{"id":21866,"date":"2025-04-17T11:28:10","date_gmt":"2025-04-17T09:28:10","guid":{"rendered":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/?p=21866"},"modified":"2025-06-05T11:24:05","modified_gmt":"2025-06-05T09:24:05","slug":"internationale-bewerbungen-teil-2-erfolgreich-durchstarten-in-japan-und-den-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2025\/04\/internationale-bewerbungen-teil-2-erfolgreich-durchstarten-in-japan-und-den-usa\/","title":{"rendered":"Internationale Bewerbungen \u2013 Teil 2: Erfolgreich durchstarten in Japan und den USA"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]Eine Karriere im Ausland kann eine spannende Herausforderung sein, bringt sie einen doch auch pers\u00f6nlich und beruflich weiter. Jedoch kann es schwierig sein, da die Bewerbungsprozesse sich je nach Land erheblich unterscheiden k\u00f6nnen. So sollte man sich vorher gut genug informieren wie die Bewerbungsstandards in dem jeweiligem Land sind, sodass man sich ein m\u00f6gliches Fauxpas vermeiden kann. In diesem zweiten Teil zu <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2025\/03\/internationale-bewerbungen-erfolgreich-durchstarten-in-grossbritannien-spanien-und-frankreich\/\">internationalen Bewerbungen<\/a> nehmen wir die Bewerbungsprozesse in den USA und Japan genauer unter die Lupe.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<h2>Bewerbungen in Japan<\/h2>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]In Japan folgen Bewerbungsprozesse festen Normen und sind stark strukturiert. Es gibt dort zwei Arten von Lebensl\u00e4ufen: das <em>Rirekisho<\/em> und das <em>Shokumu Keirekisho<\/em>, die jeweils unterschiedlichen Zwecken dienen und spezifische Anforderungen haben.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<h5>Rirekisho \u2013 Der klassische Lebenslauf<\/h5>\n<p>Das <em>Rirekisho<\/em> ist ein vorgefertigtes Formular und l\u00e4sst daher wenig Freiraum f\u00fcr <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2014\/01\/lebenslauf-kreativ-macht-das-sinn\/\">Kreativit\u00e4t<\/a>. Es enth\u00e4lt grundlegende Informationen wie Schulbildung, Arbeitserfahrung, Geburtsdatum sowie Kontaktdaten und vermittelt damit ein allgemeines Bild deiner Person. Die Schulbildung und Arbeitserfahrung sollten in chronologischer Reihenfolge genannt werden, die aktuellste Stationen werden zuletzt genannt. Hierbei werden nur die Institutionen und Zeitr\u00e4ume aufgef\u00fchrt, ohne weiter ins Detail zu gehen. Da gute Noten in Japan eine gro\u00dfe Bedeutung haben, sollten sie unbedingt im Lebenslauf aufgef\u00fchrt werden. L\u00fccken sollten m\u00f6glichst vermieden oder zumindest gut erkl\u00e4rt werden. Qualifikationen sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil, da sie deine F\u00e4higkeiten belegen. Zudem werden Fragen gestellt, wie etwa zur Motivation der Bewerbung. Hier empfiehlt es sich, nicht generisch zu antworten, da dies die einzige M\u00f6glichkeit ist, um sich nochmal positiv von anderen Bewerbern abzuheben.<\/p>\n<h5>Shokumu Keirekisho \u2013 Detaillierter Karriereverlauf<\/h5>\n<p>Im Gegensatz zu dem Rirekisho ist das <em>Shokumu Keirekisho<\/em> ein karrierespezifischer Lebenslauf, der detaillierte Informationen zu deinem beruflichen Werdegang liefert. Er dient dazu festzustellen, ob du die praktischen Erfahrungen und F\u00e4higkeiten mitbringst, die f\u00fcr die angestrebte Position relevant sind. Im Vergleich zum <em>Rirekisho<\/em> geht es hier viel tiefer ins Detail: F\u00fcr jede Position, die du innegehabt hast, werden neben der Dauer und dem Jobtitel auch umfassende Angaben zu den Unternehmensinformationen (wie Name, Mitarbeiteranzahl, Unternehmenskapital und T\u00e4tigkeitsfeld), deinen Aufgaben (einschlie\u00dflich Verantwortlichkeiten, Teamgr\u00f6\u00dfe und genauer T\u00e4tigkeitsbeschreibung), den angewandten F\u00e4higkeiten sowie den erzielten Erfolgen erwartet. Bei dem <em>Shokumu Keirekisho<\/em> solltest du eine antichronologische Reihenfolge (also das aktuellste zuerst) verwenden.[\/vc_column_text][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<div id=\"1744878725099-00115564-d1b4\" class=\"vc_tta-panel vc_active\" data-vc-content=\".vc_tta-panel-body\">\n<div class=\"vc_tta-panel-body\">\n<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element\">\n<div class=\"wpb_wrapper\">\n<p>Das\u00a0<a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2016\/06\/bewerbungsfoto-so-geht-es-richtig\/\" target=\"_self\" rel=\"follow noopener\" data-wpel-link=\"internal\">Bewerbungsfoto<\/a> ist Pflicht und sollte professionell wirken. F\u00fcr das Foto empfiehlt sich ein Business-Outfit, M\u00e4nner im Anzug und Frauen mit Bluse und Blazer. Bei den Datumsangaben sollte man nach dem japanischen Kalendersystem angegeben werden, so entspricht beispielsweise das Jahr 2025 in Japan dem Jahr <em>Reiwa 7<\/em>. Zeugnisse sollten an die Bewerbungsmappe immer mit angeh\u00e4ngt werden. Obwohl Interessen und Hobbys nicht direkt in die Bewertung einflie\u00dfen, k\u00f6nnen sie dennoch einen guten letzten Eindruck von dir hinterlassen.<\/p>\n<p>Der gesamte Interviewprozess kann sich \u00fcber mehrere Monate erstrecken, da der Fokus auf langfristiger Anstellung liegt. Quereinsteiger oder Jobwechsler haben in Japan weniger Chancen als frischgebackene Absolventen, da Unternehmen Wert auf Mitarbeiter legen, die m\u00f6glichst ihr gesamtes Berufsleben dort verbringen. Dabei spielt nicht nur die individuelle Leistung eine Rolle, sondern vor allem, wie gut ein Bewerber ins Team und zur Unternehmenskultur passt. Das <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2016\/03\/punkten-beim-vorstellungsgespraech\/\">Vorstellungsgespr\u00e4ch<\/a> erfolgt in mehreren Runden, beginnend mit der HR-Abteilung, \u00fcber verschiedene Fachabteilungen bis hin zur Unternehmensleitung. Gruppeninterviews kommen in Japan deutlich h\u00e4ufiger vor als in Deutschland und Einstellungstests, wie der SPI-Test, der mathematische und sprachliche F\u00e4higkeiten pr\u00fcft, werden oft verwendet. Auch das Auftreten ist entscheidend: Eine \u00e4u\u00dferst formelle Kleiderordnung verlangt von Bewerbern fast ausschlie\u00dflich schwarze Anz\u00fcge und wei\u00dfe Hemden, um Respekt und Ernsthaftigkeit zu symbolisieren. Begr\u00fc\u00dfungen und Verabschiedungen erfolgen durch Verbeugungen anstelle des H\u00e4ndedrucks, und H\u00f6flichkeit sowie Bescheidenheit sind essenziell. Selbst bei der Darstellung der eigenen St\u00e4rken sollte man zur\u00fcckhaltend und indirekt bleiben.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<h2>Bewerbungen in den USA<\/h2>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]In den USA ist ein kurzes <em>R\u00e9sum\u00e9<\/em> (max. eine Seite), mit den wichtigsten Informationen wie Ausbildung, relevante Berufserfahrungen und F\u00e4higkeiten, \u00fcblich. Um Diskriminierung zu vermeiden werden pers\u00f6nliche Daten wie Geburtsdatum, Familienstand, Religion, Nationalit\u00e4t und Fotos nicht angegeben. Ein <em>Cover Letter<\/em> (<a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2017\/03\/das-perfekte-anschreiben-worauf-personalchefs-achten\/\">Anschreiben<\/a>) ist oft optional, wird aber h\u00e4ufig empfohlen und sollte klar darlegen, warum man zur Stelle passt und welchen Mehrwert man bieten kann. Zeugnisse oder Zertifikate m\u00fcssen nicht beigef\u00fcgt werden, es sei denn, sie werden ausdr\u00fccklich verlangt. Stattdessen wird der Hauptfokus auf <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2018\/04\/social-media-check-mach-deine-profile-fit-fuer-die-bewerbung\/\">Networking<\/a> gelegt. LinkedIn und pers\u00f6nliche Kontakte sind oft entscheidend f\u00fcr den Bewerbungserfolg. Bewerber pr\u00e4sentieren sich aktiv, kn\u00fcpfen Kontakte und suchen direkt nach Stellen. Empfehlungsschreiben und Referenzen sind essenziell \u2013 wobei man den genannten Kontakt vorab um Erlaubnis bitten sollte. Die Arbeitgeber \u00fcberpr\u00fcfen oft detailliert, ob der Bewerber Arbeitserfahrung hat indem er Kontakt zu fr\u00fcheren Arbeitgebern aufbaut.<\/p>\n<p>Der Bewerbungsprozess ist stark auf Selbstvermarktung und nachweisbare Erfolge ausgerichtet. Man muss nicht nur fachlich \u00fcberzeugen, sondern auch zeigen, dass man zum Team und zur Unternehmenskultur passt. Bewerbungsgespr\u00e4che erfolgen meist in mehreren Runden und beginnen oft mit einem <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2025\/05\/vom-telefoninterview-bis-zum-assessment\/\">Telefon- oder Videointerview<\/a>. In den Hauptgespr\u00e4chen wird h\u00e4ufig die STAR-Methode (Situation, Task, Action, Result) angewendet, und es kann vorkommen, dass man mehreren Interviewern gleichzeitig gegen\u00fcbersitzt. Entscheidungen werden in den USA oft schneller getroffen als in Deutschland, und nach dem letzten Interview folgt meist z\u00fcgig ein sogenannter <em>Offer Letter<\/em> (Arbeitsangebot). Ein <em>Offer Letter<\/em> ist ein formelles Dokument, mit dem ein Arbeitgeber einem neuen Mitarbeiter eine Stelle anbietet. Dies enth\u00e4lt wichtige Angaben zur Besch\u00e4ftigung, wie z. B. die Stellenbezeichnung, das Gehalt, die Sozialleistungen und das Anfangsdatum. Gespr\u00e4che \u00fcber Gehalt und Urlaubstage erfolgen erst in separaten Verhandlungsrunden nach dem Vorstellungsgespr\u00e4ch. Nach dem <em>Offer Letter<\/em> ist die beste Zeit um \u00fcber das Gehalt zu verhandeln.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<h2>Zum Schluss:<\/h2>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]Wie auch in unserem vorherigen Blogartikel erfordern auch Bewerbungen in Japan und den USA eine sorgf\u00e4ltige Anpassung an die jeweiligen Gepflogenheiten und Erwartungen. W\u00e4hrend in Japan formale Strukturen und H\u00f6flichkeit eine zentrale Rolle spielen, legen US-Unternehmen Wert auf Individualit\u00e4t und Eigeninitiative. Wer sich intensiv mit den landesspezifischen Bewerbungsprozessen auseinandersetzt, steigert seine Erfolgschance erheblich. Auch hier gilt: Digitale Bewerbungsplattformen und globale Netzwerke erleichtern den Prozess und erm\u00f6glichen es, sich effizient auf dem internationalen Arbeitsmarkt zu positionieren. Mit der richtigen Strategie steht einer erfolgreichen Karriere in Japan oder den USA nichts im Weg![\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]Eine Karriere im Ausland kann eine spannende Herausforderung sein, bringt sie einen doch auch pers\u00f6nlich und beruflich weiter. Jedoch kann es schwierig sein, da die Bewerbungsprozesse sich je nach Land erheblich unterscheiden k\u00f6nnen. 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