{"id":19486,"date":"2018-08-14T09:44:38","date_gmt":"2018-08-14T07:44:38","guid":{"rendered":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/?p=19486"},"modified":"2018-08-13T16:38:20","modified_gmt":"2018-08-13T14:38:20","slug":"das-anschreiben-veralteter-standard-oder-doch-sinnvoll","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2018\/08\/das-anschreiben-veralteter-standard-oder-doch-sinnvoll\/","title":{"rendered":"Das Anschreiben \u2013 veralteter Standard oder doch sinnvoll?"},"content":{"rendered":"<p>Die Deutsche Bahn stellt ab diesem Herbst ihren Bewerbungsprozess f\u00fcr Azubis um. Die Bewerber f\u00fcr die Auszubildendenstellen f\u00fcr 2019 brauchen bei ihrer Bewerbung kein Anschreiben mehr zu verfassen. Andere Firmen ziehen ebenfalls bei diesem Trend mit. Eine gute Gelegenheit, dass wir das Ganze nochmal genau unter die Lupe nehmen: Ist das Anschreiben notwendig? K\u00f6nnt ihr es in Zukunft ganz weglassen oder hat es doch noch eine Daseinsberechtigung?<\/p>\n<h2>Das Anschreiben \u2013 Wieso, Weshalb, Warum und Wie?<\/h2>\n<p>Der eigentliche Sinn des Anschreibens liegt darin, sich selbst kurz vorzustellen. Ihr k\u00f6nnt darin gezielt Aspekte eurer Karriere oder pers\u00f6nliche Eigenschaften beleuchten, um herauszustellen, warum genau ihr der beste Kandidat f\u00fcr die angestrebte Position seid. Ihr k\u00f6nnt eure Motivation f\u00fcr diese Stelle schildern oder eure Gr\u00fcnde f\u00fcr einen Jobwechsel ansprechen. Wichtig ist, dass ihr die Dinge thematisiert, die euch von der Masse der Bewerber abheben. Es steckt also viel Potential in dieser einen Seite. Potential, dass ihr nicht verschwenden solltet!<\/p>\n<p>Ein paar Tipps zum <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2017\/03\/das-perfekte-anschreiben-worauf-personalchefs-achten\/\">perfekten Anschreiben<\/a> findet ihr bereits in fr\u00fcheren Artikeln auf unserem Bewerberblog, dennoch m\u00f6chten wir euch nochmal drei wichtige Hinweise an die Hand geben:<\/p>\n<h3>\u00a0Lebenslauf die zweite?<\/h3>\n<p>Das Anschreiben ist ein eigenst\u00e4ndiger Teil eurer Bewerbung. Bitte behandelt es auch als solchen. Nutzt die Gelegenheit zus\u00e4tzliche Informationen mit einzubringen. Eure Berufsstationen und eure Ausbildung stehen bereits detailliert im <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2016\/09\/erfolgreicher-lebenslauf\/\">Lebenslauf<\/a>, es ist nicht notwendig diese nochmal aufzuz\u00e4hlen. Damit verschwendet ihr nur wertvollen Platz.<\/p>\n<h3>Anschreiben nach einer Mustervorlage?<\/h3>\n<p>Im Internet findet man viele <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2014\/11\/bewerbungsmuster-hilfreich-oder-ein-zeichen-von-hilflosigkeit\/\">Vorlagen<\/a> und Texte zum Thema Anschreiben. Diese solltet ihr allerdings maximal als Anregung nutzen. Ge\u00fcbte Personaler sehen sofort, ob euer Anschreiben selbst geschrieben oder eine Vorlage aus dem Internet ist.<\/p>\n<h3>Ein Anschreiben f\u00fcr alle?<\/h3>\n<p>Es ist klar, dass euer Lebenslauf immer der gleiche ist. Er sieht bei jeder Bewerbung praktisch identisch aus. Das gilt allerdings nicht f\u00fcr das Anschreiben. Das Ganze geht schon beim Ansprechpartner los. Nehmt euch kurz Zeit und recherchiert den richtigen Adressaten f\u00fcr die einzelnen Firmen. Schreibt f\u00fcr jede Bewerbung ein eigenes Anschreiben. Passt es genau auf Position und Unternehmen an und beleuchtet dabei, warum ihr der richtige Kandidat f\u00fcr genau diese Position in genau diesem Unternehmen seid. Personaler merken sehr schnell, wenn ein Standard-Anschreiben an mehrere verschiedene Unternehmen gestreut wurde.<\/p>\n<h2>Warum schaffen einige Unternehmen das Anschreiben ab?<\/h2>\n<p>Ein Argument f\u00fcr das Abschaffen des Anschreibens steht in direktem Zusammenhang mit dessen Inhalt. Unternehmen beklagen sich, dass die Anschreiben keinerlei Mehrwehrt zur Bewerbung beisteuern. In den meisten F\u00e4llen liest man die immer gleichen Standards\u00e4tze \u00fcber Teamf\u00e4higkeit und Belastbarkeit. Ein wirklich gut formuliertes Anschreiben ist leider Seltenheit geworden.<\/p>\n<p><u><\/u><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein weiterer Grund das Anschreiben wegzulassen, ist den <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2012\/11\/wie-lang-sollte-der-bewerbungsprozess-firmenseitig-eigentlich-dauern\/\">Bewerbungsprozess zu vereinfachen<\/a> bzw. zu verschlanken. Man will es den Bewerbern so einfach wie m\u00f6glich machen, um so im \u201eWar for Talents\u201c der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein.<\/p>\n<p>Ihr kennt es sicherlich aus eigener Erfahrung: Hinter einem perfekt formulierten Anschreiben steckt viel Arbeit und M\u00fche. Ohne das Anschreiben ist die Bewerbung deutlich schneller fertig. Der Lebenslauf ist meist aktuell, zumindest wenn man in einer aktiven Bewerbungsphase steckt. Einfach die E-Mail-Adresse der Personalabteilung des Unternehmens raussuchen und die Unterlagen abschicken. Fertig!<\/p>\n<h3>Beispiel Deutsche Bahn<\/h3>\n<p>Dieser Grund scheint auch hinter der Entscheidung der Deutschen Bahn zu stecken. Allerdings gilt die Bewerbung ohne Anschreiben bisher nur f\u00fcr Auszubildende. Die Deutsche Bahn will sich auf diese Weise als Arbeitgeber f\u00fcr Azubis attraktiver machen, indem die Bewerbungsh\u00fcrde herabgesetzt wird. Die Motivation der Auszubildenden wird demnach erst sp\u00e4ter im Bewerbungsprozess in einem Gespr\u00e4ch erfragt. Sp\u00e4testens dann sollten die Azubi-Anw\u00e4rter eine \u00fcberzeugende Antwort parat haben.<\/p>\n<h3>Beispiel Henkel<\/h3>\n<p>\u00c4hnlich gestaltet das auch Henkel: Der DAX-30-Konzern setzt nach One-Click-Bewerbungen, bei denen in erster Linie die Daten des Lebenslaufs \u00fcbermittelt werden, auf pers\u00f6nliche Telefongespr\u00e4che. In diesen werden dann Fragen u.a. zur Motivation, St\u00e4rken und Schw\u00e4chen gestellt, die auch ein gutes Anschreiben beantworten w\u00fcrde. Inhaltlich werden die gleichen Punkte abgefragt, nur die Art und der Zeitpunkt verschieben sich.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Im Bewerbungsprozess ist es zwar m\u00f6glich, auf das Anschreiben zu verzichten. Die Inhalte m\u00fcssen dann aber an anderer Stelle oder in einem anderen Rahmen abgefragt werden. Denn das klassische Anschreiben beinhaltet zu viele wichtige Informationen die f\u00fcr den Bewerbungsprozess entscheidend sind. Speziell f\u00fcr Positionen, bei denen <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2014\/11\/mit-kreativitat-durch-die-bewerbung\/\">Kreativit\u00e4t<\/a> oder das Schreiben von Texten zum Berufsalltag geh\u00f6rt, wird man schwer auf ein Anschreiben verzichten k\u00f6nnen. Selbst wenn der Inhalt erstmal zweitrangig ist, geben der Schreibstil und Formulierungen Einblicke \u00fcber die Person hinter der Bewerbung. Das Anschreiben wird also auch zuk\u00fcnftig notwendig sein, wenn auch nicht immer in der klassischen Form.<\/p>\n<p>Ob es wirklich vorteilhaft ist, den Azubi-Bewerbern das Anschreiben zu ersparen, wird sich im Fall der Deutschen Bahn bald zeigen. Generell ist der Erfolg von der Umsetzung, den internen Strukturen und der Unternehmenskultur abh\u00e4ngig. Wir verfolgen diesen Trend weiter und sind auf die n\u00e4chsten Entwicklungen gespannt!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Deutsche Bahn stellt ab diesem Herbst ihren Bewerbungsprozess f\u00fcr Azubis um. Die Bewerber f\u00fcr die Auszubildendenstellen f\u00fcr 2019 brauchen bei ihrer Bewerbung kein Anschreiben mehr zu verfassen. Andere Firmen ziehen ebenfalls bei diesem Trend mit. Eine gute Gelegenheit, dass wir das Ganze nochmal genau unter die Lupe nehmen: Ist das Anschreiben notwendig? 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