{"id":8334,"date":"2012-09-17T07:49:04","date_gmt":"2012-09-17T05:49:04","guid":{"rendered":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/?p=8334"},"modified":"2016-06-15T17:32:10","modified_gmt":"2016-06-15T15:32:10","slug":"royal-flush-oder-doch-nur-eine-7-und-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2012\/09\/royal-flush-oder-doch-nur-eine-7-und-2\/","title":{"rendered":"Royal Flush oder doch nur eine 7 und 2?"},"content":{"rendered":"<p>Pokern ist ein spannendes Spiel und jeder, der es schon mal probiert hat, wei\u00df wie schwierig es ist, tats\u00e4chlich gut darin zu sein. Wie trickse ich so, dass mir das Gegen\u00fcber glaubt? Pass auf, lass Dir ein gutes Blatt nicht anmerken. Immer einen k\u00fchlen Kopf bewahren. Das ist doch schon eine Herausforderung. \u00c4hnlich l\u00e4uft das bei der Jobsuche beziehungsweise bei den Verhandlungen bez\u00fcglich einer bestimmten Position. <!--more--><\/p>\n<p>Man bewirbt sich f\u00fcr eine neue Stelle und ist in die zweite Runde gekommen. Das erste Gespr\u00e4ch verlief sehr gut, man hat ein angenehmes Gef\u00fchl und nun geht es ans Eingemachte: An die Rahmenbedingungen und das Gehalt. Und sp\u00e4testens dann kann es problematisch werden. N\u00e4mlich genau dann, wenn die Vorstellungen von Firma und potentiellem Mitarbeiter in unterschiedlichen Sph\u00e4ren schweben. Ich w\u00fcrde mal k\u00fchn behaupten, dass es bei 1000\u20ac im Jahresschnitt am Ende nicht so dramatisch wird, handelt es sich aber um 5000\u20ac oder mehr, sieht das schon ganz anders aus.<\/p>\n<p>Verzwickt wird die ganze Sache dann, wenn der Kandidat beispielsweise in der Bewerbung oder im ersten Gespr\u00e4ch eine ganz andere Summe angegeben hat, als dann zu den eigentlichen Verhandlungen. Sicherlich kann man pokern und versuchen das bestm\u00f6gliche herauszuschlagen, dennoch sollte das glaubhaft bleiben. Ich hatte neulich beispielsweise einen Bewerber, der eine Hausnummer angegeben hat, die durchaus f\u00fcr den Kunden akzeptabel war. Als es im Gespr\u00e4ch dann zum Thema wurde, erkl\u00e4rte er seine Situation noch einmal neu und auch seine Recherche des Mietspiegels in Jena und sagte dann: Das alles zusammen genommen bedeutet f\u00fcr mich, dass ich um ein paar tausend Euro im Jahr hochgehen muss, sonst ist ein Wechsel in eine andere Stadt schlichtweg nicht m\u00f6glich. In diesem Fall verstand ich das Vorgehen und auch den Gedankengang. Der Kandidat hatte sich einfach die Wohnungssituation sowie die Umzugsgegebenheiten anders gedacht und war am Ende \u00fcberrascht.<\/p>\n<p>Ein zweites Beispiel allerdings passierte Daniela, die in einem Gespr\u00e4ch und einer enorm langen Gehaltsverhandlungsphase einen sehr geeigneten Kandidaten hatte, der ohnehin schon ein unglaublich gutes Angebot bekam, welches er zwischen 1. und 2. Gespr\u00e4ch noch weiter verhandelte. Nach dem zweiten Termin kam am Ende die Absage des Bewerbers mit einer durchaus fadenscheinigen Begr\u00fcndung, dessen Entkr\u00e4ftigung bereits im Gespr\u00e4ch stattgefunden hatte. Das war dann leider etwas zuviel des Guten. Denn wo wird einem (nur als Beispiel f\u00fcr die Zugest\u00e4ndnisse des Arbeitgebers) nach 3 Monaten Probezeit bereits eine Gehaltserh\u00f6hung zugesichert?<\/p>\n<p>Pokern kann und muss sein beim Gehalt und den Bedingungen f\u00fcr einen Job, aber man sollte das Ma\u00df kennen, sonst steht man am Ende wom\u00f6glich ohne Job da.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pokern ist ein spannendes Spiel und jeder, der es schon mal probiert hat, wei\u00df wie schwierig es ist, tats\u00e4chlich gut darin zu sein. Wie trickse ich so, dass mir das Gegen\u00fcber glaubt? Pass auf, lass Dir ein gutes Blatt nicht anmerken. Immer einen k\u00fchlen Kopf bewahren. 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