{"id":7357,"date":"2012-04-12T08:01:33","date_gmt":"2012-04-12T06:01:33","guid":{"rendered":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/?p=7357"},"modified":"2017-05-02T13:22:20","modified_gmt":"2017-05-02T11:22:20","slug":"referenz-einholen-rufen-personaler-wirklich-beim-alten-chef-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2012\/04\/referenz-einholen-rufen-personaler-wirklich-beim-alten-chef-an\/","title":{"rendered":"Referenz einholen: Rufen Personaler wirklich beim alten Chef an?"},"content":{"rendered":"<p>Ein bisschen heikel ist das schon: Ich bewerbe mich irgendwo und der Personaler dort ruft meinen alten Chef an, um sich nach meiner Arbeit zu erkundigen. Selbst wenn man sich seiner Sache sehr sicher ist und das Unternehmen im Guten verlassen hat, haben doch die meisten ein mulmiges Gef\u00fchl dabei. Deshalb die Frage: Wie oft wird denn so eine Referenz eingeholt? Und was wird abgefragt?<!--more-->Wie fast immer muss ich auch in diesem Fall sagen: Es kommt darauf an. Die pers\u00f6nliche Referenz wird bei weitem nicht bei jedem Bewerber eingeholt. Auch nicht bei Studentenjobs oder Praktika. Und in der Regel auch nicht, wenn die Bewerbung schl\u00fcssig und aussagekr\u00e4ftig ist, die Arbeitszeugnisse einhellig positiv sind. Zeichnen sich jedoch Unklarheiten ab (eins der Arbeitszeugnisse klingt negativ, Widerspr\u00fcche in Lebenslauf, Zeugnissen oder Anschreiben) oder ganz bestimmte Skills werden f\u00fcr die neue Stelle verlangt, die man aus der Bewerbung nicht ablesen kann, ruft der Personaler schonmal beim alten Arbeitgeber an, um eine pers\u00f6nliche Einsch\u00e4tzung einzuholen.<\/p>\n<p>Das kommt auch vor, wenn es bereits ein Vorstellungsgespr\u00e4ch gegeben hat und Punkte offen geblieben sind oder man sich nicht sicher ist, ob der Kandidat passt. Au\u00dferdem sind nat\u00fcrlich F\u00fchrungspositionen auch typische F\u00e4lle, in denen man auf Nummer sicher geht und einen Anruf t\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Worum geht es dann in so einem Gespr\u00e4ch: Wesentlich ist (zumindest f\u00fcr mich) die erste Reaktion des Gegen\u00fcbers auf meine Frage, weil diese Reaktion in aller Regel nicht \u00fcberlegt und daher besonders authentisch ist. Ein &#8222;Ach Gott, kommen Sie mir nicht mit dem!&#8220; oder &#8222;Das war ein toller Mitarbeiter, schade, dass der gegangen ist.&#8220; sagt schon sehr viel aus.<\/p>\n\n<p>Au\u00dferdem frage ich nach den konkreten Aufgaben des Mitarbeiters und wie er in bestimmten Situationen typischerweise gehandelt hat. Oft frage ich auch, welche Hinweise der Ex-Chef einem neuen Arbeitgeber in Bezug auf diesen Mitarbeiter auf den Weg geben m\u00f6chte, auch das ist h\u00e4ufig sehr aufschlussreich. Wirft das Arbeitszeugnis Fragen auf, spreche ich nat\u00fcrlich auch das an.<\/p>\n<p>In aller Regel erh\u00e4lt man durch solche Telefonate durchaus erhellende Informationen und ein Puzzlest\u00fcck mehr, um die Passung eines Bewerbers auf eine Stelle zu ermitteln und vor allem um Zwischenmenschliches n\u00e4her zu ergr\u00fcnden. Oft genug sagt so ein Gespr\u00e4ch aber auch einiges \u00fcber den alten Arbeitgeber bzw. Chef aus&#8230;<\/p>\n<p>In jedem Fall st\u00fctzt sich ein professioneller Recruiter nicht zu sehr auf solche Aussagen oder holt mehrere Referenzen ein um sich ein Bild zu machen. Ausschlag gebend kann die Referenz aber doch sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein bisschen heikel ist das schon: Ich bewerbe mich irgendwo und der Personaler dort ruft meinen alten Chef an, um sich nach meiner Arbeit zu erkundigen. 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