Bewerbung & Interview

Häufige Fehler im Lebenslauf

Viele Lebensläufe sehen in letzter Zeit etwas gewöhnungsbedürftig aus. Wie ein Lebenslauf grundsätzlich aufgebaut sein sollte, könnt Ihr auf dem Blog an verschiedenen Stellen nachlesen. Einige Fehler häufen sich jedoch immer wieder mal. Also dachte ich mir, ich trage mal ein paar Kritikpunkte zusammen, die mir beim Durchlesen etwas negativ aufgestoßen sind.

Problematisch scheint immer wieder die vollständige Angabe der Kontaktdaten zu sein. Dazu zählen neben der Anschrift, die E-Mail-Adresse sowie eine Telefonnummer, wo der Personaler Euch auch tatsächlich erreichen kann. Deshalb bietet es sich auch an, eher die Mobilfunknummer anzugeben, als die Festnetznummer. Diese benötigt der Personaler nämlich, wenn er mit Euch einen Termin für ein Vorstellungsgespräch vereinbaren möchte. Wie Ihr also seht, steckt dahinter keine böse Absicht. 😉

Die korrekte und vollständige Angabe des Zeitraumes bei Ausbildung und Berufserfahrung, scheint auch immer wieder eine Herausforderung zu sein. Häufig finde ich nur die Angabe in Jahren vor. Dies ist jedoch etwas ungenau, wichtig ist immer die genaue Angabe des Zeitraumes in Monat und Jahr. Ich weiß natürlich, dass es eine Herausforderung sein kann, zu wissen, in welchem Monat man die Grundschule verlassen hat. 🙂

Schule – genau das richtige Stichwort für meinen nächsten Punkt. Der schulische Werdegang gehört zu einem vollständigen Lebenslauf, ob nun Hochschulabsolvent oder Führungskraft, dies spielt dabei keine Rolle. Gerade bei Letzteren wird schon gern mal mit der Angabe des schulischen Werdeganges gespart. Bei dieser Gruppe sollte jedoch zumindest der letzte Schulbesuch dem Lebenslauf zu entnehmen sein.

So viel erstmal dazu. Außerdem freuen wir uns, wenn die Hobbys im Lebenslauf auftauchen. Dabei gibt es auch noch einiges zu beachten, aber dazu an anderer Stelle mehr…

Für weitere Informationen zum Thema Lebenslauf, etwa über die Strukturen eines erfolgreichen Lebenslaufs an sich, das korrekte Design des Lebenslaufs, die Angabe der Elternzeit im Lebenslauf oder die Frage, ob die Unterschrift im Lebenslauf unbedingt zwingend ist, klickt einfach auf die Links.

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10 Kommentare

  • Hallo Johannes,

    interessanter Post zum Thema Lebenslauf. Daß mit den Kontaktdaten ist doch eigentlich Standard und auch gar nicht schwer hinzukriegen.

    Zu Beginn die eigene Kontaktdaten. Ausführlich können sie sein mit Basics (Tel, E-Mail, Adresse) und relevanten SocialNetworks.

    Und jetzt noch ein Tipp, der durchaus Sinn macht, weil der CV ja keine Seitennummerierung besitzt: In die Fußzeile einfach die Basics einsetzen, die dann unten auf jeder Seite stehen. Das hat den Vorteil, wenn der Personaler den Lebenslauf ausdruckt, daß er weiß, wohin er gehört. Zumal, wenn er wie in diesen Zeiten noch viele andere CVs auf dem Schreibtisch liegen hat.

    Beste Grüße aus Stuttgart

    Johannes

  • @Roman: Natürlich ist die Angabe der Grundschulezeit im Lebenslauf nicht ein absolutes Muss, vor allem nicht bei Bewerbern mit mehrjährige Berufserfahrung. Aber bei den unterschiedlichen Schulsystemen in den einzelnen Bundesländern, ist diese Angabe manchmal schon eine Arbeitserleichterung. 🙂

    @Johannes Lenz: Finde ich einen sehr guten Tipp.

  • @Johannes Sorry, aber: wen interessiert bitte die Schulzeit wenn dies mehr als 10 Jahren her ist? Erst recht bei der Grundschule. Das glaube ich einfach nicht!

    Bereits nach 10 Jahren interessiert da normale Leute nicht einmal mehr die Note sondern höchstens, dass der Bewerber einen Abschluss hat. Außer vielleicht wenn die Ausbildung abgebrochen, oder ein Jahr wiederholt wurde.
    Viel spannender ist doch, ob er sich seitdem weitergebildet hat, oder auf dem Stand stehen geblieben ist.

    Interessiert den Personaler wirklich, ob der Bewerber früher (für ein Arbeitsleben ist das fast schon „vor dem Krieg“) 12 oder 13 Jahre Gymnasium besucht hat und in welchem Monat er abgeschlossen hat? Interessiert es, ob zwischen Abschluss und Pflichtwehrdienst oder FSJ 1 Monat „Arbeitslosigkeit“ lag?

    Das ist doch ausgemachter Blödsinn!

  • @Tom: Wahrscheinlich hast Du mein Kommentar (siehe oben) etwas zu spät gelesen. Darüber hinaus würde mich der in Deinem Kommentar beschriebene Fall interessieren, denn ein freiwilliges soziales Jahr kann etwas zur sozialen Kompetenz des Bewerbers aussagen. Ich versteh jedoch Deine Kritik, den Ton in der letzten Zeile jedoch nicht. Letztendlich ist es sicherlich Geschmackssache des Personalers, ob die Schulzeit angegeben werden sollte oder nicht.

  • @Johannes Grundsätzlich mag es Geschmackssache sein. Aber daraus würde ich keineswegs eine allgemeine Empfehlung ableiten. Zumindest nicht was Monatsangaben beim Schulbesuch oder die Angabe der Grundschule angeht.

    Man kann es einem Personaler ganz sicher zutrauen zu wissen, dass die Schule immer am 1. September beginnt. Das Jahr sollte also völlig ausreichend sein. 😉

  • Hallo,
    Wenn man es dann geschafft hat, die alten schuldaten auszugraben und einzugeben, sollte man sich für eine Formatierung entscheiden und diese möglichst einheitlich durchziehen. Denn man kann Zeitangaben auf die unterschiedlichste Art und Weise formatieren und manche machen eine Volkssport daraus, möglichst alle Möglichkeiten zu präsentieren….
    Gruß

  • @Tom: Zunächst einmal beginnt die Schule nicht immer am 1. September… das war vielleicht früher so, als die Ferienzeit noch DDR-weit einheitlich war. 😉
    Und wie sascha schon sagt, wäre es gut eine Formatierung zu wählen, die einheitlich ist. Wenn man sich also für die Angabe mm/jjjj entschieden hat, sollte man das in meinen Augen auch während der Ausbildungszeit so durchziehen. Wenn man sich allerdings für das Format jj oder jjjj entschieden hat, besteht gerade bei den beruflichen Stationen die Gefahr, dass man nachfragen muss. Hier das Beispiel: 2003-2007 – Arbeit bei Firma xy, seit 2008 – Arbeit bei Firma z. Die Annahme das der Jobwechsel zwischen Dez 07 und Jan 08 ist naheliegend, aber genauso gut könnte der Bewerber im Jan 07 gekündigt worden sein und erst im Dez 08 eine neue Stelle gefunden haben – also fast 2 Jahre Erwerbslosigkeit, die nicht erklärt werden. Schon treten Fragen auf und ich muss nachhaken.

    Im Übrigen kannst du es ja halten wie du willst. Was wir hier schreiben, sind ja lediglich Empfehlungen. Hauptsache ist doch, dass der Lebenslauf aussagekräftig ist und keine Unklarheiten durch Fehler oder mangelnde Sorgfalt aufweist.

  • Der Lebenslauf dient dazu, dem Leser einen SCHNELLEN Überblick zu verschaffen, was die bisherigen Erfahrungen und/oder Qualifikationen angeht. Jeder Bewerber sollte also ein eigenes Interesse daran haben, die Inhalte so aufzubereiten, dass es einfach zu erfassen ist.

    Es geht dabei nicht darum, was der Personaler weiss oder was er sich vielleicht denken kann.Iim arbeitsrechtlichen Sinn ist der Lebenslauf ein Dokument, dessen Vollständigkeit der Bewerber bei der Papiervariante durch seine datierte Unterschrift bestätigt – entfällt bei der elektronischen Variante.

    Sollte der Bewerber zum Mitarbeiter werden, geht der Lebenslauf in die Personlakte. Sollte sich zu einem späteren Zeitpunkt herausstellen, dass der Mitarbeiter bei der Bewerbung geschwindelt hat, kann das ein Grund für eine fristlose Kündigung sein. Das sollte jeder wissen, der sich bewirbt.

    Jeder halbwegs erfahrene Personaler weiss ganz genau, warum Bewerber nur Jahreszahlen angeben, damit sollen in vielen Fällen Lücken verschleiert werden.

    USH

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