{"id":8194,"date":"2012-08-20T07:40:39","date_gmt":"2012-08-20T05:40:39","guid":{"rendered":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/?p=8194"},"modified":"2015-12-10T13:42:50","modified_gmt":"2015-12-10T12:42:50","slug":"so-selbstbewusst-bin-ich-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2012\/08\/so-selbstbewusst-bin-ich-nicht\/","title":{"rendered":"So selbstbewusst bin ich nicht&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>&#8230; sagte mir neulich ein sehr guter Freund, der sich ein Zwischenzeugnis ausstellen lassen wollte und nun die Ausformulierung selbst in die Hand nehmen muss. Wir als Personaler lesen immer wieder Arbeitszeugnisse und schreiben nat\u00fcrlich auch welche f\u00fcr andere Leute, auch wenn nicht in der Regelm\u00e4\u00dfigkeit, wie wir sie in Bewerbungen zu lesen kriegen. Und da gibt es immer wieder gravierende Unterschiede. Manchen Zeugnissen sieht man sofort an, dass sie von einem Personaler erstellt wurden. Anderen wiederum nicht, beziehungsweise lesen sich manche Zeugnisse wirklich so, als h\u00e4tte sie mal eben jemand nebenher zusammengeklimpert.<!--more--><\/p>\n<p>Was in einem <a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2011\/12\/die-sache-mit-dem-arbeitszeugnis\/\" target=\"_blank\">Zeugnis unbedingt drin stehen<\/a> und<a href=\"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2012\/01\/die-sache-mit-dem-arbeitszeugnis-teil-3\/\" target=\"_blank\"> wie es formuliert sein<\/a> muss, dass es rechtliche G\u00fcltigkeit hat, habe ich hier schon des \u00f6fteren diskutiert. Was mich dieses Mal aber besch\u00e4ftigt, ist die Tatsache, dass man sich selbst in den seltensten F\u00e4llen als \u00fcberdurchschnittlich gut darstellen w\u00fcrde. Und genau das meinte mein Bekannter auch. Man hat sicherlich eine gesunde Einsch\u00e4tzung der eigenen Arbeitsweise, aber man wei\u00df in den wenigsten F\u00e4llen, was diese f\u00fcr das Unternehmen und dessen Erfolg bedeutet. Wenn also mein Bekannter immer sehr viel l\u00e4nger und auch an eigentlich freien Tagen (ich denke da an Feiertage und Wochenenden) arbeitet und den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer direkt vertritt, wenn dieser nicht da ist, dann hat seine Arbeit doch einen enormen Wert und sollte dementsprechend gesch\u00e4tzt werden. Und das dann selbst schreiben zu m\u00fcssen, finde ich nicht gut.<\/p>\n<p>Ein ganz wichtiger Punkt ist zudem, dass man als Otto-Normal-Arbeitnehmer (und das meine ich nicht abwertend oder negativ) einfach keine \u00dcbung oder Erfahrung im Schreiben von Arbeitszeugnissen hat und dadurch die Gefahr Fehler zu machen sehr viel h\u00f6her ist. Da k\u00f6nnen dann schonmal solche Sachen wie:<em> Frau XY ist immer p\u00fcnktlich<\/em> auftauchen, die zwar positiv gemeint sind, aber auch sehr negativ verstanden werden k\u00f6nnen (ich denke da an: Aha kommt p\u00fcnktlich, Feierabend wird dann aber auch auf die Minute genau gemacht). Von diesen typischen Floskeln \u00e0 la stets, sehr, besonders. vollste mal ganz abgesehen.<\/p>\n<p>Als \u00dcbung und zur Selbstreflexion ist ein Entwurf eines eigenen Arbeitszeugnisses sicher gut. Vor allem lernt man sich dabei mit sich selbst und den eigenen Aufgaben auseinanderzusetzen und sieht erst einmal, was man eigentlich alles macht. Aber die Ausformulierung der Wertsch\u00e4tzung und die Einsch\u00e4tzung und Bedeutung des Arbeitnehmers f\u00fcr das Unternehmen sollte doch bitte vom Vorgesetzten erfolgen. Und ist der nicht in der Lage oder hat keine Lust, die Einsch\u00e4tzung selbst zu formulieren, dann finde ich, kann man auch auf den Putz hauen und sich selbst ein sehr gutes Zeugnis verfassen (im Zweifel k\u00f6nnt Ihr Euch auch gern an uns wenden und wir geben Euch Tipps, was im Zeugnis noch fehlt oder wo Hervorhebungsbedarf ist), welches der Vorgesetzte oder Chef dann nur noch unterschreibt.<\/p>\n<p>Wichtig ist ja am Ende, dass der Inhalt richtig, wahrheitsgem\u00e4\u00df und wohlwollend ist und <em>false modesty <\/em>ist gerade in diesem Fall nicht zielf\u00fchrend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; sagte mir neulich ein sehr guter Freund, der sich ein Zwischenzeugnis ausstellen lassen wollte und nun die Ausformulierung selbst in die Hand nehmen muss. 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