f\u00fcr seine Kunden als Qualit\u00e4tsanbieter mit absoluter Leistungsorientierung steht.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Unternehmen m\u00fcssen einen Weg finden, Wissensarbeiter immer mehr von Routinet\u00e4tigkeiten zu entbinden. Was nicht bedeutet, dass es im Berufsalltag nicht zu solchen kommen wird. Aber das Argument, dass es in jedem Job Routinet\u00e4tigkeiten gibt, wird zuk\u00fcnftig nicht zu mehr Mitarbeiterbindung, Erfolg und Steigerung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit f\u00fchren. Denn man darf nicht vergessen: Ihre Spezialisten haben die Wahl auf dem Arbeitsmarkt. Die Unternehmen haben diese nicht mehr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr uns als Personaldienstleister mit Spezialisierung auf IT-Fachkr\u00e4fte ist es in zunehmendem Ma\u00dfe ersichtlich, dass die Wechselwilligkeit von Experten in Deutschland im IT-Bereich stetig steigt. Sicherlich spielt \u2013 gerade in Th\u00fcringen \u2013 das Gehalt eine nicht unwesentliche Rolle. Doch ist hier eine Tendenz des Umdenkens erkennbar. 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