Arbeitsrecht

Die gesetzliche Urlaubsregelung einfach erklärt

Arbeitsrecht, Urlaubsanspruch, Quelle: Thorben Wengert/pixelio.de
Geschrieben von Dana Lipka

Sommerzeit – Urlaubszeit!

Saisonal bedingt ein interessantes Thema, welches ich heute mal etwas näher beleuchten möchte. Während der Recherche zu diesem Artikel habe ich festgestellt, dass es beim Thema Urlaubsanspruch nicht mit einem schnöden Verweis auf das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) getan ist. Das Thema hält überraschender Weise viele Probleme bereit:

  • gesetzlicher Mindesturlaub und Abweichungen davon
  • Urlaubsanspruch bei Teilzeit
  • Urlaubsanspruch im ersten Jahr der Beschäftigung
  • Urlaubsanspruch bei Schwangerschaft
  • Urlaubsanspruch bei Minijobs und Werkstudenten
  • Urlaubsanspruch bei Kündigung und, und, und….

Fangen wir vorn an – mit einem Blick ins Gesetz.

Gesetzlicher Urlaubsanspruch

 

Laut BUrlG hat der Arbeitnehmer einen gesetzlichen Mindestanspruch in Höhe von 24 Arbeitstagen pro Jahr, bezogen auf eine 6 Tage Arbeitswoche. Im Arbeitsvertrag kann ein höherer Anspruch vereinbart werden. Dieser Anspruch verringert sich, wenn der Arbeitnehmer weniger als 6 Tage arbeitet entsprechend. Damit sind wir schon beim ersten Problem, nämlich dem Urlaubsanspruch bei Teilzeitbeschäftigung.

Wie funktioniert der Anspruch auf Urlaub bei Teilzeit?

Die Intension des Gesetzgebers ist es, jedem Arbeitnehmer die Möglichkeit zu geben, im Jahr 4 Wochen Erholungsurlaub zu machen. Dafür steht dem Arbeitnehmer ein entsprechender Mindesturlaub zu, nämlich bei einer:

  • 6 Tage-Woche – 24 Tage Urlaub
  • 5 Tage-Woche – 20 Tage Urlaub
  • 4 Tage-Woche – 16 Tage Urlaub
  • 3 Tage-Woche – 12 Tage Urlaub
  • 2 Tage-Woche – 8 Tage Urlaub
  • 1 Tag pro Woche – 4 Tage Urlaub

Bezieht sich die Teilzeitbeschäftigung jedoch nur auf eine Verringerung der täglichen Arbeitszeit und nicht auf eine Verringerung der Arbeitstage pro Woche, bleibt es beim entsprechenden Urlaubsanspruch.

Ein Beispiel zum gesetzlichen Urlaub bei Teilzeit:

Ein Arbeitnehmer arbeitet an 5 Tagen in der Woche jeweils 4 Stunden, insgesamt also 20 Stunden, beträgt der Mindestanspruch auf Erholungsurlaub 20 Tage im Jahr. Leistet der Arbeitnehmer seine 20 Stunden jedoch an drei Tagen in der Woche ab, hat er einen gesetzlichen Mindestanspruch auf Urlaub in Höhe von 12 Tagen. In beiden Fällen wird ihm die Möglichkeit gegeben insgesamt 4 Wochen im Jahr in den Urlaub zu fahren.

Ab wann hat man Urlaubsanspruch?

Der Arbeitnehmer erwirbt den vollen Urlaubsanspruch nach einer Wartezeit von 6 Monaten (§ xx BUrlG). Bei nicht erfüllter Wartezeit, hat er einen Teilanspruch in Höhe von 1/12 pro vollen Beschäftigungsmonat. Diesen Urlaub kann er, entgegen einer unter Arbeitgebern recht verbreiteten Meinung, auch von Erfüllung der Wartezeit nehmen.

Beispiel zum Urlaubsanspruch:

Der Arbeitnehmer hat 25 Urlaubstage pro Jahr.

  • Arbeitsbeginn 01.03. à voller Urlaubsanspruch ab dem 01.09. (25 Tage)
  • Arbeitsbeginn 01.08. à Teilanspruch 1/12 pro Beschäftigungsmonat (17 Tage)
  • Arbeitsverhältnis bestand am 01.01., Ausscheiden am 31.05. à Teilanspruch 5/12 (10 Tage)
  • Arbeitsverhältnis bestand am 01.01., Ausscheiden am 01.07. à voller Anspruch (25 Tage)

Einzelvertragliche Begrenzung

Der AG hat die Möglichkeit den vollen Urlaubsanspruch bei Beginn der Tätigkeit in der 1. Jahreshälfte einzelvertraglich zu begrenzen. Dies geht jedoch nur bis zur Höhe des gesetzlichen Mindesturlaubs.

Beispiel zur vertraglichen Begrenzung:

AN hat 25 Urlaubstage pro Kalenderjahr, Eintritt zum 01.05.

Gesetzlich hat er nach erfolgter Wartezeit (ab 01.11.) einen vollen Anspruch auf 25 Tage. Dieser Anspruch kann im Arbeitsvertrag bis zur Höhe des Mindesturlaubs reduziert werden.

  1. a) anteiliger Urlaub à 7/12 = 15 Tage. Da hier der Mindesturlaub von 20 Tagen unterschritten wird, beträgt der Urlaub 20 Tage
  2. b) Eintritt zum 01.02.- anteiliger Urlaub = 10/12 = 21 Tage

Formulierungsvorschlag:

In einem solchen Fall sollte der Urlaub im 1. Jahr der Beschäftigung nach oben genannter Regel ausgerechnet werden und die Zahl in den AV geschriebenwerden.

Eine anteilige Begrenzung des Jahresurlaubs ist auch bei Ausscheiden des AN in der 2. Jahreshälfte möglich.

Beispiel dazu:

  1. a) AN hat 25 Tage und scheidet zum 31. 08. aus –  anteiliger Urlaub 8/12 = 17 Tage, da unterhalb des Mindesturlaubs von 20 Tagen = 20 Tage Urlaub
  2. b) AN scheidet zum 31.10 aus – anteiliger Urlaub = 21 Tage

Formulierungsvorschlag:

Scheidet der AN in der 2. Jahreshälfte aus den AV aus, wird der Anspruch auf Urlaub mit 1/12 pro Beschäftigungsmonat in Ansatz gebracht. Er beträgt jedoch mindestens 20 Tage.

Außerdem sollte in den Arbeitsvertrag aufgenommen werden, dass der AG dem AN bei Beendigung eine Urlaubsbescheinigung ausstellt.

Haben Werksstudenten einen Urlaubsanspruch?

Ja – auch Werkstudenten haben einen Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub,  da auch sie Arbeitnehmer im Sinne des BUrlG  sind. Der Urlaubsanspruch berechnet sich genauso wie bei anderen Arbeitnehmern auch. Hier liegt das Problem eher bei der Berechnung der Höhe des Urlaubsentgeltes, also des Geldes welches der Arbeitnehmer während der Urlaubszeit bekommt. Werkstudenten arbeiten entweder als geringfügig Beschäftigte auf 450,00 € Basis. Häufiger kommt es jedoch vor, dass Werkstudenten einen Stundenlohn bekommen und unterschiedlich viele Stunden arbeiten. In einem solchen Fall hat der Arbeitnehmer einen Anspruch auf Bezahlung des Durchschnittsgehaltes der letzten 13 Wochen.  Bei einer Entlohnung auf Stundenbasis werden also die durchschnittlich geleisteten Stunden der letzten 13 Wochen * dem vereinbarten Stundenlohn angesetzt.

Beispielsrechnung zum Urlaubsanspruch bei Werkstudenten:

Ein Student ist seit April im Unternehmen beschäftigt. Er arbeitet an drei Tagen in der Woche (Mi-Fr) und bekommt 10,00 € pro Stunde. Durchschnittlich arbeitet er 18 Stunden in der Woche. Im August möchte er 2 Wochen mit Freuden Urlaub machen.

Lösung:

Unser Student hat bei einer Drei-Tage-Woche einen Anspruch auf 12 Tage Urlaub pro Jahr. Da er erst 4 Monate angestellt ist (April bis Juli) kann er nur anteilig Urlaub nehmen: 12 Tage/12*4 Monate, mithin 4 Tage.

Er kann also 1,5 Wochen wegfahren:

  1. Woche:                       Mo + Di =  sowieso frei , Mi, Do + Fr à Urlaub (3 Tage)
  2. Woche:                       Mo + Di = sowieso frei,  Mi = Urlaub (1 Tag)

Den Donnerstag und Freitag in der 2. Woche besteht kein Anspruch auf bezahlten Urlaub. Hier kann der Chef unbezahlt freistellen, dies ist aber kein Anspruch.

Für die 4 Tage Urlaub bekommt der AN den Durchschnittslohn der letzten 13 Wochen. Er hat durchschnittlich 18 Stunden in der Woche gearbeitet (an 3 Tagen); das heißt, er hat durchschnittlich an 4 Tagen (1,33 Wochen) à 24 Stunden gearbeitet. Bei einem Stundenlohn von 10,00 € bekommt damit Urlaubsentgelt in Höhe von 240,00 €.

Der Urlaub muss tatsächlich genommen werden. Es geht natürlich nicht, sich nur das Urlaubsentgelt auszahlen zu lassen.

Wie ist Urlaub im Zusammenhang mit Schwangerschaft geregelt?

Hier ist zu unterscheiden zwischen Mutterschutz und Elternzeit:

Mutterschutzfristen gelten als volle Beschäftigungszeiten, für die auch Urlaub gewährt werden muss.

Urlaubstage, die in der Schwangerschaft vor der Mutterschutzfrist nicht mehr gewährt werden können, sei es wegen Krankheit oder aus betrieblichen Gründen, können gemäß § 17 Satz 2 MuSchG, nach Ablauf der Mutterschutzfrist oder auch im folgenden Kalenderjahr beansprucht werden; sie verfallen also nicht. Schließt sich an die Mutterschutzfrist eine Elternzeit an, verlängert sich die Übertragungszeit entsprechend.

Während der Elternzeit kann der Arbeitgeber den Urlaubsanspruch um 1/12 pro Elternzeit-Monat kürzen.

Urlaub und Kündigung

Bei einer Kündigung wird der Arbeitnehmer oftmals von der Arbeit freigestellt.  Die Freistellung erfolgt in den meisten Fällen unter Anrechnung offener Urlaubsansprüche.  Dies sollte im Arbeitsvertrag auch geregelt werden.

Bei der Freistellung ist dann wichtig, dass der Urlaub explizit erteilt wird, also mit Anfangs- und Enddatum.

Anmerk. d. Autorin: Dieser Beitrag gibt die rechtliche Situation nur allgemein und verkürzt wieder. Er erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt die individuelle Beratung im konkreten Einzelfall nicht. Jegliche Haftung wird trotz sorgfältiger Bearbeitung ausgeschlossen.

 

Weitere Artikel zum Thema Urlaub:

Arbeitsrecht (30): Krank im Urlaub
Arbeitsrecht (42) Der Urlaubsanspruch – Fortsetzung
Arbeitsrecht (49): Urlaub – Muss das sein?

Über den Autor

Dana Lipka

Dana zählt zum Urgestein unseres Unternehmens und ist seit 2005 zuständig für alles rund um das Thema Recht bei uns. Als Wirtschaftsjuristin informiert sie auf dem Blog in der Kategorie Arbeitsrecht regelmäßig über Gesetzesgrundlagen, kuriose Rechtsfälle und wissenswerte Neuerungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Ihre Fähigkeiten als Blogautorin stellt Dana auch auf ihrem privaten (Koch)Blog immer wieder gern unter Beweis.

53 Kommentare

  • Hallo!

    Gilt der bezahlte Urlaubsanspruch für Werkstudenten auch dann, wenn sich der Werkstudent seine Arbeitstage frei auswählen darf? Also, wenn er sich Woche für Woche selbst aussuchen darf an welchen Werktagen er wie viele Stunden arbeiten möchte, ohne das dies im Vertrag festgehalten ist.

    Vielen Dank!

    Mit freundlichen Grüßen

    TB

  • Hallo TB!

    Der bezahlte Urlaubsanspruch gilt für alle Studenten. Allerdings ist es natürlich schwierig, den Urlaubsanspruch auszurechnen, wenn es nicht zumindest eine Regel über die wöchentliche Anzahl der Arbeitstage gibt.

    Bei unregelmäßiger Arbeitszeit benutzt man die Formel:

    Urlaub Teilzeit = Urlaub Vollzeit x Arbeitstage Teilzeit : Arbeitstage Vollzeit

    Arbeitet ein Student z.B. im wöchentlichen Wechsel einmal drei und einmal zwei Tage, nimmt man den Durchschnitt von zwei Wochen. Bei 25 Urlaubstagen für eine Vollzeitkraft und 5 Arbeitstagen pro Woche (10 Tage in zwei Wochen). Für die Teilzeitkraft rechnet man dann:

    X= 25 Tage x 5 Tage (in 2 Wochen) : 10 Tage (in Wochen) = 12,5 Tage (aufgerundet 13 Tage im Jahr)

    Bei noch unregelmäßiger Arbeitzeit bezieht man sich auf Jahr, also die Jahresarbeitszeit. Dabei wird das Jahr mit 52 Wochen + 1 Tag berechnet. Eine Vollzeitkraft hat damit 52 x 5 + 1 = 261 Arbeitstage pro Jahr. Das gilt unabhängig von Feiertagen oder Schaltjahren. Bei 261 Arbeitstagen stehen der Vollzeitkraft 25 Tage Urlaub zu.

    Dies ist allerdings im Voraus schwer zu berechnen. Man sollte hier zumindest eine kleine Vereinbarung vorab treffen, um gleich jeglichen Stress zu vermeiden.

  • Geregelt ist der Urlaubsanspruch im §1 BUrlG, welcher auch für Werkstudenten gilt. Werkstudenten sind auch Arbeitnehmer im Sinne des BUrlG.

  • Hallo Dana,
    danke für den informativen Artikel. Eine Frage: Ich arbeite Teilzeit (4-Tage-Woche). In meinem Arbeitsvertrag steht ausschließlich die Vereinbarung, dass ich Anspruch auf 27 Urlaubstage habe — sonst keine weiteren Hinweise oder irgendein Passus, aus dem hervorgeht, dass mein Urlaubsanspruch sich anteilmäßig verringern würde. Habe ich dann tatsächlich Anspruch auf die vollen 27 Tage oder kann mein Arbeitgeber die anteilsmäßige Berechnung durchdrücken?
    MfG
    Sven

    • Hallo Sven,
      wenn in deinem Arbeitsvertrag eine absolute Zahl als Urlaubsanspruch drin steht und nicht wie üblich „27 Tage (bei einer 5-Tage-Woche) oder so ähnlich, dann ist der Urlaub individuell vereinbart und du hast einen Anspruch auf 27 Tage im Jahr. Um dir aber eine wirklich verbindliche Aussage geben zu können, müsste ich natürlich den genauen Wortlaut des Arbeitsvertrages kennen und eine juristische Einzelberatung ist leider nicht umsonst;-)

      • Hallo Dana

        bei mir steht „der Urlaubsanspruch beträgt derzeit 27 Tage“
        Gibt das Wörtchen „derzeit“ dem AG die Möglichkeit die Urlaubstage einseitig zu verändern….?? in meinem Fall von 27 auf 26 ????

  • Herzlichen Dank für das prompte Feedback!
    Dann gehe ich davon aus, dass bei folgendem Wortlaut 27 Tage tatsächlich als absolut für mich gelten, da es über diesen Paragraphen hinaus keinen weiteren Hinweis im Vertrag bezüglich Urlaub gibt.
    „Der Mitarbeiter hat Anspruch auf Erholungsurlaub von 27 Arbeitstagen im Kalenderjahr“

  • Hallo Dana,

    vielen Dank für den informativen Artikel. Ich versuche nun schon seit längerer Zeit herauszufinden, wie sich der Urlaubsanspruch in
    meinem Fall errechnet – ich war vom 15.04. bis 31.12.2013 befristet angestellt. Der Tarifurlaub betrug 29 Tage. Lt. Arbeitgeber betrug mein Urlaubsanspruch 19 Tage (vertraglich war nichts vereinbart). M.E. nach hätten mir aber 20 Tage Urlaub zugestanden, da ich die Wartefrist erfüllt habe und ich in der 2. Jahreshälfte ausgeschieden bin – sehe ich das richtig? Wird eigentlich der Tarifurlaub noch anteilig angerechnet? Kann der Arbeitgeber auf die 19 Urlaubstage bestehen? Da es um eine eventuelle Urlaubsabgeltung geht, ist es wichtig für mich zu erfahren, wieviel Urlaub mir tatsächlich zugestanden hätte.

    Viele Grüße
    Slobo

  • Hi Dana,
    Wenn ein Arbeitnehmer einen Vertrag über 24 Std. Pro Woche hat, auf die der AG per Vertrag bestehen darf, der AN jedoch grundsätzlich gerne Vollzeit arbeiten möchte und je nach Auftragslage der AG dies auch gewährt, hätte der AN dann Anspruch auf entsprechend mehr Urlaub, wenn bei Vollzeit 30 Tage Urlaub gewährt werden und der AN in der Tat Vollzeit gearbeitet hat und dies auch bezahlt bekam? Spielt es dabei eine Rolle, ob es eine interne Vertriebsvereinbarung gibt statt nur einen Manteltarifvertrag?

  • Thema: Urlaub/ Krankheit und Teilzeit
    Ich arbeite seit 1/2 Jahr als Teilzeit-Festangestellte 20 Stunden/Woche mit Urlaubsanspruch 30 Tage. Arbeitszeit: 2 Tage (Mo, Di) á 8 Stunden, 1 Tag (Do) á 4 Stunden. Zusätzlich arbeite ich ca. 20 Stunden freiberuflich, um meinen Lebensunterhalt zu sichern.

    Meine Firma schreibt in der Arbeitszeitkontenführung auf 5 Tage 4 Stunden gut. Ist nun Montag ein Feiertag, werden mir nur 4 Stunden gut geschrieben, obwohl ich normalerweise 8 Stunden arbeite. Bei Krankheit wäre es das gleiche. Mir wurde geraten mich dann lieber gleich eine ganze Woche krank schreiben zu lassen (gilt auch für Urlaub!). Nur – jetzt habe ich das Problem, wenn ich tatsächlich nur 1-2 Tage krank wäre und dann zu meinem anderen Job ginge, würde ich ja während einer Krankschreibung arbeiten (das gleiche wäre auch bei einem Urlaubswunsch von nur 1-2 Tagen).

    Diese Problematik habe ich auch schon vor unserem Betriebsrat vorgebracht, da natürlich die Geschäftsleitung in allem sich nicht bewegen will.

    Wie seht ihr das?

  • Hallo,
    Ich arbeite Vollzeit und habe Anspruch auf 28 Urlaubstage.
    Ich wollte 2 Monate Eltern Zeit machen:
    – Teilzeit Eltern Zeit ( 4 stunden/tag; 5 Tage die Woche ) + Urlaub (4 stunden /tag;5 Tage die Woche )
    Mir würde erzählt das Ich für 4 Stunden Urlaub pro Tag den ganzen Tag Urlaub verliere und nicht nur 4 Stunden Weill Ich in diesen zwei Monate Teilzeit arbeite, ist das richtig ???
    Bitte um antwort

  • Ich arbeite 2×8 Stunden die Woche,bin 80% Schwerbeschädigt!
    Wieviel Urlaob belkomme ich ?
    Ich habe einen unbeschränkten Vertrag.

    Viktor

  • Hey…Ich habe mal eine Frage…Ich habe eine 4-Tage-Woche….Wenn ich eine ganze Woche Urlaub habe, muss ich 4 Tage Urlaub berechnen oder 5 Tage…

    LG Claudia

  • Hallo alle miteinander

    ihr werdet sicher verstehen, das ich aus berufsrechtlichen Gründen hier keine Rechtsberatung im Einzelfall geben darf. Außerdem ist es immer schwierig, wenn man die genauen Hintergründe des Einzelfalls nicht kennt, eine präzise Aussage zu treffen.

    Grundsätzlich kann ich noch folgende Hinweise geben:

    1. Jeden steht mindestens soviel Urlaub zu, das er 4 Wochen im Jahr am Stück frei machen kann. Das bedeutet, wer bei einer 5-Tage Woche – fünf Tage frei machen möchte, benötigt 5 tage Urlaub dafür. Wer z.B. bei einer 3-Tage Woche fünf Tage frei machen möchte, benötigt 3 Tage Urlaub. Dementsprechend wird auch die Höhe des Urlaubsanspruches berechnet. Dabei spielt die tägliche Arbeitszeit keine Rolle.

    2. Nach dem SGB gibt es je nach Grad der Behinderung zusätzliche Urlaubstage. (§125 SHB IX)

  • Hallo,
    ich habe eine wöchentliche Arbeitszeit von 30 Stunden, die ich von Mo.-bis Do. abarbeite, da ich Freitag in der Schule eine Weiterbildung mache. Im AV steht die selbe Arbeitszeit von Mo.-bis Fr.Wie verhält es sich mit dem Urlaub? Wird der Freitag mit angerechnet oder muss ich eine Zusatzvereinbarung mit dem AG treffen?
    LG Diana

  • Hallo,
    ich erhalte im Jahr 25 Tage Urlaub. Ab 5. Beschäftigungsjahr erhalte ich einen Tag mehr Urlaub.
    Am 01.01.2011 begann meine Arbeitsaufnahme, erhalte ich im Jahr 2015 jetzt 26 Tage Urlaub?

  • Hallo Frau Lipka,

    wie viel Urlaubsanspruch hat man wenn man als Werkstudent jeden Tag in der Woche (5Tage) im Büro ist?
    Ich wäre Ihnen sehr dankbar über eine hilfreiche Antwort, da mein Arbeitgeber der Meinung ist ich habe einen Tag pro Monat bei einer 20 Std. Woche.

    Viele Grüße
    J. Thomas

  • Wie schon gesagt, kommte es beim Urlaubsanspruch nicht darauf an, wieviele Stunden man insgesamt pro Woche arbeitet, sondern an wieviel Tagen am seine Arbeitsstunden ableistet. Das heißt, wer fünf Tage die Woche 20 Stunden arbeitet hat einen Anspruch auf genausoviel Urlaub wie jemand, der an 5 Tagen 40 Stunden arbeitet. Hintergrund dafür ist, das der Gesetzgeber möchte, das jeder Arbeitnehmer mindestens 4 Wochen im Jahr frei hat. Ein Arbeitnehmer der an 5 Tagen in der Woche arbeitet benötigt dafür 20 Tage Urlaub, jemand der an 3 Tagen in der Woche arbeitet benötigt 12 Tage Urlaub, da er ja an den anderen Tagen sowieso frei hat. Das ist dann jeweils der gesetzliche Mindesturlaub. Sind im Arbeitsvertrag andere Ansprüche geregelt, gelten diese, da der Arbeitsvertrag immer vor geht. der Anspruch auf den Mindesturlaub hat ein AN in jedem Fall. Dies alles gilt auch für Werkstudenten, da diese wie „normale“ Arbeitnehmer behandelt werden.

  • Hallo,

    ich arbeite in der Woche 34 Std, also 2 x 8 Std. und 3 x 6 Std.
    Ich bin am 05.01.2015 in diesem Betrieb angefangen und habe nur 23 Urlaubstage – mir kommt es sehr wenig vor. Stehen mir evtl. doch mehr zu?

    Viele Grüße

    • Hallo,

      wie schon gesagt hat jeder Arbeitnehmer einen Urlaubsanspruch von mindestes 20 Tagen pro Jahr bei einer 5-Tage-Woche. So steht es im Bundesurlaubsgesetz geschrieben. Dieser Anspruch entsteht erstmalig bei sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses. Wer also in der ersten Jahreshälfte anfängt mit arbeiten hat nach sechs Monaten den vollen Urlaubsanspruch, also mindestens 20 Tage (5-Tage-Woche) erworben. Vorrang vor dem Bundesurlaubsgesetz hat jedoch immer der Arbeitsvertrag, wenn der Arbeitnehmer dadurch nicht benachteiligt wird.

  • Hallo
    Ich hab da mal eine dringende frage… mein Chef ist der absoluten Überzeugung, dass man als AN aller 5 jahre nur 2 wochen zusammenhängend Urlaub machen darf, sogar eine Frau mit Kind…
    Jetzt interessiert mich, ob das wirklich stimmen soll

    Lg

    PS. : ich arbeite in der gastronomie

    • Ich freue mich sehr darüber, das mein Artikel auf soviel Interesse stößt. Leider kann ich an dieser Stelle keine Beratung im Einzelfall geben, ich hoffe ihr versteht das.

      Ganz allgemein hilft immer ein Blick ins Gesetz. § 7 Abs. 2 des Bundesurlaubsgesetzt (BUrlG) regelt, dass Urlaub dass Urlaub zusammenhängend zu gewähren und zu nehmen ist. Das heisst eigentlich müsste ein Mitarbeiter mit einem Urlaubsanspruch von 30 Tagen, auch seine 30 Tage am Stück nehmen. Das nennt man den Unteilbarkeitsgrundsatz. Kann der Urlaub aus dringenden betrieblichen oder in der Person des Arbeitnehmers liegenden Gründen nicht zusammenhängend gewährt werden und hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Urlaub von mehr als 12 Werktagen, so muss ein Urlaubsteil mindestens 12 aufeinanderfolgende Werktage (6-Tage-Woche) umfassen abgewichen werden.

  • Hallo Dana,
    ich habe am 01.04.2014 angefangen zu arbeiten und möchte zum 30.06.2015 kündigen, wie viele Urlaubstage stehen mir dieses Jahr zu?

    Liebe Grüße
    Samet

  • guten tag .bin dieses Jahr in einer neuen firma eingestellt wurden 01-04.2015 und jetzt wieder gekündigt zum 15.08.2015 in meinen arbeitsvertrag steht drin das mir 25 urlaubstage zustehen wieviel urlaub steht mir zu? es ist eine betriebswirtschafliche kündigung. bitte um rückantwort.danke im vorraus

      • Hallo,Frau Lipka!
        Trete ab dem 01.09.2015 in den Ruhestand.Arbeite aber noch bis zum 31.08.2015 in meinem Betrieb.Das sind noch 8 Monate in diesem jahr,aber mein Arbeitgeber will mir nur anteilig Urlab gewähren. Also nur bis einschließlich August 2015 und hat meine Resttage gestrichen.Ist das Rechtens?? Steht mir nicht der gesammte Jahresurlaub zu?Dankeschön für Ihre Antwort

  • Hallo

    Bin seit 10 jahren in der firma und habe seit dem ich da angefangen habe immer 30 tage urlaubaanspruch gehabt und auch bekommen jetzt habe ich zum 31 .08 2015 gekündigt wieviel tage stehen mir zu ABER im arbeitsvertrag steht das ich auf das gestztlichen urlaubsanspruch habe wo drauf bezziht sich es beim steritfall auf die 30tage wie immer oder auf vertrag auf das gestzlichen anspruch

  • Guten Tag Frau Lipka,

    ist es rechtlich gültig, wenn bei einem Werkstudentenvertrag der Urlaub auf den Stundensatz mit einem Prozentwert addiert wird? Und besteht dann wirklich kein Anspruch auf Urlaub mehr? Wissen Sie zudem, wo das alles rechtlich geregelt ist?

    Vielen Dank!

  • Hallo,
    ich habe eine Frage zur Rundung von Urlaubstagen bei Teilzeit.
    Ich arbeite von Mo – Do in Teilzeit (statt Mo – Fr). Die Vollzeitbeschäftigten in unserer Firma haben 28 Tage Urlaub (entsprechen 5 Wochen und 3 Arbeitstage). Wieviel Tage stehen mir zu. Ich komme auf 22,4. Mein AG rundet 22 Tage ab? Dann bin ich ja den Vollzeitbeschäftigten schlechter gestellt.

    Vielen Dank.

  • Hallo Frau Lipka,

    Ich habe eine Frage.

    Ich bin eingestellt als Werkstudentin in einer Firma.
    Für Stundenlohn 11 € Brutto/h.
    Wie kann ich dann mein Urlaub berechnen?
    Insgesamt wieviel Tage ich gearbeitet habe oder wieviel Stunden?

    Vielen Dank!

    LG
    Gabriela

  • Hallo Frau Lipka,
    ich arbeite im Einzelhandel von Dienstag bis Samstag immer 6h. Bei einer 5 Tage Woche und 30h/Woche habe ich also 20 Tage Urlaubsanspruch im Jahr. Mir wurde ans Herz gelegt immer ganze Urlaubswochen zu nehmen, aber ich würde auch mal gerne 2 Tage in der Woche freinehmen (zb. Freitag Samstag freinehmen um ein verlängertes Wochenende zu haben). Gibt es für solche Fälle eine pauschale Regelung?

    • Nein eine pauschale Regelung gibt es dafür nicht. Für den Erholungseffekt ist es günstiger, wenn der urlaub am Stück genommen wird. In Deutschland ist es aber auch allgemein üblich, den Urlaub auf Wunsch des Arbeitnehmers in kleineren „Tranchen“ zu nehmen.

  • Hallo Dana,
    ich arbeite als Werkstudentin für ein großes Unternehmen. In meinem Arbeitsvertrag sind 18,5 Std. geregelt, die ich mir an 3 Tagen die Woche verteile.
    Auf Anfrage hat die Personalabteilung mir gesagt, dass ich keinen Urlaubsanspruch habe, da dieser in dem Gehalt schon verrechnet wurde. Ich habe davon nie gehört. Ist so etwas möglich? In meinem Arbeitsvertrag steht generell nichts zum Urlaubsanspruch, weshalb ich davon ausgegangen bin, dass ich gesetztlichen Anspruch hätte.
    Ich hoffe, du kannst du mir weiterhelfen.
    Vielen Dank

  • Liebe Frau Lipka,
    ich arbeite 20 Stunden in der Woche an 4 Tagen (Mo, Di, Do, Fr.) Wieviel Urlaub steht mir zu. Ist ein Streitgespräch mit meinem Arbeitgeber

  • Hallo,
    Wie ist es wenn ich als Werkstudent aktuell 20 std tätig bin und nun nach 3 Monten bereits den Bereieb wechseln möchte. Kann ich die Urlaubstage die mit zustehen für die letzten 3 monate ‚mitnehmen‘?? Ist da möglich als Werkstudent?
    Viele Dank
    Lg

    • Als Werkstudent hat man die gleichen Rechte, wie ein „normaler“ Arbeitnehmer. Bei einem Wechsel der Arbeitsstelle kann eine bereits bei einem früheren Arbeitgeber gewährter Urlaub aufden neuen Urlaubsanspruch angerechnet werden.

  • Hallo Dana,

    ich bin zur Zeit noch eine Teilzeitkraft, habe aber meinen Vertrag zum 31.8.16 aufgrund meines Studiums gekündigt und habe einen Aushilfsvertrag auf 450 € Basis ab dem 1. September 2016 bekommen. Mit der Beendigung meines Teilzeitvertrages zum 31.8.2016 werde ich meinen Resturlaub von10 Tagen ausgezahlt bekommen.
    Laut meiner Personalabteilung stehen mir aber, da ich ab dem 1.9.16 einen neuen Arbeitsvertrag bekomme bis Ende 2016 wieder 24 Urlaubatage zu.
    Ist das so richtig ?

    Freue mich um eine Rückmeldung

    LG

    • Es kommt darauf an, was im Arbeitsvertrag geregelt ist. Ich würde mich zumindest über so eine arbeitnehmerfreundliche Regelung freuen, da es eher unüblich ist. Normalerweise wird der bereits genommene Urlaub angerechnet.

  • Ich bin seit 4 Jahren in einem Unternehmen und habe zum 31.8. gekündigt, um ab 1.9. ein Studium zu beginnen. Habe ich dann Anspruch auf den vollen Jahresurlaub oder nur auf einen Teil? Im Arbeitsvertrag gibt es keine Regelung hierfür.

  • Hallo Dana,
    ich arbeite Montags bis Freitags 8 stunden und Samstags 4 stunden. Ich habe 30 Tagen Urlaub.
    Bei Berechnung von meine Urlaubstagen wird Samstag als ganze Tag berechnet obwohl ich Samstags nur halbes Tag arbeite. Ist die Berechnung korrekt?
    Ich bedanke mich im voraus.
    Mit freundlichen Grüß, S.L

  • Hallo Dana,

    Bei der jetziger Arbeitgeber arbeite ich seit 1 März 2016. Ich habe 30 tagen Urlaub pro Jahr. Aus ihre Erklärung habe ich verstanden das ich recht habe auf den ganzen Urlaub. Bedeutet das, das ich 30 Tagen für Jahr 2016 habe, obwohl ich erst ab März begonnen habe?

    Ich hör gerne von Ihnen.

    Mit freundlichen Grüß, S.L

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