Ratatouille

30-Stunden-Woche für Familien! Was meint Ihr?

Was wie ein Witz klingt, wird aktuell tatsächlich in der Politik diskutiert. Vor ein paar Jahren noch, als ich von Australien aus auf Jobsuche in Deutschland war, fragte ich mich ernsthaft, warum Teilzeittätigkeiten in Deutschland bisher kaum eine Rolle spielten. Nun fordert die IG Metall eine 30-Stunden-Woche für Familien.

Die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig war nach einem Vorstoß nach einer 32 Stunden Woche für Eltern bei Frau Merkel abgeblitzt, jetzt aber greift die IG Metall das Thema auf: sie will eine reduzierte Arbeitszeit für junge Familien durchsetzen. Grundlage dieser Idee sei eine Beschäftigtenbefragung der Gewerkschaft unter mehr als 500.000 Arbeitnehmern, davon ein Drittel Nicht-Mitglieder.

Aus meiner Sicht hat die kürzere Arbeitszeit mehr Vor- als Nachteile:

  • Gesteigerte Motivation
  • Größere Leistungsfähigkeit und Bemühen, Ziele in begrenzter Zeit erreichen zu wollen
  • Gefühl, sein Leben / Familienleben mit weniger Druck meistern zu können

Nun aber zu Euch, liebe Blogleser: Was meint Ihr zu veränderbaren Arbeitszeiten?

  • 40 Stunden in der Woche sind doch kein Problem, auch für Mütter und Väter sollte man keine Ausnahme machen
  • Wenn ich Kinder habe/hätte, würde ich gern weniger arbeiten
  • Auch Menschen ohne Kinder sollten die Möglichkeit bekommen, weniger zu arbeiten

Bitte stimmt hier gleich rechts in der Spalte ab. Mehrfachnennungen sind möglich.

Über den Autor

Angelika

Ist der Projekt-Profi unter uns und kümmert sich seit 2010 um die Vermittlung von Freiberuflern. IT- und Optikprojekte stattet sie schnell, unkompliziert und professionell mit den passenden Fachleuten aus - ein Anruf und das Projekt ist gerettet. Angelika hat Betriebswirtschaft studiert und ist zudem ausgebildete Heilpraktikern. Im Büro sorgt sie für unser medizinisches Wohl und außerdem, dank ihres wunderbaren Humors, oft für gute Laune.

3 Kommentare

  • Eines ist auf jeden Fall richtig, die Arbeitszeit und das Ergebnis stehen nicht zwangsläufig in einem direkten Zusammenhang, es sei denn man arbeitet an einem Fließband oder etwas ähnlichen. Mehr Zeit für die Kinder hätten bestimmt auch gern viele Menschen, es sei denn sie können hochfrequente Töne nicht so gut vertragen.
    Die Motivation in den 30 Stunden dann wirklich loszulegen wäre bestimmt bei vielen Leuten hoch, es sei denn sie haben eh keinen Bock auf Arbeit oder gehören zu den 25% Mitarbeiter die bereits innerlich gekündigt haben.
    Gründe die Idee für ein Traumschloss zu halten gibt es sicher viele. Zum Beispiel der demographische Wandel, der eigentlich für einen höheren Bedarf an gearbeiteten Stunden spricht, weil einfach weniger Lete da sind, die die Arbeit erledigen können. Mich würde besonders interessieren, wie sich die IG Metall die Sache mit dem Geld vorstellt.
    Wer soll das bezahlen. Junge Familien zeichnen sich naturgemäß durch einen höheren Finanzbedarf aus. Manche Studien sprechen sogar von Kindern als Armutsrisiko Nr. 1. Da kommt ja wohl 25% Gehaltseinbuße nicht in Frage. Wer also soll den weniger erarbeiteten Lohn ausgleichen. Die IG Metall? Der Steuerzahler, also WIR? Vermutlich denkt sich die IG Metall, die Arbeitgeber (Ausbeuter). Das würde zumindest die Jobchancen für Menschen mit „abgeschlossener Familienplanung“ erhöhen. Mein Vorschlag: noch mal nachdenken!

  • @Reinhard: „Der Steuerzahler“ fände ich gut, denn die Menschen, die sich um den Fortbestand unserer Gesellschaft wenig scheren, sollen ruhig ein bisschen Geld an die Leute abtreten, die das eben tun.

  • @morphium: Nur ist es schwer eine gerechte Regel zu definieren die berücksichtigt wer sich um den Fortbestand unserer Gesellschaft schert und wer nicht. Unsere Kinder sind übrigens ohne jede Rücksicht auf den demographischen Fortbestand unserer Gesellschaft entstanden. Einfach nur so…
    Ein erster Schritt wäre aus meiner Sicht die Zurechnung von Steuervorteilen direkt auf Kinder zu beziehen und nicht daran fest zu machen ob jemand eine Ehe geschlossen hat. Besser noch fände ich ein bedingungsloses Grundeinkommen für Kinder.

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