Bewerbung & Interview

Wie zwingend ist die Unterschrift im Anschreiben und im Lebenslauf?

Nach einer Vielzahl von Bewerbungen, die ich nun schon gesehen und eingehend studiert habe, hat sich mir gerade die Frage gestellt, ob und wie Anschreiben und Lebenslauf unterschrieben werden sollen.

Üblich war bisher und ist immer noch, dass bei einer Postbewerbung sowohl auf dem Anschreiben als auch auf dem Lebenslauf die Unterschrift drauf müssen, um zu gewährleisten, dass man das Ganze auch selbst verfasst hat. Allerdings gehen auch hier schon die Meinungen weit auseinander, wie im Forum vom arbeits-abc und bei gutefrage.net nachzulesen ist.

Aber wie verhält es sich denn bei Online-Bewerbungen? Ich persönlich habe meine Bewerbungen immer mit einer eingescannten Unterschrift „unterschrieben“ – genauso haben es andere im Team auch getan. Ein ehemaliger Mitarbeiter hat seine Unterschrift mit dem Paint-Programm erstellt und viele unserer Bewerber unterschreiben gar nicht, sondern tippen einfach ihren Namen ein.

Und ich muss sagen, mir ist es völlig egal, ob der- oder diejenige das Anschreiben oder den Lebenslauf mit einer persönlichen Unterschrift versieht. Wichtig ist, dass der Name drunter steht und sonst alle nötigen Kontaktdaten da sind. In einer E-Mail unterschreibt man ja schließlich auch nicht. Ganz anderer Meinung waren Johannes und Mandy. Sie meinten, eine Unterschrift wäre auf jeden Fall auch bei einer Online-Bewerbung nötig. Denn eine Online-Bewerbung ist von Natur aus schon sehr unpersönlich im Vergleich zu einer Postbewerbung, da gibt eine Unterschrift wenigstens noch einen kleinen Touch Persönlichkeit.

In den oben genannten Foren wurden auch diskutiert, dass man sich eben für die Bewerbung etwas Mühe geben sollte – schon allein deshalb sollte eine eingescannte Unterschrift mit rein.

Was sich also herauskristallisiert ist, dass wohl etwas mehr nicht schaden kann. Eine fehlende Unterschrift ist zwar kein Ausschlusskriterium, aber wenn eine Unterschrift da ist, sieht die Bewerbung einfach vollkommener aus.

Weitere Informationen zum Thema Lebenslauf findet ihr, indem ihr auf die jeweiligen Links auf die Artikel klickt, etwa über die Strukturen eines erfolgreichen Lebenslaufs an sich, das korrekte Design des Lebenslaufs, die Vermeidung von häufigen Fehlern im Lebenslauf oder die Antwort darauf, wie ihr am besten die Elternzeit im Lebenslauf angebt.

Auch haben wir zahlreiche nützliche Informationen zum Thema Bewerbung und Online-Bewerbung. So findet ihr etwa viele interessante Informationen über die Angabe von Tätigkeitsbeschreibungen in der Bewerbung, über die optimale Struktur von einem erfolgreichen Lebenslauf, die passende Formulierung beim Nachreichen von benötigten Bewerbungsunterlagen, die Angabe von Hobbys im Lebenslauf oder die Erfolgsaussichten Mithilfe von Initiativbewerbungen. Auch über Fragen zur Notwendigkeit von Bewerbungsfotos, das Fehlen eines Arbeitszeugnisses in der Bewerbung oder Antwort darauf, ob der aktuelle Arbeitgeber in einer Bewerbung besser angegeben werden soll oder nicht, gibt es hier auf unserem Blog.

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8 Kommentare

  • +1
    Ich schreibe recht wenig mit der Hand und habe deshalb eher eine Krakelschrift. Irgendwann habe ich dann mal die (alt-?)deutsche Schreibschrift gelernt. Da schreibe ich von Haus aus langsamer und deshalb auch schöner. Für die Unterschrift noch zwei auslaufende Schnörkel und perfekt.
    Das macht das ganze viel persönlicher: der Personaler weiß schon mal, dass ich ein Schriftenfetischist bin 😉

  • Zumindest in der Theorie schließe ich mich frlan an. Eine eingescannte Unterschrift ist, streng genommen, Nichts wert. Nur optisches Beiwerk. Reine Dekoration. Jeder x-Beliebige kann so ein Bild hinzufügen. Eine PGP (oder GPG) Unterschrift hingegen ist das Äquivalent einer echten handgefertigten Unterschrift unter einem Schriftstück auf Papier.

    Allerdings habe ich mit solchen Unterschriften auch schon schlechte Erfahrungen gemacht. So wurde ich beispielsweise abgelehnt, weil die Sachbearbeiterin meine digitale Unterschrift einfach nicht mit dem Adobe Acrobat Reader öffnen konnte.

  • @Siegfried: Ja. In einer idealen Welt gibt es einen öffentlichen Schlüssel für Bewerbungen, so dass man seine Unterlagen verschlüsselt und digital signiert versenden kann. Leider verursacht eine einfache Signatur per OpenPGP ab und an Konfusion und führt bei einigen Versionen eines bestimmten Mailprogrammes aus dem Hause Microsoft sogar dazu, dass eine Mail nicht mehr gelesen werden kann. Kann Dir da also komplett zustimmen :/

  • Die Unterschrift ist etwas, auf das ich, ehrlich gesagt, noch nie geachtet habe. Weder digital, noch analog. Wer irgendwas fälschen will, kriegt das so oder so hin. Was ihm allerdings in aller Regel nichts bringen wird, weil wir ja niemanden anhand seiner Unterlagen einstellen, sondern erst nach persönlichem Kennenlernen. Aber es stimmt schon, die eigene Unterschrift ist etwas Persönliches. Und wer das gern in die Bewerbung einbringen möchte, kann das natürlich gern tun. Gut und professionell gemacht, macht die Untschrift auf jeden Fall einen geordneten Eindruck.

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