Körper, Geist & Job

Job und Familie: Ein Erfahrungsbericht aus dem Team Teil 1

In unserem Team arbeiten ausschließlich Frauen, was ich großartig finde, was aber keine besondere Absicht ist. Von den neun Mädels sind sechs Mütter kleiner Kinder, fast alle Kinder sind in den letzten drei Jahren geboren. Nach zwei Erkältungswintern können wir nun also mit Fug und Recht behaupten, dass wir das Thema Kind und Job in so ziemlich allen Facetten kennengelernt haben. Und wir haben auch gelernt, damit umzugehen. Diese Erfahrungen möchten wir gern mit Euch teilen.Alles fängt damit an, dass eine der Damen ein wenig schüchtern aber strahlend verkündet, dass sie schwanger ist. Bei uns herrscht bei solchen Ansagen glücklicherweise immer große Freude. Nachdem sich alle an den Gedanken gewöhnt haben, geht die Ideenfindung los, wie das Team damit umgeht, wenn die betreffende Mitarbeiterin längere Zeit ausfällt. Dank einer lobenswerten Familienpolitik gibt es in Jena für fast jedes Kind ab einem Jahr einen Kita-Platz, so dass wir alle nach einem Jahr Elternzeit wieder einsteigen können/eingestiegen sind/einsteigen werden.

Es muss also eine Zeit von etwas über einem Jahr eingeplant werden plus die Zeit kurz vor dem Mutterschutz, in dem erfahrungsgemäß mit Ausfallzeiten gerechnet werden muss. Es werden also Aufgaben verteilt, E-Mails umgeleitet, Verantwortlichkeiten geklärt, ein umfangreiches und verständliches Übergabeprotokoll geschrieben und alle Gute gewünscht. Dann sind Schwangere ja in der Regel nicht direkt von der Bildfläche verschwunden, sondern telefonisch oder per Mail trotzdem verfügbar. Vor allem in der Übergangszeit von etwa 3-4 Wochen ist es für die „verbleibenden“ Teammitglieder wichtig, Fragen zu stellen.

Wir sind ein kleines Team und vieles wird „einfach so“ mündlich geklärt und abgesprochen. Trotzdem ist es wichtig, dass Kernprozesse des Unternehmens einheitlich ablaufen, es entsprechende Dokumente gibt und alle ein etwa gleiches Verständnis von Sinn und Zweck der Arbeit haben. Dann ist es auch einfacher möglich, Aufgaben zu teilen, abzugeben und anzupassen.

Im Elternzeit-Jahr besuchen uns unsere Neu-Muttis eigentlich immer mal mit Kinderwagen im Büro, was viele „Ohhs“ und „Ahhs“ und „wie süß!!“ auslöst und natürlich außerdem Gelegenheit gibt, sich über Aktuelles im Büro kurz auszutauschen. Dadurch bleibt man inhaltlich am Ball und verliert die Arbeit nicht ganz aus dem Blick.

Im zweiten Teil beschreibe ich dann den eigentlichen Belastungstest für ein Team: Der Winter mit kleinen Kindern. Oder die Angst vor dem Anruf aus dem Kindergarten…

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