{"id":19666,"date":"2018-12-18T09:29:41","date_gmt":"2018-12-18T08:29:41","guid":{"rendered":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/?p=19666"},"modified":"2018-12-18T09:27:10","modified_gmt":"2018-12-18T08:27:10","slug":"erwartungshaltung-an-das-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2018\/12\/erwartungshaltung-an-das-leben\/","title":{"rendered":"Erwartungshaltung an das Leben"},"content":{"rendered":"<p>Hey, ich bin Steffi und wenn ich eines f\u00fcr und vor allem \u00fcber das Leben gelernt habe, dann, dass sich das Leben in den wenigsten F\u00e4llen vorausplanen l\u00e4sst. Bis zur 11. Klasse hatte ich eine konkrete Vorstellung, was ich will und wie es zuk\u00fcnftig laufen soll. Bis zu dem Moment, an dem ich mich vom Leben \u00fcberrumpelt f\u00fchlte und meine W\u00fcnsche und Tr\u00e4ume f\u00fcr die Zukunft ins Wanken gerieten. Heute m\u00f6chte ich euch kurz meine Erfahrungen zum Thema Erwartungen erz\u00e4hlen. Eines nehme ich vorweg: Der direkte Weg war dabei nicht das Ziel.<\/p>\n<h2>Cottbus &#8211; meine Stadt!<\/h2>\n<p>Als frisch gebackene Abiturientin mit wenig Ahnung vom Leben, schnupperte ich w\u00e4hrend meines freiwilligen kulturellen Jahres in Weimar das erste Mal die Luft des Arbeitsalltages. Dort wo Goethe und Schiller einst wirkten, war es meine Aufgabe wissbegierigen und kulturbegeisterten Touristen spannende und informationsreiche Touren durch die st\u00e4dtischen Museen zu planen. Obwohl die Arbeit mir Freude bereitete, kam f\u00fcr mich eine Ausbildung im kaufm\u00e4nnischen Bereich zum damaligen Zeitpunkt nicht in Frage.<\/p>\n<p>Bereits in der Oberstufe fand ich die Idee Kunstgeschichte zu studieren ganz spannend. Noch w\u00e4hrend der Abi-Phase wurde aus der Kunstgeschichte das Textildesign. Da mir ein Studium jedoch zu trocken erschien und ich meine <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2016\/06\/kreativitaet-im-studium\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kreativit\u00e4t<\/a> ausleben wollte, entschied ich mich f\u00fcr eine Ausbildung im gestalterischen Bereich. Mit dem festen Ziel, unbekannte Wege zu betreten und endlich Erfahrungen au\u00dferhalb meiner Komfortzone zu sammeln, bewarb ich mich deutschlandweit um einen Ausbildungsplatz. Ich wollte am besten so weit weg wie m\u00f6glich von meiner Heimatstadt Jena. Letztendlich zog es mich in eine Stadt am Rande des Spreewalds &#8211; Cottbus!<\/p>\n<p>Mit wenig Wissen \u00fcber die Stadt, daf\u00fcr aber mit vielen Umzugskartons im Gep\u00e4ck, zog es mich im Sommer 2005 nach Cottbus. Meinen ersten Eindruck von dieser Stadt werde ich nie vergessen:<br \/>\nAn einem k\u00fchlen verregneten Sommertag empfing mich die Stadt an der Spree mit eint\u00f6nigen, tristen Plattenbauten. Jedoch \u00e4nderte sich dieser Eindruck schnell. Denn je weiter ich meiner neuen Unterkunft kam, umso charmanter wurden auch die Stra\u00dfen und die Geb\u00e4ude. Da war ich nun: hunderte Kilometer von zu Hause entfernt. Das erste Mal auf mich allein gestellt, in einer fremden Stadt. Ich wohnte in einem gro\u00dfz\u00fcgigen WG-Zimmer im Wohnheimkomplex. Die Eingew\u00f6hnung gelang mir, dank der netten Leute, schnell. Im Laufe der Zeit wurden auch die Telefonate in die Heimat bzw. aus der Heimat weniger. Im Sp\u00e4tsommer 2006 folgte mein pers\u00f6nliches Highlight der gesamten Ausbildungszeit: ein <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2015\/05\/tipps-fuer-ein-gelungenes-praktikum-im-ausland\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mehrw\u00f6chiges Praktikum in Portugal.<\/a> Insgesamt verging die Ausbildungszeit wie im Flug. Den Berufsabschluss hatte ich in der Tasche. Was nun?<\/p>\n<h2>Spontan sein? Kann ich!<\/h2>\n<p>Ich hatte immer noch wenig Ahnung vom Leben. Daf\u00fcr strotzte ich nur so vor Spontanit\u00e4t und freute mich auf das, was auf mich zukam. Da es die Gelegenheit ergab, zog ich in ein beschauliches \u00d6rtchen nahe Stuttgart. H\u00f6chst motiviert, malte ich mir die Zukunft im Land der Maultaschen aus. Jedoch wurde ich schnell auf den Boden der Tatsachen zur\u00fcckgeholt. Der Traum vom angestrebten Job erf\u00fcllte sich wider Erwarten nicht.<\/p>\n<p>Unzufrieden und ohne berufliche Perspektive stellte ich mir wieder die Frage: Was tun? Sollte ich mich weiter um einen Job bewerben oder meinen Wert auf dem Arbeitsmarkt steigern, indem ich eine weiterf\u00fchrende Ausbildung im Medienbereich anstrebte? Einige intensive Recherchen und unz\u00e4hlige <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2018\/01\/10-haeufige-fehler-in-der-bewerbung-und-wie-man-sie-vermeidet\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bewerbungen<\/a> sp\u00e4ter, hatte ich die Antwort auf meine Frage: Ich erhielt die Zusage f\u00fcr einen weiterf\u00fchrenden Ausbildungsplatz als Mediengestalterin \/ Werbetechnikerin im Print-Bereich. Damit stand fest: Ich werde das Schwabenl\u00e4ndle verlassen und mich auf einen neuen spannenden Weg wagen. Wohin? Nach Bremen! Wenn Neubeginn, dann richtig!<\/p>\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Ad\u00e9 Schwabenl\u00e4ndle, moin Hansestadt.<\/h2>\n<p>In k\u00fcrzester Zeit raffte ich mein Hab und Gut zusammen, unterwarf mich einem WG-gesucht-Marathon und zog 2008 in die Hansestadt, dem Zuhause der Bremer Stadtmusikanten. Top motiviert und mit viel Freude auf das, was kommt, lebte ich mich schnell in meinem schnuckligen WG-Zimmer mit Holzfu\u00dfboden ein. Jedoch sollte es nicht lange dauern und ich wurde ein weiteres Mal auf den Boden der Tatsachen zur\u00fcckgezerrt. Die Ausbildungsfirma bangte um ihre Existenz und ich um meine Zukunft. Wieder einmal \u00e4nderte sich von jetzt auf gleich alles f\u00fcr mich. So langsam stellte sich mir die Frage, was mir das Leben sagen m\u00f6chte. Wenn ich eines mittlerweile gut beherrschte, dann mich auf Neues einzustellen und nach Alternativen zu suchen. Pl\u00f6tzlich hatte ich wenige Ambitionen meinem kreativen Berufswunsch weiter nachzueifern.<\/p>\n<p>Mit dem Abi in der Hinterhand und dem Wunsch nach einer guten Grundlage f\u00fcr die berufliche Laufbahn, entschied ich mich f\u00fcr ein Studium. Meine Wahl fiel dabei auf das von mir stets m\u00fcde bel\u00e4chelte BWL-Studium. Nie im Leben h\u00e4tte ich gedacht, dass ich mal in Richtung Wirtschaftswissenschaften tendieren w\u00fcrde. Aber wie hei\u00dft das Sprichwort so sch\u00f6n: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Das WAS stand fest, das WO war noch offen.<\/p>\n<h2>\u201eHome is where your heart is!\u201c<\/h2>\n<p>Mein Herz hatte ich in Cottbus gelassen. Bereits bei meinem Weggang 2007 ahnte ich, dass ich irgendwann hierher zur\u00fcckkehren w\u00fcrde. Ich fasste also den Entschluss, mich 2009 f\u00fcr das BWL-Studium an der Universit\u00e4t in Cottbus zu immatrikulieren. Erneut packte ich meine Kisten, zog um und st\u00fcrzte mich ins Studentenleben. \u00dcberraschenderweise fand ich Gefallen an den Studieninhalten. Gl\u00fccklicherweise ist BWL nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ funktional. Demzufolge fiel meine Entscheidung im Hauptstudium auf die Vertiefungsrichtungen Organisation und F\u00fchrung sowie Handel- und Dienstleistungen. In der Stadt, die ich in mein Herz geschlossen hatte und mit meinen Freunden an der Seite, raste die Studienzeit an mir vorbei. Pl\u00f6tzlich winkte der Bachelor aus der Ferne und das Praxissemester stand vor der T\u00fcr. F\u00fcr mich stand fr\u00fchzeitig fest, dass es ein Praktikum im <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2018\/06\/ein-blick-hinter-die-kulissen-der-joballtag-in-der-personalberatung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">HR-Bereich<\/a> sein soll.<\/p>\n<p>Durch Zufall erhielt ich einen super Praktikumsplatz in einem gro\u00dfen Unternehmen in Jena. Mit einem lachendem und einem weinendem Auge kehrte ich in <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2018\/11\/heimat-ist-dort-wo-die-keksrolle-ist\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">meine Heimat<\/a> zur\u00fcck. \u00dcberaus motiviert und ambitioniert arbeitete ich mich z\u00fcgig in meine Aufgabenfelder ein und \u00fcberzeugte durch mein Engagement. Noch w\u00e4hrend meines Praxissemesters erhielt ich eine Anstellung als wissenschaftliche Hilfskraft. Nach Beendigung des Praxissemesters und erfolgreich verteidigter Bachelorthesis, kr\u00f6nte eine lukrative Arbeitsstelle im selben Unternehmen meinen Erfolg. Mit dem Lebensmittelpunkt wieder in Jena wurde ich hier 2015 sesshaft. Fast vier Jahre sp\u00e4ter und um zwei Jobwechsel reicher im Lebenslauf, verst\u00e4rke ich seit November 2018 das Recruiting-Team der TowerConsult GmbH. Ich bin gespannt, was mich erwartet und freue mich auf eine interessante Zeit.<\/p>\n<p>Einen Weggang kann ich mir heute nur noch schwer vorstellen. Jena ist und bleibt f\u00fcr mich eine der sch\u00f6nsten St\u00e4dte zum Arbeiten und Leben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hey, ich bin Steffi und wenn ich eines f\u00fcr und vor allem \u00fcber das Leben gelernt habe, dann, dass sich das Leben in den wenigsten F\u00e4llen vorausplanen l\u00e4sst. Bis zur 11. Klasse hatte ich eine konkrete Vorstellung, was ich will und wie es zuk\u00fcnftig laufen soll. 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