{"id":9432,"date":"2013-03-13T08:28:36","date_gmt":"2013-03-13T07:28:36","guid":{"rendered":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/?p=9432"},"modified":"2016-06-10T16:26:54","modified_gmt":"2016-06-10T14:26:54","slug":"wie-arbeiten-headhunter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/towerconsult.de\/bewerberblog\/2013\/03\/wie-arbeiten-headhunter\/","title":{"rendered":"Headhunting II: Wie arbeiten Headhunter?"},"content":{"rendered":"<p>Heute berichte ich mal aus dem N\u00e4hk\u00e4stchen: Wie werde ich vom Headhunter gefunden? Woher haben sie die Informationen \u00fcber mich? Woher wissen die, dass ich mich mit dem Gedanken trage den Job zu wechseln? Zun\u00e4chst einmal vorab: das alles wissen Headhunter nicht! Hier spielt Ihnen die Tatsache zu, dass fast 80% der arbeitenden Bev\u00f6lkerung mit dem Job unzufrieden sind.<\/p>\n<h3>Headhunter \u2013 Der Research<\/h3>\n<p>Im Research wird die sehr wichtige Vorarbeit geleistet. Der Headhunter stimmt mit dem Kunden die sogenannten Zielfirmen ab. Wo k\u00f6nnten Personen besch\u00e4ftigt sein, die auf das gew\u00fcnschte Profil passen? Welche Quellen gibt es sonst noch, wie zum Beispiel Netzwerke oder Listen von Konferenzen und Fachaussch\u00fcssen. Im digitalen Zeitalter kommen hier auch die Medien hinzu, in denen sich Menschen zu bestimmten Themen \u00e4u\u00dfern. Dazu geh\u00f6ren Xing &amp; Co genauso wie Fachforen und Blogs. Die Personen, die sich frei im Netz zeigen, sind leicht identifiziert. Alle anderen muss der Researcher (oder meistens eben Researcherinnen) nun m\u00fchsam erkunden. Und wie? Immer noch \u00fcber das Telefon! Ich kenne Researcherinnen, die innerhalb weniger Stunden gesamte Organigramme von Unternehmen und vor allem f\u00fcr den Bereich, der interessiert, alle Namen von Chefs und Mitarbeitern aufzeigen k\u00f6nnen. Wie die Damen und Herren das machen, soll hier ihr Geheimnis bleiben und ich kann nur sagen, dass sie mit H\u00f6flichkeit und Freundlichkeit fast alles rausbekommen. Einige Unternehmen haben hier auch reagiert und schulen ihre Mitarbeiter zum Thema \u201eAngriff der Headhunter\u201c.<br \/>\nNun entscheidet der Personalberater meist gemeinsam mit dem Researcher, welche Personen, auch Idents genannt, angesprochen werden. Darauf aufbauend werden jetzt die Wechselwilligkeit und die erste Eignung der Kandidaten durch den Researcher gecheckt. Diese Anrufe finden zun\u00e4chst am Arbeitsplatz statt, in denen auch die Position kurz umrissen wird.<\/p>\n<h3>Headhunter \u2013 Die Qualifikation der Kandidaten<\/h3>\n<p>Hier schl\u00e4gt die Stunde der Personalberater! Wechselwillige Kandidaten geben ja gern ihre Kontaktdaten raus und man verabredet sich zu einem ersten ausf\u00fchrlichen Telefonat und meistens gleich auch zu einem ersten Treffen in irgendeiner Hotellobby J Eben dort, wo man den Kandidaten erwischt. Der Headhunter muss in diesem Gespr\u00e4ch f\u00fcr die Position und das Unternehmen werben, gleichzeitig die Eignung der Person tiefer pr\u00fcfen und m\u00f6gliche H\u00fcrden f\u00fcr einen Jobwechsel erfragen. Das Umfeld der Kandidaten ist hier nicht zu untersch\u00e4tzen, da an einem Jobwechsel oft ein Ortswechsel h\u00e4ngt und man Familie, Freunde und soziale Bindungen immer mitdenken muss. Leider habe ich es schon erlebt, dass der Kandidat und der Kunde sich einig waren, sich dann aber die Familie quergestellt hat. Seither bin ich auch schon mit Ehepartnern von Kandidaten durch die Stadt gelaufen und habe den Standort angepriesen. Viele Unternehmen haben das mittlerweile erkannt und bieten heute einen Willkommensservice an.<br \/>\nW\u00e4hrend des pers\u00f6nlichen Interviews checkt der Personalberater auch die Passung der Kandidaten zur Unternehmenskultur. Dabei hat der Headhunter in der Regel sehr gute Informationen zu Historie, Kultur und Klima des entsprechenden Wirkungskreises. Im Anschluss an solche Gespr\u00e4che erstellt der Personalberater ein finales Profil\/ Expos\u00e9 zu den Kandidaten.<\/p>\n<h3>Headhunter \u2013 Die Pr\u00e4sentation geeigneter Kandidaten<\/h3>\n<p>Der Personalberater entscheidet nun, welche Profile er seinem Kunden vorstellt. Hat er gute Vorarbeit geleistet, will der Kunde die Kandidaten auch sehen. Jetzt geht es in erster Linie darum, den passendsten Kandidaten zu promoten. Hierbei sind des Beraters Menschenkenntnisse gefragt und die guten Vorarbeiten zahlen sich aus. Fast wie bei einem Verkaufsgespr\u00e4ch gibt der Personalberater Informationen und Empfehlungen zu den Kandidatenprofilen ab. Das ist eine kniffelige Situation, denn hier lehnt sich der Headhunter aus dem Fenster und gibt seinem Kunden eine Garantie. Sollte sich herausstellen, dass es doch ein Fehlgriff war, besetzt der Headhunter die Stelle innerhalb von 6 Monaten erneut und hat auch noch einen zus\u00e4tzlichen Kandidaten, der wieder auf Jobsuche ist.<br \/>\nZukunftsentscheidend ist letztlich, dass sich aus ersten Auftr\u00e4gen nachhaltige Kundenbeziehungen entwickeln. Ich selbst habe zu ehemaligen Kandidaten, die ich erfolgreich besetzten konnte, noch heute gute Gesch\u00e4ftsbeziehungen und so manchen Folgeauftrag generieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>Headhunter \u2013 Der Erfolg<\/h3>\n<p>Im Idealfall waren die Vorstellungsgespr\u00e4che erfolgreich und alle Entscheider konnten sich einstimmig auf einen Kandidaten einigen. So der Wunsch! Doch seien wir mal realistisch, es kann noch so viel passieren: Kandidaten bekommen doch kalte F\u00fc\u00dfe oder der Kunde m\u00f6chte die Stelle pl\u00f6tzlich nicht besetzen, aus welchen Gr\u00fcnden auch immer. Vorausgesetzt alles geht nun wie am Schn\u00fcrchen, dann ist das Gef\u00fchl, Kundenw\u00fcnsche erf\u00fcllt zu haben und f\u00fcr einen Menschen eine neue berufliche T\u00fcr ge\u00f6ffnet zu haben, sensationell.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute berichte ich mal aus dem N\u00e4hk\u00e4stchen: Wie werde ich vom Headhunter gefunden? Woher haben sie die Informationen \u00fcber mich? Woher wissen die, dass ich mich mit dem Gedanken trage den Job zu wechseln? Zun\u00e4chst einmal vorab: das alles wissen Headhunter nicht! 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