{"id":7818,"date":"2012-06-20T08:09:44","date_gmt":"2012-06-20T06:09:44","guid":{"rendered":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/?p=7818"},"modified":"2016-06-09T16:29:10","modified_gmt":"2016-06-09T14:29:10","slug":"und-eins-muss-ich-noch-sagen-uber-mich-ich-bin-sehr-schuchtern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2012\/06\/und-eins-muss-ich-noch-sagen-uber-mich-ich-bin-sehr-schuchtern\/","title":{"rendered":"Und eins muss ich noch sagen \u00fcber mich: Ich bin sehr sch\u00fcchtern"},"content":{"rendered":"<p>Die Frage nach <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2016\/01\/ueber-schwaechen-im-vorstellungsgespraech\/\">St\u00e4rken und Schw\u00e4chen<\/a> kommt ja in den meisten Vorstellungsgespr\u00e4chen irgendwie auf. Ob mit brachialer, direkter Art oder subtil durch die Blume, aber eine Selbsteinsch\u00e4tzung m\u00f6gen die meisten Personaler. Schon um zu sehen, wie der Bewerber \u00fcber sich und seine Art und Arbeitsweise reflektiert. Inwieweit man das Gesagte dann positiv oder negativ auslegt, m\u00f6chte ich hier mal nicht verpauschalisieren. Ich pers\u00f6nlich finde es wichtig, dass jemand \u00fcberhaupt \u00fcber sich nachdenkt und mit einem dritten Auge auf sich schaut. <!--more--><\/p>\n<p>Neulich hatte ich aber einen Kandidaten im Vorstellungsgespr\u00e4ch, der, als er \u00fcber seinen Werdegang berichtete pl\u00f6tzlich sagte: &#8222;Ja, noch zu mir, ich bin sehr sch\u00fcchtern.&#8220; Da war ich erst einmal etwas verdutzt, hatte ich ihn ja nicht danach gefragt. Auch hatte ich nicht den Eindruck, er w\u00fcrde nach den Vorgaben eines Ratgebers antworten, der ihm sagte, er solle auch \u00fcber St\u00e4rken und Schw\u00e4chen Auskunft geben. Aber scheinbar wollte er das schnell von der Seele haben. Erst habe ich das mal so zur Kenntnis genommen, doch als ich sp\u00e4ter noch einmal in eine \u00e4hnliche Richtung fragte, sprach er noch einmal von seiner Zur\u00fcckhaltung und davon, dass ihm das verschiedene Leute schon gesagt haben. Es w\u00fcrde merkw\u00fcrdig und unh\u00f6flich r\u00fcber kommen. Das habe ich beispielsweise gar nicht so empfunden. Sicher hat er sehr ruhig und zur\u00fcckhaltend und auch knapp geantwortet aber schlimm war das nicht. Und ich sag mal so, wenn das sein einziges wirkliches zwischenmenschliches Problem ist, hat er ja Gl\u00fcck gehabt. Fachlich war er jedenfalls sehr gut. Auch sollte eine sch\u00fcchterne Art (zumindestens bei Softwareentwicklern) nicht als Ausschlusskriterium gelten. Er will ja nicht in den Vertrieb gehen, sondern Software programmieren.<\/p>\n<p>Mir ist es bisher jedenfalls noch nicht passiert, dass mir jemand ungefragt seine Schw\u00e4chen erz\u00e4hlt und ihm das scheinbar auch sehr wichtig ist. Vielleicht hatte er einfach Bedenken als komischer Kauz r\u00fcberzukommen und wollte das gleich vorweg kl\u00e4ren. Wir fanden ihn trotz seiner Sch\u00fcchternheit sehr sympathisch und auch fachlich hat er schon gut \u00fcberzeugt. Ehrlichkeit ist, wie ich finde, immer gut, nur sollte man bei heiklen Themen vorsichtig sein und nicht sofort mit der T\u00fcr ins Haus fallen. In besagtem Fall ist das nat\u00fcrlich eher eines niedliches und harmloses Beispiel gewesen und wird dem Kandidaten nicht auf die F\u00fc\u00dfe fallen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Frage nach St\u00e4rken und Schw\u00e4chen kommt ja in den meisten Vorstellungsgespr\u00e4chen irgendwie auf. Ob mit brachialer, direkter Art oder subtil durch die Blume, aber eine Selbsteinsch\u00e4tzung m\u00f6gen die meisten Personaler. Schon um zu sehen, wie der Bewerber \u00fcber sich und seine Art und Arbeitsweise reflektiert. 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