Bewerbung & Interview

Englische Bewerbung bei englischer Ausschreibung?

„Und außerdem kann ich noch sehr gut Englisch.“

Diese Aussage reicht leider oft nicht aus, um den Personaler oder den Geschäftsführer zu überzeugen. Auch sind Angaben wie „8 Jahre Schulenglisch“ nicht besonders logisch, liegt doch der Anspruch in jeder Schule und bei jedem Lehrer anders. Und dann sind da noch die Bewerber, die laut ihren Unterlagen verhandlungssicheres Englisch sprechen, man aber in den Unterlagen keinerlei Anhaltspunkte findet, woher sie das können.

Heutzutage ist es wirklich schwierig in bestimmten Branchen ohne jedwege Fremdsprachenkenntnisse zu bestehen, geschweige denn überhaupt einen Job zu finden. Und dann gibt es noch die Ausschreibungen, die zwar für Deutschland gedacht sind, aber einen enorm hohen internationalen Anteil in der Arbeit haben, welcher absolut fließende Fremdsprachenkenntnisse oder am liebesten einen Muttersprachler voraussetzt. Diese Anzeigen sind dann aber meistens auch in der Sprache (zumeist Englisch) ausgeschrieben, in der die besondere Kenntnis erforderlich ist. Und darauf sollte man als Bewerber dann schon eingehen.

Und das bedeutet nicht, dass man eben in einem Nebensatz erwähnt, dass man gut Englisch kann (ich bleibe jetzt bei Englisch), sondern dass man das auch „beweist“. Beispielsweise kann man vorhandene Zertifikate anhängen oder die Projekte im und mit dem Ausland detailliert auflisten und vielleicht Referenzen von ausländischen Kooperationspartnern einholen, die die Fremdsprachenkenntnisse bestätigen. Was ich in besagtem Fall noch am allerbesten finden würde, ist, wenn mir ein Bewerber seine Bewerbung dann auch auf Englisch zusendet (bei anderen Fremdsprachen ist eine zweite Ausführung auf Deutsch dann sicherlich ratsam). Daran erkennt man doch sehr viel schneller, wie gut es um die Sprachkenntnis steht. Das erfordert dann tatsächlich sehr viel mehr Zeit (eine Bewerbung in der Muttersprache ist ja schon schwierig), aber kann jemand wirklich so gut Englisch, sollte das dann doch kein Problem sein, zumal die meiste Arbeit ja dann später auch in der Fremdsprache erledigt wird.

Einfach ist das wirklich nicht, aber wichtig ist unbedingt, die Kenntnisse so ausführlich und glaubhaft wie möglich darzulegen. Wie das Sprechen dann klappt, wird ohnehin im Vorstellungsgespräch getestet.

 

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1 Kommentar

  • Hallo Claudi,

    da bin ich auch neulich drüber gestolpert. Englischsprachige Ausschreibungen im deutschsprachigen Raum sind keine Seltenheit mehr. So schreiben mittlerweile viele (ohnehin sehr international aufgestellten) Start-Ups hier in Berlin ihre Vakanzen in englischer Sprache aus. Dieser Herausforderung sollte man sich meiner Meinung nach als Bewerber auch stellen und dementsprechend deutlich machen, dass man die nötigen Sprachskills mitbringt.

    Beste Grüße
    Tibor

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