{"id":19163,"date":"2018-01-30T09:50:21","date_gmt":"2018-01-30T08:50:21","guid":{"rendered":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/?p=19163"},"modified":"2018-01-29T15:25:39","modified_gmt":"2018-01-29T14:25:39","slug":"von-der-kunstgeschichte-zum-it-consulting","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2018\/01\/von-der-kunstgeschichte-zum-it-consulting\/","title":{"rendered":"Von der Kunstgeschichte zum IT-Consulting"},"content":{"rendered":"<p>Manche Lebensl\u00e4ufe sind sehr geradlinig: Grundschule, Gymnasium, Studium, Arbeit im studienrelevanten Bereich, Ende. Sie sehen vielleicht nicht allzu spannend aus, zeugen aber von der F\u00e4higkeit, f\u00fcr sich passende Entscheidungen zu treffen und diese selbstmotiviert umzusetzen. Andere wiederum scheinen auf den ersten Blick etwas verwirrend, aber das muss nicht in einem Mangel an Tatendrang und Weitsicht begr\u00fcndet sein &#8211; man muss sich nur auf die dahinterstehende Person einlassen und ihre Geschichte anh\u00f6ren. Die k\u00f6nnte in etwa wie folgt aussehen:<\/p>\n<h2><strong>Meine Anf\u00e4nge als Geisteswissenschaftlerin<\/strong><\/h2>\n<p>Ich bin Julia und unterst\u00fctze (zusammen mit <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2018\/01\/von-jena-nach-hamburg-und-wieder-zurueck\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Linda<\/a>) das IT-Consulting-Team der TowerConsult. Nach dem Abitur in Jena zog es mich direkt an die heimische Universit\u00e4t, um meinen Leidenschaften der Kunstgeschichte und Anglistik nachzugehen, die nach meiner an Sprachen und Kunst orientierten Schulausbildung nur folgerichtig erschien. Nach den ersten Semestern wurde mir jedoch klar, dass ich zur Abwechslung auch ein paar konkrete Daten und Fakten in der Hand haben wollte. Anstatt den ganzen Tag mit kryptischen Texten zu verbringen und mir regelm\u00e4\u00dfig von Professoren in Anz\u00fcgen, die ihre E-Mails von ihren Sekret\u00e4rinnen ausdrucken lie\u00dfen, um diese handschriftlich zu beantworten, damit sie dann wiederum von der Sekret\u00e4rin abgetippt endlich ihren Weg durch den \u00c4ther des Internets antreten konnten, weitere solcher Texte vorlesen zu lassen.<\/p>\n<p>Um herauszufinden, ob die Arbeit als Kunsthistorikerin wenigstens in der Praxis lohnenswerter ist, schob ich ein mehrmonatiges Praktikum am Kunst-Auktionshaus ein. Ergebnis: Unbefriedigend. Daran schloss sich ein <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2016\/02\/auslandssemester-als-karrierechance\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Auslandssemester<\/a> an der Universit\u00e4t Nottingham in England an, bei dem ich viel \u00fcber mich selbst lernte. Hier fasste ich endlich den Entschluss, meinem schlechten Bauchgef\u00fchl zu folgen und einen anderen Weg einzuschlagen. Der sprachwissenschaftliche Teil des Anglistik-Studiums hatte mir bisher am meisten Spa\u00df gemacht und das wollte ich mit meinem Interesse an der Psychologie verbinden. Nach einigen Recherchen fand ich ein Fach, das vielversprechend klang: Cognitive Science!<\/p>\n<p><u><\/u><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Der Umzug in die Naturwissenschaften<\/strong><\/h2>\n<p>Untersuchungsgegenstand der Cognitive Science (Kognitionswissenschaft) ist der menschliche Geist und seine F\u00e4higkeiten wie Wahrnehmung, Denken, Entstehung und Empfindung von Emotionen, Lernen und Sprechen, wobei die dazugeh\u00f6rige \u201eHardware\u201c &#8211; das Gehirn &#8211; nat\u00fcrlich nicht fehlen darf. Das n\u00f6tige R\u00fcstzeug, um sich dieser Vielfalt an Themen zu n\u00e4hern, wird in Veranstaltungen zu Psychologie, Neurobiologie, Philosophie des Geistes, Mathematik, <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/Landing\/informatik-allgemein\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Informatik<\/a> und Neuroinformatik (zur Auswertung und Modellierung experimentell gewonnener Daten), K\u00fcnstlicher Intelligenz und (Computer-)Linguistik vermittelt. Ich blieb f\u00fcr das Bachelor- und Masterstudium in Osnabr\u00fcck und \u00fcberraschte mich selbst damit, die Mathematikpr\u00fcfung beim ersten Versuch zu bestehen oder f\u00fcr meine Bachelorarbeit ein Experiment zu designen und zu programmieren. Ein gro\u00dfartiger Aspekt an meinem auserkorenen Studiengang ist n\u00e4mlich, dass man trotz Spezialisierung auf forschungsorientierte Disziplinen wie Kognitive Psychologie oder Linguistik in jedem Fall Grundkenntnisse in Mathematik und Informatik erwirbt, die die eigene Zukunftsperspektive sinnvoll erweitert.<\/p>\n<p>Nach ein paar sch\u00f6nen Jahren im \u00fcberschaubaren Osnabr\u00fcck zog es mich noch einmal ein halbes Jahr f\u00fcr mein Masterarbeitsprojekt in die Ferne, ins ebenso \u00fcberschaubare aber wundersch\u00f6ne italienische Trento.<\/p>\n<h2><strong>\u2026 und was macht man dann damit?<\/strong><\/h2>\n<p>Nach diesem selbst auferlegten Studium Generale stand die gro\u00dfe Entscheidung an, <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2017\/07\/fristvertraege-frustvertraege\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">weiter in der Forschung zu bleiben<\/a> oder in der \u201efreien Wirtschaft\u201c mein Gl\u00fcck zu suchen. Obwohl zurzeit sehr viele Forschungsgelder in die Neurowissenschaften flie\u00dfen ist es nicht gerade einfach, eine Doktorandenstelle zu ergattern und danach wird die Luft naturgem\u00e4\u00df immer d\u00fcnner, je weiter man versucht, die akademische Karriereleiter zu erklimmen. Zudem hatte ich im Laufe des Studiums nicht nur gl\u00fcckliche Doktoranden kennengelernt, sondern wusste um die teils schwierigen Bedingungen. Also bewarb ich mich f\u00fcr Stellen, bei denen meine interdisziplin\u00e4re Ausbildung gefragt war. So landete ich bei der TowerConsult, bei der ich mich jetzt als \u201ehalber Quereinsteiger\u201c im IT-Consulting (bei der ich langsam aber sicher zum <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/Landing\/softwareentwickler\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vollblutprogrammierer<\/a> werde) einbringe und sehr viel lerne.<\/p>\n<p>Wie man sieht, kann auch einem ungeraden Lebenslauf eine Geschichte zugrunde liegen, bei der jeder einzelne Schritt f\u00fcr sich betrachtet vollkommen logisch und folgerichtig erscheint. Wenn man genau hinschaut, wird man mit Blicken \u00fcber den Tellerrand belohnt!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manche Lebensl\u00e4ufe sind sehr geradlinig: Grundschule, Gymnasium, Studium, Arbeit im studienrelevanten Bereich, Ende. Sie sehen vielleicht nicht allzu spannend aus, zeugen aber von der F\u00e4higkeit, f\u00fcr sich passende Entscheidungen zu treffen und diese selbstmotiviert umzusetzen. 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